Ratgeber

"Destiny 2"-Singleplayer: 5 Wege, um im MMO solo Spaß zu haben

"Destiny 2": Auch als Einzelspieler kannst Du mit dem MMO-Blockbuster viel Spaß haben.
"Destiny 2": Auch als Einzelspieler kannst Du mit dem MMO-Blockbuster viel Spaß haben. (©Activision 2017)

Trotz seines MMO-Aspekts ist "Destiny 2" noch immer ein hervorragender First Person Shooter mit Singleplayer-Kampagne. Für alle, die sich einfach ungern mit fremden Leuten per Gaming-Headset unterhalten und eine gepflegte Solo-Session dem Online-Gaming vorziehen, ist dieser spoilerfreie Einzelspieler-Guide zu "Destiny 2" bestimmt.

Die ersten paar Stunden in "Destiny 2" sind für überzeugte Einzelgänger wie geschaffen: In der Kampagne, die Dich ungefähr bis Level 20 durch das Spiel führt, dreht es sich nur um Dich als den auserwählten Helden der Spielwelt. Aber spätestens beim ersten Besuch einer der Social-Hubs von "Destiny 2" bekommt die einsame Zauberwelt langsam Kratzer: Um Dich herum siehst Du plötzlich viele andere Spieler mit blinkender Ausrüstung, tollem Loot und glitzernden Fähigkeiten, die sich – genau wie Du – um Questgeber und NPCs drängen. Willkommen in der gewohnten MMO-Hölle, so wichtig und auserwählt bist Du also anscheinend doch nicht.

Aber nicht den Mut verlieren! Noch immer gibt es einen Weg sich die Singleplayer-Rosinen aus dem "Destiny 2"-Kuchen zu picken, und das sogar noch deutlich besser als noch im Vorgänger. In "Destiny" war es ab einem gewissen Grad schlicht nicht mehr möglich, auch alleine Spaß zu haben, ohne Missionen immer wieder zu wiederholen. In "Destiny 2" haben die Entwickler von Bungie deutlich mehr Aktivitäten untergebracht, die sich auch ohne Unterstützung von nervigen Online-Gamern spielen lassen, die übersteuert Schimpfwörter ins Mikro brüllen und mit denen Du als Einzelspieler-Held lieber nichts zu tun haben willst.

1. Abenteuer: Singleplayer-Quests in der Shared-World

Überall auf den Karten der entdeckten Planeten tauchen Quests mit dem Titel "Abenteuer" auf. Gekennzeichnet werden sie durch orangefarbene Icons mit einem Schwert darauf, und wer sie aufsucht, erhält Zugang zu kurzen aber intensiven Einzelspieler-Herausforderungen. Gleichzeitig bringen Dir diese Abenteuer die Hintergrundgeschichte von "Destiny 2" etwas näher, die im ersten Spiel lediglich in Schriftform nachlesbar war. Wichtiger Hinweis: Achte auf das empfohlene Lichtlevel des jeweiligen Abenteuers – schließlich könntest Du der Mission eventuell noch nicht gewachsen sein. Klar, auch während dieser Quests werden Dir andere Hüter über den Weg laufen, denn dies ist immer noch "Destiny 2" und nicht "Doom". Aber sie können sich nicht an Deinem Kampf beteiligen oder Dir in Deine Quest-Aktivitäten hineinfunken – es sei denn, Du lädst sie dazu ein.

2. Patrouillen: Einsames Farmen im Weltraum

Nach dem Abschluss der Kampagne, die ein wenig auch als Tutorial dient, wird es Dir möglich sein, Patrouillen-Missionen zu spielen. Im Grunde sind dies kleine Sammelaufgaben in der Open World: So sollst Du beispielsweise eine gewisse Anzahl an Feinden erledigen und deren Hinterlassenschaften einsammeln. Klassisches Farmen also, was perfekt für den kleinen Spaß zwischendurch geeignet ist. Gerade für Spieler, denen langwierige Questreihen einfach zu anstrengend sind, bieten sich Patrouillen-Missionen an. Du startest sie an den weißen Markierungen auf der Karte. Mit den herumlaufenden anderen Spielern musst Du allerdings auch hier klar kommen. Aber stell Dir doch einfach vor, sie seien Passanten in der Fußgängerzone ...

