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Bleifuß! 8 gute Rennspiel-Lenkräder für PS4, Xbox One und PC

Du willst Dich wie im Rennwagen-Cockpit fühlen? Dann brauchst Du ein Lenkrad!
Du willst Dich wie im Rennwagen-Cockpit fühlen? Dann brauchst Du ein Lenkrad!

Rennspiele und vor allem Renn-Simulationen machen mit Lenkrad noch mehr Spaß. Doch welche Modelle sind gut? Welche Features wichtig? Was brauchen Funracer-Fans, was Simracing-Nerds? Unser Ratgeber mit acht guten Optionen im Jahr 2020 hilft Dir weiter!

Wer seine Rennspiele mit dem Controller oder gar der Tastatur zockt, verpasst die Hälfte. Selbst für Gelegenheitsrennfahrer lohnt sich ein Lenkrad-Controller unter Umständen, die Zubehörteile gibt es schon für unter 100 Euro. Nach oben ist die Preisskala offen, aber bereits im mittleren Segment findest Du sehr gute Lenkräder. Doch auf welche Features kommt es beim Kauf an?

Hinweis
Wir konzentrieren uns in diesem Ratgeber auf Lenkräder, die für den Hobby- und Alltagsgebrauch ratsam sind. Wer das Digital-Racing professionell angehen will, braucht entsprechendes und teures Equipment. Falls Du mit einem Lenkrad aufwärts von 500 Euro liebäugelst, empfehlen wir Dir die umfassende Simulations-Kaufberatung von Simracingpaddock.com.

Qualität, Rotationswinkel, Zubehör

Die Verarbeitungsqualität des Lenkrads ist ein wichtiger Faktor. Idealerweise fühlen sich das Rad und die ergänzenden Pedale stabil und nicht nach billigem Plastik an: Du solltest nicht das Gefühl haben, bei der ersten harten Kurve gleich die Achse zu zerbrechen oder das Bremspedal kaputt zu treten. Weiterhin solltest Du auf den maximalen Rotationswinkel achten: Je höher er ist, desto weiter kannst Du das Lenkrad in eine Richtung drehen. 900 oder 1.080 Grad bieten die meisten Controller an, bei einigen ist der Winkel auch einstellbar.

Auch nicht unwichtig: Zubehör. Die meisten Lenkräder bringen ein Pedal-Element mit, manchmal sind darauf aber nur Gas und Bremse vertreten, die Kupplung für die Gangschaltung fehlt. Willst Du ein drittes Pedal, beeinflusst das die Modellwahl. Einen Schaltknüppel und andere Elemente (etwa eine Handbremse für Rallye-Spiele) musst Du in der Regel extra dazukaufen.

Force Feedback: Diese Lenkrad-Typen gibt es und das sind ihre Vor- und Nachteile

Besonders für Sim-Racing ist gutes Force Feedback essenziell. Vereinfacht gesagt: Das Lenkrad sollte Dir mit Gegendruck präzise mitteilen, wie sich Dein Auto auf der Strecke verhält. Hier gibt es primär drei verschiedene Techniken:

  • Getriebeantrieb: Die meisten Lenkräder setzen auf diese Variante, bei der ein System aus Zahnrädern in Verbindung mit einem Motor dafür sorgt, dass Du beim Lenken wechselnden Widerstand spürst. Die Lösung ist günstig und für viele Anwendungen ausreichend, allerdings recht laut und nicht so präzise wie andere Varianten.
  • Riemenantrieb: Bei dieser Technik besorgt ein Keilriemen die Übertragung zwischen Motor und Lenkrad. Das Lenkgefühl ist weicher, das mögliche Feedback stärker, und das System leiser als beim Gear Drive.
  • Direktantrieb: Hier wird das Lenkrad ohne Übertragung direkt auf die Achse eines großen, schweren Servomotors geschraubt. Du bekommst das präziseste und stärkste Sofort-Feedback, zahlst dafür aber auch ordentlich. So ein bulliger Elektromotor ist eben nicht billig, und Direktantrieb-Lenkräder deshalb eigentlich nur für Simulations-Fanatiker und Profis zu empfehlen.

Manche günstigen Lenkräder nutzen statt echtem Force Feedback Behelfslösungen wie Vibrationen oder Gummibänder, die den Lenkwiderstand immerhin ein bisschen fühlbar machen.

Wichtig: Kompatibilität beachten!

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Du willst "Gran Turismo Sport" mit PlayStation VR spielen? Dann achte unbedingt darauf, ein PS4-kompatibles Lenkrad zu kaufen.

Genau hinschauen beim Lenkradkauf sollten vor allem Konsolenbesitzer: Nicht jedes Lenkrad funktioniert an PS4 und Xbox One gleichermaßen. Tatsächlich haben die meisten Hersteller zwei verschiedene Varianten mit oftmals ganz unterschiedlichen Namen für die Sony- und Microsoft-Konsole im Sortiment. Ist das der Fall, führen wir in unserer Liste jeweils beide Varianten gesammelt auf, da sich die Features in der Regel kaum unterscheiden. PC-Spieler sind fein raus: So gut wie alle Modelle funktionieren standardmäßig mit Windows-Rechnern.

Günstig für Einsteiger: Thrustmaster T80/Ferrari 458 Spider

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Günstig, aber zweckdienlich: das Thrustmaster T80.

