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Diese 6 Dinge in Games sind einfach nur nervend

Diese 6 Gameplay-Mechaniken sind einfach nur nervend.
Diese 6 Gameplay-Mechaniken sind einfach nur nervend. (©Youtube / Super Milkbox 2017)

Die Menge an Games, die regelmäßig auf den Markt kommt ist riesig – wer auch nur einen kleinen Teil davon spielt, merkt schnell: Einige Spielmechaniken kommen immer wieder vor und sind wirklich nervend. Faule Entwickler, schlechte Programmierung oder mieses Leveldesign? Wir zeigen 6 Dinge, die in Games wirklich nervend sind.

Einige Funktionen und Gameplay-Mechaniken sind zwar schon seit Jahren nichts anderes als nervend, werden aber trotzdem immer wieder von Entwicklern eingesetzt. Dabei ist es egal, ob es sich um Blockbuster-Titel oder Indie-Games handelt – wir nennen 6 Dinge, von denen wir uns wünschen, sie zukünftig nicht mehr in Spielen zu finden sind.

1. Binäre Moralsysteme

 Nervend: Karma-Systeme mit nur zwei Möglichkeiten. fullscreen
Nervend: Karma-Systeme mit nur zwei Möglichkeiten. (©Youtube / Mark Brown 2017)

So manche Games stellen uns im Spielverlauf vor harte Entscheidungen. Lassen wir den wehrlosen NPC leben oder bringen wir ihn um die Ecke, um ihn hinterher nach verwertbarem Loot zu filzen? Die entsprechende Auswahl bringt uns in der Summe im Regelfall zu einer entweder guten oder schlechten Endsequenz. Stellen wir uns auf die Seite des makellosen Helden und lassen Gnade walten oder holen wir die Kettensäge raus und mähen durch Freund und Feind? Dazwischen gibt es meist nichts, und ein solches Moralsystem ist in der Regel nicht nur nervend, sondern auch leicht durchschaubar. Noch dröger ist es, wenn Games uns diverse Dialogantworten und Entscheidungen abverlangen, aber schnell klar wird, dass diese den Spielausgang kaum beeinflussen.

2. Quick-Time-Events mit Überraschungseffekt

 Bei Telltales "Batman"-Serie sind Quick-Time-Events fester Teil des Gameplays. fullscreen
Bei Telltales "Batman"-Serie sind Quick-Time-Events fester Teil des Gameplays. (©Youtube / Super Milkbox 2017)

Gut, einige Games binden Quick-Time-Action mehr oder weniger sinnvoll in den Spielverlauf ein (ja, die Telltale-Adventures sind gemeint). Bei anderen Titeln ist es aber nicht viel mehr als frustrierend, wenn man Dutzende von Stunden darin investiert hat, das Gameplay zu meistern und die Spielfigur dann mit einem spektakulären Sprung auf den Rücken des Titanen springt. Man lehnt sich entspannt zurück, um die aufwendige Cutscene zu genießen, die den Sieg über den Endgegner abfeiern soll – und aus dem Nichts erscheint ein Symbol, das uns auffordert, sofort Kreis zu drücken, um den Move abzuschließen! Zu spät, das war’s mit dem Helden Kratos. Noch einmal zurück zum letzten Auto-Save. Situationen wie diese sind einfach nur nervend, eine finale Sequenz sollte man entweder durchspielen müssen oder ansehen können – bitte keine Mischung aus beidem.

3. Crafting um des Craftens wegen

 Kann man, kann man aber auch lassen: Crafting in "Assassin's Creed: Black Flag". fullscreen
Kann man, kann man aber auch lassen: Crafting in "Assassin's Creed: Black Flag". (©Youtube / 2byTwoGaming 2017)

Es gibt heutzutage kaum noch Games, in die keine Variation eines Crafting-Systems eingebaut wird. Überall sammeln wir Schrott ein, um daraus besseren Schrott zu basteln und am Schluss vielleicht sogar eine mehr oder weniger anständige Knarre daraus zu formen. In echten Rollenspielen, wie "Fallout 4" oder "The Witcher 3" ergibt Crafting natürlich durchaus Sinn und bringt für einige Gamer sogar einen Großteil der Langzeitmotivation. Bei Spielen, die das Sammeln und Herstellen von Ressourcen allerdings eher nebenbei ermöglichen, ist dieses Gameplay-Element aber etwas nervend. Bei Spielen wie "Assassin’s Creed 4: Black Flag" wirkt das Crafting-System oft wie ein weiteres, eilig integriertes Marketing-Argument, das dem Spieler keine Vorteile verschafft.

4. Gleichbleibende NPC-Dialoge

 Marcy Long ist einer der meist gehassten NPCs in "Fallout 4". fullscreen
Marcy Long ist einer der meist gehassten NPCs in "Fallout 4". (©Youtube / The Triple S League 2017)

Es stimmt schon, die Evolution der NPCs ist weit gekommen. Standen Figuren früher tatsächlich nur in der Landschaft herum oder brachten kaum mehr als einen Halbsatz hervor, so gibt es jetzt teilweise Nicht-Spieler-Charaktere mit emotionalen Hintergrundgeschichten und einige von ihnen sind sogar hilfreiche Begleiter. Nichts ist aber irritierender, als ein NPC, der Dich zu Anfang des Games von oben herab belehrt und dies auch noch tut, nachdem Du seine Spezies Spielstunden später im Alleingang vor dem Untergang bewahrt hast. Kommt dies heutzutage noch in Games vor, ist dies meist ein Armutszeugnis für die Entwickler: Schließlich sind hier lediglich zwei verschiedene Dialog-Ausgaben nötig, eine vor einem bestimmten Event und eine andere danach.

5. Größenwahnsinnige NPCs

 Es kann nicht jedes Spiel ein "Batman"-Game sein. fullscreen
Es kann nicht jedes Spiel ein "Batman"-Game sein. (©Youtube / Xboxmaster50 2017)

Die richtige Balance der Spiel-KI zu finden ist mit Sicherheit eine riesige Herausforderung. Viele Games sind hier aber schon gut ausgestattet, die "Batman: Arkham"-Titel von Entwickler Rocksteady gehen mit gutem Beispiel voran: Ist eine Gruppe von Feinden hier am Anfang einer Kampfsituation noch selbstbewusst unterwegs, ändert sie ihre Taktik sobald der Dunkle Ritter sie dezimiert. Ängstlich verkriechen sich die NPCs und geben zielloses Deckungsfeuer ab. In anderen Games wird dies aber oft leider weniger gut umgesetzt. Bis hin zu Situationen, in denen Du eine Gruppe von 20 Figuren bis auf einen Feind ausradierst und dieser sich trotzdem noch größenwahnsinnig mit einem Taschenmesser bewaffnet auf Dich zustürzt.

6. Unglaubwürdige Level-Grenzen

Natürlich ist keine Open-World unendlich offen. Auch die größten Games müssen ihre Grenzen haben, aber trotzdem dürfen wir doch diesbezüglich etwas Kreativität von Spieleentwicklern erwarten. In Zeiten, in denen immer wieder die Rede von Immersion ist, kann es doch nicht sein, dass der omnipotente Held es nicht schafft, eine kniehohe Mauer zu überwinden oder ein leeres Ölfass zur Seite zu schieben. Einfach nur nervend ist es, wenn man an einem bestimmten Punkt gegen unsichtbare Mauern läuft oder einige Müllsäcke den Weg verstellen. Ein wenig mehr Realismus muss schon sein.

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