3. Herausforderungen & Flashpoints: Ziele abhaken

In täglichem Wechsel stellt "Destiny 2" auf jedem Planeten verschiedene Herausforderungen bereit, die gemeistert werden wollen. Räumst Du zum Beispiel einen gewissen Sektor von Feinden oder legst eine bestimmte Anzahl von Gefallenen um, gibt es schönes Loot als Belohnung. Hier kannst Du also völlig egozentrisch durch die Welten ziehen und Dein eigenes Süppchen kochen. Genauso ist es bei den Flashpoints, bei denen es sich um wöchentliche Herausforderungen handelt. Hier sollst Du zum Beispiel an einer bestimmten Anzahl von Öffentlichen Events (siehe Punkt 5 dieser Liste) teilnehmen und es winken auch hier jede Menge Belohnungen oder Engramme.

4. Verlorene Sektoren: Hinab in die Höhlen

Überall in "Destiny 2" wird Dir ein Symbol aus zwei Bögen und einem Punkt begegnen. Diese Markierung zeigt, dass in der Nähe ein Verlorener Sektor liegt. Dabei handelt es sich um Mini-Dungeons, an deren Ende ein Boss zu legen ist, um an eine nette Loot-Kiste zu kommen. Die Verlorenen Sektoren sind tatsächlich teilweise ziemlich gut versteckt. Es handelt sich meist um Höhlen, deren Eingang Du erst einmal finden musst. Hier bist Du weitgehend ungestört, manchmal verirrt sich aber ein anderer Hüter gleichzeitig in die Tiefen des selben Sektors, was aber nur selten vorkommt. Und selbst wenn: Keine Sorge lieber Eigenbrötler, denn direkte Kommunikation ist ohne Weiteres nicht möglich.

5. Öffentliche Events: Alle anderen sind nur Statisten

Der Titel verrät es schon: Wer sich an öffentlichen Events in "Destiny 2" beteiligt, tut das nur im seltensten Fall alleine. Bei diesen regelmäßig stattfindenden Shootouts in der Shared-World darf jeder mitmischen, der gerade vorbeikommt oder den blinkenden Marker mit Countdown auf der Map aufsucht. Aber selbst als überzeugter Misanthrop wirst Du hier trotzdem Deinen Spaß haben: Da während der kurzen Events keine Kommunikation mit den anderen Spielern stattfindet, fällt es nicht schwer, diese als bessere NPCs zu betrachten. Ohne Weiteres kannst Du hier Dein eigenes Ding durchziehen, Horden von Gegnern wegblasen und danach Deiner Wege ziehen. Nicht mal ums Loot musst Du Dich mit anderen Spielern streiten: Für jeden Hüter finden individuelle Drops statt, die für die anderen nicht sichtbar sind.

Was nicht geht: Wer braucht schon Raids & Strikes...

Während die Lemminge der Multiplayer-Manie hinterhertaumeln und die Raids in "Destiny 2" als bestes Shooter-Erlebnis der letzten Jahre bezeichnen, darfst Du Dir ins Fäustchen lachen: Stundenlange, minutiös im Team durchkoordinierte Rätsel-Dungeons mit Voicechat-Pflicht bleiben Dir erspart. Auch Strikes, Questreihen mit einer ungefähren Länge von 20 Minuten, die man zu Dritt bestreiten muss, kannst Du ohne Probleme ignorieren. Na klar, das richtig hochwertige Loot bleibt Dir in "Destiny 2" bei dieser Spielweise verwehrt – wer aber einfach einen sehr guten Shooter sucht, mit dem er am Abend ein paar unterhaltsame Stunden verbringen kann, der wird auch ohne grenzenloses Grinden mit diesem Spiel glücklich.

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