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Diese 7 Games hätten eine bessere Story verdient

Mit einer tiefgründigen Story überzeugen die "Mario"-Spiele nicht gerade.
Mit einer tiefgründigen Story überzeugen die "Mario"-Spiele nicht gerade. (©Nintendo of Europe 2017)

Klar, Games wie "Resident Evil", "Super Mario Bros." und "Dragon Age: Inquisition" leben vor allem vom Gameplay. Aber müssen die Entwickler die Story deshalb so sehr vernachlässigen, dass es das Spielerlebnis beeinträchtigt? Das ist umso ärgerlicher, wenn die Titel ansonsten überzeugen. Die sieben Games in dieser (nicht ganz spoilerfreien) Liste hätten jedenfalls alle eine bessere Handlung verdient.

1. "The Order: 1886": König Artus gegen Werwölfe

Das von "Gears of War" inspirierte Gameplay ist solide, die Präsentation sehr gelungen, aber die platte und kitschige B-Movie-Story von "The Order: 1886" verdarb einigen Gamern den ganzen Spaß am Spiel: Die Ritter der Tafelrunde kämpfen im Jahr 1886 in London gegen Vampire und Werwölfe. Eine revolutionäre Gruppe stellt sich ihnen entgegen.

 Bei der Präsentation kann "The Order: 1886" punkten, bei der Story aber nicht. fullscreen
Bei der Präsentation kann "The Order: 1886" punkten, bei der Story aber nicht. (©Sony 2015)

Manch vorhersehbare Wendung später erlebst Du ein sehr enttäuschendes Ende, das sich so ziemlich niemand gewünscht haben kann. Besonders ärgerlich: Die Zwischensequenzen nehmen einen großen Teil der Spielzeit ein.

2. "Metal Gear Solid V: The Phantom Pain": Nichts als offene Fragen

"Metal Gear Solid V: The Phantom Pain" hat eine ziemlich verworrene Story, die viele Fragen aufwirft, ohne sie zu beantworten. Tatsächlich hat sich herausgestellt, dass das Spiel unfertig auf den Markt gebracht wurde. Daher musst Du in der zweiten Hälfte ältere Missionen noch einmal durchspielen – ursprünglich sollten hier offenbar andere Level auf Dich warten.

 Die Story von "Metal Gear Solid V" ist ziemlich konfus. fullscreen
Die Story von "Metal Gear Solid V" ist ziemlich konfus. (©YouTube / Vinnyruex Gaming 2017)

Auf den Datenträgern verschiedener Versionen wurden per Datamining eine "Episode 51", ein drittes Kapitel sowie weitere Zwischensequenzen entdeckt, die einige Fragen beantwortet hätten. Offenbar litt die finale Version unter dem Konflikt zwischen Konami und Game-Designer Hideo Kojima und wurde schnell irgendwie zusammengeklebt. Andererseits waren Kojimas Storys auch vorher schon ziemlich konfus ...

3. "Super Mario Bros." und überhaupt "Mario": Viele Pilze, nichts dahinter

Die Story des NES-Klassikers "Super Mario Bros." und der folgenden "Mario"-Spiele ist eigentlich total verrückt: Du spielst einen italienischen Klempner, der mit seinem Hintern auf Pilze hüpft, um die Prinzessin des Pilzkönigreichs aus den Händen einer Riesenschildkröte zu retten.

 Die "Mario"-Macher haben ein eigentümliches Faible für Pilze. fullscreen
Die "Mario"-Macher haben ein eigentümliches Faible für Pilze. (©Nintendo of Europe 2017)

Die Prinzessin wird in den neueren Spielen zwar "Peach" ("Pfirsich") genannt, hieß aber ursprünglich "Toadstool" (Giftpilz), ist also offenbar auch ein Pilz, genau wie Marios Helfer Toad und die ursprünglich friedlichen Goombas, denen Mario nun mit seinem Hintern den Garaus macht. Was hat Nintendo nur mit den ganzen Pilzen? Und warum erklärt man uns das nicht mal in einem ordentlichen Story-Abenteuer?