Ja, es gibt Lenkräder für unter 100 Euro. Nein, sie kommen nicht ohne gehörige Kompromisse aus – aber Thrustmasters Modell T80 für PS4 und PC sowie das Ferrari 458 Spider für Xbox One und PC sind in der unteren Preisklasse trotzdem empfehlenswert. Du bekommst ein stabiles, günstiges Lenkrad ohne viel Schnickschnack und dazu ein ebenso schnörkelloses 2er-Pedalset. Auf richtiges Force Feedback musst Du verzichten – die Modelle behelfen sich mit einer simplen Gummizug-Lösung. Das reicht für Einsteiger und Unentschlossene aus, alle anderen sollten lieber ein bisschen mehr ausgeben.

  • Lieferumfang: Lenkrad + 2er-Pedal
  • Force Feedback: Nein
  • Maximaler Rotationswinkel: 270°
  • Kompatibel mit: PS4, PC (T80), Xbox One, PC (Ferrari 458 Spider)
  • Geeignet für: Gelegenheits-Rennfahrer mit Arcade-Faible

Preis-Leistungs-Wunder: Thrustmaster T150 RS/TMX (Pro)

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Für seinen Preis erstaunlich gut: das Thrustmaster TMX

Für unter 200 Euro bekommst Du mit dem Thrustmaster T150 RS für PS4 und PC beziehungsweise dem Thrustmaster TMX für Xbox One und PC ein robustes Lenkrad mit einem Misch-Antrieb aus Riemen und Getriebe, der für überraschend gutes Force Feedback sorgt. Lizenzierte Bedienelemente für PS4 und Xbox bringen die beiden Varianten ebenfalls mit, Abstriche machst Du nur beim Pedal, das eher billig ausfällt. Aber: Die Lenkräder gibt's auch in einer Pro-Variante, die etwas teurer ausfällt, dafür ein stabileres 3er-Pedal mitbringt.

  • Lieferumfang: Lenkrad + 2er-Pedal (Pro: 3er-Pedal)
  • Force Feedback: Getriebe-/Riemenantrieb
  • Maximaler Rotationswinkel: 1.080°
  • Kompatibel mit: PS4, PC (T150 RS), Xbox One, PC (TMX)
  • Geeignet für: Preisbewusste Einsteiger mit Ambitionen

Goldstandard für PS4: Thrustmaster T300 RS

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Macht PS4-Fahrer glücklich: das Thrustmaster T300.

Wenn Du es mit dem Lenkrad-Rennen ernst meinst und einen passenden Controller im mittleren Preisbereich suchst, bekommst Du mit dem Thrustmaster T300 RS für PS4 und PC die Rundum-Sorglos-Lösung. Das Force Feedback ist bärenstark und von hoher Qualität, das Lenkrad selbst fühlt sich stabil und echt an. Das ganze System ist angenehm leise, die Pedale sind aus Metall. Schön für Playstation-Rennfahrer: die offiziellen PS4-Buttons, mit denen sich der Controller bündig ins Sony-Setup einfügt. Wer mehr ausgeben will, bekommt das T300 auch als GT Edition – offiziell lizenziert für die PS4-Simulation "Gran Turismo Sport" und mit 3er- statt 2er-Pedal.

  • Lieferumfang: Lenkrad + 2er-Pedal
  • Force Feedback: Riemenantrieb
  • Maximaler Rotationswinkel: 1.080°
  • Kompatibel mit: PS4, PC, PS3
  • Geeignet für: Rennspiel-Enthusiasten, die vor allem Simulationen zocken

Goldstandard für Xbox: Thrustmaster TX Racing Wheel

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Für Xbox- und Ferrari-Fans: das Thrustmaster TX.

Die Xbox-Variante des T300 heißt Thrustmaster TX und steht der PlayStation-Version in nichts nach. Die größten Unterschiede sind der etwas kleinere, dafür einstellbare Lenkwinkel und die Tatsache, dass die Bedienelemente optisch nicht denen der dazugehörigen Konsole entsprechen. Wer ein bisschen mehr ausgeben will, bekommt das TX Racing Wheel auch als Leather Edition mit handvernähtem Leder-Bezug und 3er-Pedal statt mit 2er-Pedal wie in der Standard-Ausgabe.

  • Lieferumfang: Lenkrad + 2er-Pedal
  • Force Feedback: Riemenantrieb
  • Maximaler Rotationswinkel: einstellbar (270 - 900°)
  • Kompatibel mit: Xbox One, PC
  • Geeignet für: Rennspiel-Enthusiasten, die vor allem Simulationen zocken

Thrustmaster TX Racing Wheel bei SATURN kaufen

Die gute Alternative: Logitech G29 Driving Force/G920 Driving Force Racing

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Logitech ist erste Wahl für Rennfahrer, die ein bisschen Luxus lieben.

In einer ähnlichen Preisklasse wie die T300- und TX-Modelle von Thrustmaster spielen Logitechs G29 für PS4 und PC sowie das G920 für Xbox One und PC. Einen hochwertigen handgenähten Lederüberzug und ein 3er-Pedal gehört hier zur Standardausstattung. Dafür nutzt Logitech in den Controllern aber keinen leisen Riemenantrieb für das Force Feedback, sondern die etwas lautere und weniger sanfte Getriebe-Lösung. Letztlich ist das Geschmackssache – am besten selbst ausprobieren.

  • Lieferumfang: Lenkrad + 3er-Pedal
  • Force Feedback: Getriebeantrieb mit zwei Motoren
  • Maximaler Rotationswinkel: 900°
  • Kompatibel mit: PS4, PC, PS3 (G29) bzw. Xbox One, PC (G920)
  • Geeignet für: Rennfahrer, die es bequem haben wollen und eh mit Kopfhörern spielen.
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