"Diablo 3"-Klassen: Barbar bis Totenbeschwörer – Wer passt zu Dir?

In "Diablo 3" gibt es sieben Klassen. Wir verschaffen Dir einen Überblick.
In "Diablo 3" gibt es sieben Klassen. Wir verschaffen Dir einen Überblick. (©Blizzard 2018)

Mit dem DLC "Rückkehr des Totenbeschwörers" hat Blizzard "Diablo 3" fünf Jahre nach der Veröffentlichung eine neue Charakterklasse spendiert. Veteranen hacken sich seitdem gern noch einmal durch die Dämonenhorden, Anfänger haben immer noch die Qual der Wahl. Wir erklären Dir Vorzüge und Schwächen aller "Diablo 3"-Klassen.

1. Barbar – Der klassische Nahkämpfer

Die Barbarenklasse ist so oder ähnlich wohl in jedem Rollenspiel vertreten. Von Blizzard wird diese "Diablo 3"-Klasse als "Wanderer eines Stamms, der einst den heiligen Berg Arreat bewachte", bezeichnet. Seine Fähigkeiten sind die eines typischen Nahkämpfers. Er greift vor allem auf Äxte und andere Zweihandwaffen zurück, möglich ist auch die Kombination aus Einhandwaffe und Schild.

Besonderheit: Die Fertigkeiten der Barbarenklasse basieren auf Wut. Je mehr Angriffe der Barbar einsteckt, desto verheerender sind seine Spezialfähigkeiten. Dabei stürmt er durch Gegnerhorden, kann seine Widersacher betäuben, seine Kampfwerte kurzzeitig erhöhen oder Urahnen als Unterstützung herbeirufen.

Geeignet für: Wer den Barbaren wählt, sollte sich darauf einstellen, immer mitten ins Getümmel zu müssen. Das kann vor allem später im Spiel riskant sein, wenn ganze Horden über den Bildschirm marodieren. Dafür kann er gut einstecken und ist ideal für Spieler geeignet, die lieber mitten im Geschehen sind, anstatt aus sicherer Entfernung zu attackieren.

2. Kreuzritter – Der magisch verstärkte Tank

Mit der Erweiterung "Reaper of Souls" fand der entschlossene Kreuzritter in die Riege der "Diablo III"-Charakterklassen. Der Nahkämpfer kann auch auf mittlere Distanz angreifen, was ihn zu einer sehr sinnvollen Ergänzung der Riege macht. Seine mächtigen Rüstungen und imposante Erscheinung machen den Glaubenskrieger zu einer guten Wahl für Profis und Einsteiger gleichermaßen. Dabei sollte aber beachtet werden, dass er auch über viele defensive Blockeigenschaften verfügt, die etwas Training erfordern.

Besonderheit: Zu den harten Nahkampfattacken gesellen sich bei der Kreuzritterklasse einige der nützlichsten Fähigkeiten aller "Diablo 3"-Klassen. Unter anderem kann sie eine mächtige Glocke heraufbeschwören, die Gegner in nächster und mittlerer Distanz zerschmettert. Durch Runen kann diese auch mit weiteren Extras ergänzt werden. Als Fernwaffe haben Kreuzritter zudem einen Hammer, der geschleudert wird. Das verbraucht allerdings Zorn, der der Quell ihrer Fähigkeiten ist.

Geeignet für: Wer auf Nahkampf setzt, aber im Notfall nicht auf Fernangriffe verzichten will, ist beim Kreuzritter an der richtigen Adresse. Seine Fähigkeiten machen ihn zu einer universell einsetzbaren "Diablo 3"-Klasse für all jene, denen Grundmagie genügt und die sich gerne ins Getümmel stürzen.

3. Dämonenjäger – Der schurkenhafte Fernkämpfer

Einen "Überlebenden eines dämonischen Angriffs" nennt Blizzard den Dämonenjäger, der typische Züge eines Schurken aufweist. Dazu hat der auf Fernangriffe konzentrierte Kampfstil dieser "Diablo 3"-Klasse einige Finessen in petto. Dämonenjäger sind flink und wendig, können dank einiger Fähigkeiten aber auch kraftvoll zuschlagen.

Besonderheit: Dämonenjäger können Kraftfelder um sich herum erschaffen, die herannahende Gegner zum Beispiel verletzen oder einfrieren – je nach eingesetzter Rune. Dies kann im Zweifelsfall im Nahkampf entscheidende Vorteile bringen. Die Fernangriffsfähigkeiten sind aber das nützlichste Gimmick und speisen sich aus gleich zwei Quellen: Hass und Disziplin. Besonders die magischen Pfeile zehren kräftig am Hassreservoire, kommen aber einer Salve aus dem Maschinengewehr gleich – sehr nützlich!

Geeignet für: Freunde des taktischen Vorgehens kommen als Dämonenjäger voll auf ihre Kosten. Die Balance aus Fallenstellen und Dauerfeuer aus der Ferne ist der Schlüssel zum Erfolg und holt das Maximum aus den Kräften dieser Klasse. Abstriche bei der Nahkampfwertung und Konstitution muss man dafür aber in Kauf nehmen.

4. Mönch – Der Nahkämpfer für Experten

Die magere Gestalt des Mönchs ist auf Anhieb nicht sehr vertrauenserweckend. Diese "Diablo 3"-Klasse speist ihre Kräfte passend aus Geisteskraft, ist aber nicht mit einem Zauberer zu verwechseln. Im Gegenteil, der Mönch ist ein magisch verstärkter Nahkämpfer! Er kann kraftvoll zuschlagen und seine Attacken mit allerlei Extras verstärken. Der Fokus liegt klar auf flinkem Ausweichen und dann und wann auch Heilung, die der Mönch sich durch Fähigkeiten verschaffen kann.