4. "Resident Evil"-Serie: Die meinen das ernst

Die "Resident Evil"-Games sind Klassiker des Survival-Horror-Genres, aber ihre Stories sind klischeebeladener B-Movie-Kitsch mit flunderplatten Figuren, schrägen Dialogen und bizarren Wendungen. Leider sieht es ganz danach aus, als würde der Serienschöpfer Shinji Mikami die Story völlig ernst meinen – "Resi" ist also nicht einmal als eine Hommage an schlechte Horrorfilme gedacht. Besonders berüchtigt ist ein Ausspruch von Barry Burton im ersten Teil: "Jill, hier ist ein Dietrich. Er könnte sich als nützlich erweisen, wenn Du, die Meisterin des Entriegelns, ihn mit Dir nimmst." Bitte was?

5. "Dragon Age: Inquisition": Gut gegen Böse

Ein Bösewicht möchte die Welt mit Höllentoren zerstören, durch die er seine bösen Kreaturen schickt. Klingt gut für die Story des Ego-Shooters "Doom", aber für das Riesen-Rollenspiel "Dragon Age: Inquisition"? Die offene Welt sieht fantastisch aus, aber durch die immer gleichen Sammelmissionen, die Du als Leiter der Inquisition und potenzieller Weltenretter unternimmst, geht jedes Gefühl von Dringlichkeit verloren. Du kannst Liebschaften mit allen möglichen Figuren eingehen, aber wozu, wenn sie fast alle uninteressant sind?

 Einfallsreich ist die Gut-gegen-Böse-Story von "Dragon Age: Inquisition" nicht gerade. fullscreen
Einfallsreich ist die Gut-gegen-Böse-Story von "Dragon Age: Inquisition" nicht gerade. (©Electronic Arts 2017)

6. "Uncharted: Drakes Fortune": Auch egal, wenn Sully stirbt

Die Action-Adventures der "Uncharted"-Serie überzeugen durch bombastische Action, aufregende Abenteuer und witzige, liebenswürdige Figuren. Die Story war allerdings meistens arg kitschig und vorhersehbar, wobei "Uncharted 4" die Story-Qualität etwas höher geschraubt hat. Besonders der erste Teil, "Drakes Fortune", leidet aber unter seiner schwachen Handlung und der unglaubwürdigen Plot-Entwicklung.

 Laut "Uncharted 3: Drakes Deception" ist Sully so etwas wie Nates Ziehvater – doch im ersten Teil war Nate wenig über Sullys (Schein-)Tod betrübt. fullscreen
Laut "Uncharted 3: Drakes Deception" ist Sully so etwas wie Nates Ziehvater – doch im ersten Teil war Nate wenig über Sullys (Schein-)Tod betrübt. (©Sony 2011)

Im Seriendebüt glaubt Nathan eine Weile lang, sein geliebter Ziehvater Victor Sullivan wäre ermordet worden – und es ist ihm ziemlich egal. Derweil schwankt seine Partnerin Elena Fisher immer wieder zwischen rettungsbedürftiger Maid und mutiger Action-Heldin. Nicht zu vergessen: Gollum-artige Kreaturen, die von einer Biowaffe infiziert wurden, die den El-Dorado-Schatz bewacht. Klingt ja fast wie "Resi".

7. "Soul Calibur" und andere Prügelspiele: Wenn schon Story, dann richtig

Beat 'em ups hatten nie eine ausladende Story, aber inzwischen nehmen die Zwischensequenzen und Erklärungstexte zu. Leider: Tiefe menschliche Konflikte findest Du nämlich selten bei den Gründen, warum sich zwei Kämpfer den Schädel einschlagen. Die Storys befinden sich meist nicht einmal auf Wrestling-Niveau.

 Vielleicht bekommt "Soul Calibur VI" eine bessere Story spendiert? fullscreen
Vielleicht bekommt "Soul Calibur VI" eine bessere Story spendiert? (©Sony 2018)

Die Präsentation mit Orchesterklängen und mythischen Hintergründen legt beispielsweise nahe, die "Soul Calibur"-Spiele würden eine große, epische Geschichte erzählen. Es geht aber nur um den Konflikt zwischen einem bösen Schwert, Soul Edge, und einem guten Schwert, Soul Calibur. Verschiedene Figuren möchten Soul Edge in die Hände bekommen, da Legenden behaupten, es könne alle Krankheiten heilen oder den Träger für immer jung halten. Das war es auch schon.

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