Besonderheit: Dolche und kleine Schwerter liegen dem Mönch besonders. Seine Fähigkeiten konzentrieren sich zwar auf taktische Manöver, den einen oder anderen mächtigen Trick hat diese Klasse aber auch auf Lager. Besonders effektiv ist etwa ein Teleportangriff, bei dem der Mönch sich direkt zum nächsten Gegner versetzt und aus mehreren Richtungen zutritt.

Geeignet für: Dadurch, dass der Mönch taktisch sehr fordernd ist und kaum Fernkampfattacken besitzt, richtet er sich an erfahrene Spieler. Die richtige Balance aus offensiven und defensiven Fähigkeiten erfordert einiges an Zeit und viel Herumprobieren. Geduld ist beim Meistern dieser "Diablo 3"-Klasse also unbedingt nötig.

5. Hexendoktor – Der gesellige Exot

Schon sein Äußeres lässt auf einen eher speziellen Charakter schließen: Der von Voodoo-Kult inspirierte Hexendoktor schlägt gerne aus der Ferne zu, hat aber dank zahlloser herbeigerufener Unterstützer auch einige Nahkampfschlagkraft. Mit seinen Fähigkeiten steht er selbst im Solomodus fast nie alleine auf dem Schlachtfeld – eine Eigenschaft, die er mit dem Totenbeschwörer teilt.

Besonderheit: In seinen Fähigkeiten hat der Hexendoktor diverse Kreaturen parat, die stumpf auf Gegner zueilen und zuschlagen – etwa den riesigen Golem. Auch Spinnen, Piranhas, giftige Kröten und einiges weiteres Getier kann diese Klasse heraufbeschwören, um trotz mangelnder Nahkampf-Skills zu triumphieren. Seine Energiequelle ist Mana, die sich bei schlechtem Management der passiven Fähigkeiten schnell verbraucht. Hier sollte auf Extras gesetzt werden, die das Mana langsamer versiegen lassen.

Geeignet für: Wem das einsame Schlachten zu gruselig ist, der kann sich auf den Hexendoktor verlassen. Er ersetzte zu Anfang bei "Diablo 3" quasi den später per DLC freischaltbaren Totenbeschwörer als Herr der Kreaturen und Hilfskräfte. Aber auch die vielfältigen und flächenstarken Fernangriffe machen den Hexendoktor zu einer reizvollen Klasse für Profis und Neulinge mit Grunderfahrung.

6. Zauberer – Der mächtige Fernkampfmagier

Das Klischee lässt hinter dem Zauberer eine Weichling-Klasse vermuten. Aber dem ist in "Diablo 3" nicht so, denn der Zauberer gehört zu den einsteigerfreundlichsten und dennoch nützlichsten Charakteren des Spiels. Einzig mit Nahkampfangriffen können Zauberer nicht dienen, aber aus der Ferne kommt ihnen keine andere Klasse gleich.

Besonderheit: Ist er erst einmal ordentlich aufgepowert und hat die wichtigsten Fähigkeiten freigeschaltet, kann sich der Zauberer mit verschiedenen Feuerstrahlen, die an gebündelte Laser erinnern, eine gewaltige Schneise brennen. Hinzu kommen Elementarzauber, die Gegner etwa einfrieren oder die Zeit verlangsamen. Zudem kann sich der Zauberer durch seine Arkanenkraft kurzzeitig in ein Archon-Überwesen verwandeln – eine Art Rage-Modus mit saftig erhöhter Schlagkraft.

Geeignet für: "Diablo"-Veteranen, die den Zauberer aus vorherigen Episoden kennen, werden sich sofort heimisch fühlen. Diese Klasse hat sich am wenigsten gewandelt, hat aber auch Anfängern viel zu bieten. Wem das stumpfe Einstürmen auf Gegnerhorden zu stressig ist, der kann mit dem mächtigen Zauberer aus der Ferne zuschlagen.

7. Totenbeschwörer – Der intelligente Teamplayer

Wer die 15 Euro in das Add-On "Die Rückkehr des Totenbeschwörers" investiert, wird zweifellos zu den "Diablo 3"-Veteranen gehören. Die bereits aus dem zweiten Teil bekannte Klasse nutzt Essenz als Machtquelle und kommt als klassischer Knochenkrieger daher. Egal ob Sensenattacke oder Speerwurf, die Mischung aus Fern- und Nahkampfangriffen macht ihn reizvoll – und natürlich seine beschwörbaren Begleiter wie Golems oder wiederbelebte Gegner.

Besonderheit: Die Kraftquelle Essenz füllt sich nicht von alleine auf, sondern muss durch passive Fähigkeiten oder durch Nahkampfangriffe aufgeladen werden. Sogar auf seine Lebensenergie greift der Totenbeschwörer als Quelle für manche Spezialangriffe zurück. Hier sollte man also nicht zu unbedacht ins Getümmel eilen und wild die Buttons smashen. Besonders die einzigartige Kraft, die Leichenreste besiegter Gegner explodieren zu lassen, ist äußerst nützlich und unterhaltsam.

Geeignet für: Der Totenbeschwörer ist zweifellos eine Expertenklasse. Wegen seiner mächtigen aber gefährlichen Blutmagie erfordert er taktisches Vorgehen bei der Monsterschnetzelei. Auch sein Gefolge ist erst dann richtig nützlich, wenn den Helfern spezifische Befehle gegeben werden. Wer also schon mit dem Hexendoktor nicht warm wurde, wird mit dem Totenbeschwörer wahrscheinlich auch seine Probleme haben. Wer ihn handhaben kann, bekommt aber eine mächtige Klasse.

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