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Diese 8 Dinge nerven an der Nintendo Switch wirklich

Die Nintendo Switch: Manches an der neuen Konsole nervt auch.
Die Nintendo Switch: Manches an der neuen Konsole nervt auch. (©TURN ON 2017)

In der letzten Woche hat Nintendo seine neue Konsole Nintendo Switch vorgestellt. Zunächst gab es reichlich Beifall für das lange erwartete Gerät, mit der Zeit werden aber auch die Flops immer deutlicher. Nintendo braucht den Erfolg dringend – ist die Nintendo Switch die neue Erfolgskonsole der Japaner?

Dass die Nintendo Switch neben Top-Features auch einige Flops im Gepäck hat, war nach der Vorstellung am 13. Januar ziemlich schnell klar: Die Gäste bei der Nintendo-Präsentation beklagten sich über für europäische Hände eher klein geratene Joy-Con-Controller und wunderten sich über die magere Speicheraustattung der Switch. Was sonst noch alles an der Nintendo Switch nervt, haben wir in der folgenden Liste zusammengetragen.

1. Echt jetzt? Kein Spiel bei der Konsole dabei?

Dass bei der Nintendo Switch – anders als bei der Wii etwa – kein Spiel im Paket liegt, klang erst völlig unglaublich. Der große Erfolg der Wii kam damals definitiv auch dadurch, dass Wii Sports zusammen mit der Konsole verkauft wurde. So haben viele Nicht-Spieler erst verstanden, wie leicht es ist, mit einer Konsole Spaß zu haben. Der Titel "1-2-Switch" wäre dazu ja auch prima geeignet. Nintendo sagt dazu, dass der Preis der Konsole noch höher sein müsste, wenn ein Spiel dabei ist und geht davon aus, dass sich "1-2-Switch" auch alleine verkauft. Und das kostet momentan fast 50 Euro!

2. Der Preis, gerade auch fürs Zubehör

Wer sich eine Nintendo Switch kaufen will, muss dafür tiefer in die Tasche greifen als für jede andere Nintendo-Konsole bisher. 329 Euro kostet das gute Stück – und das eben ohne Spiel! Dazu kommen saftige Preise fürs Zubehör. So wechseln für einen Nintendo Switch Pro Controller – das ist der für die Spieler mit großen Händen – knapp 70 Euro den Besitzer. Für ein zusätzliches Joy-Con-Set will Nintendo sogar noch zehn Euro mehr sehen –knapp 80 also. Am billigsten ist eine Joy-Con-Handgelenksschlaufe für 7 Euro. Für die absolute Grundausstattung sind also derzeit mindestens 380 Euro fällig, das nervt ganz schön. Vielleicht tut sich hier ja in den nächsten Monaten schnell etwas, und alles wird etwas billiger.

3. Zu kleine Controller für große Hände

Bei der Präsentation der Nintendo Switch hat sich ein schon vorher bestehender Verdacht schnell bewahrheitet: Die Joy-Con-Pads sind viel zu klein geraten. So nett die Idee ja ist: Dadurch, dass die Controller im Mobil-Modus nahtlos an die eigentliche Konsole andocken müssen, dürfen sie eben nicht größer ausfallen als das Tablet selber. Die smarte Design-Idee stellt sich als nervig für alle Spieler heraus, die nicht die Hände eines zehnjährigen Knirpses haben.

 Für große Hände zu klein: Die Joy-Con-Pads der Nintendo Switch. fullscreen
Für große Hände zu klein: Die Joy-Con-Pads der Nintendo Switch. (©TURN ON 2017)

4. Zu wenig Speicher: Ständig löschen angesagt?

Den Rotstift haben die Japaner nicht nur bei der Spiele-Ausstattung der Switch angesetzt, sondern auch beim Speicher. Noch ist nicht ganz klar, was alles in dem Speicher landet, dass aber 32 GB selbst dann zu knapp sind, wenn es nur Spielstände sein sollten, dürfte jedem klar sein. Aber da es ja auch möglich sein soll, Games herunterzuladen, müssen diese ja auch irgendwo gelagert werden. Prognose: 32 GB sind innerhalb von ein paar Wochen picke-packe voll, denn etwa "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" braucht alleine 13 GB – also fast die Hälfte zum Spielen! Nintendo hat hier als Lösung einen MicroSDCX-Karten-Slot eingebaut, sodass man – natürlich gegen Bares – zusätzlichen Speicherplatz dazukaufen kann. Es sollen Karten bis 2 TB funktionieren, die es allerdings noch nicht gibt und die auch entsprechend teuer sein dürften. Erstmal ist also nerviges Löschen oder Kartenwechseln angesagt.

 "The Legend of Zelda: Breath of the Wild": Der Titel benötigt 13 GB im knappen Speicher der Nintendo Switch. fullscreen
"The Legend of Zelda: Breath of the Wild": Der Titel benötigt 13 GB im knappen Speicher der Nintendo Switch. (©Nintendo of Europe 2017)

5. Spiele-Angebot (jetzt noch) zu dürftig

Das Spiele-Angebot für die Nintendo Switch sah zuerst nicht schlecht aus. Wichtige Titel wie das neue "Mario Kart 8 Deluxe" verspäten sich um ein  paar Wochen. Und dann gibt es ja auch noch "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" – aber reicht das wirklich, Nintendo? Der japanische Hersteller ruht sich scheinbar sehr auf bestimmten Toptiteln aus, aber schon die Ankündigung, dass das neue "Mario Kart" offenbar keine einzige neue Strecke im Angebot hat, ist eher gruselig, denn billig wird es ja vermutlich nicht. Die Hoffnungen richten sich jetzt auf ein "Mario Kart 9", das Nintendo in Arbeit haben könnte.

6. Schwache Leistung: Manche Spiele kommen gar nicht

 Skyrim Special Edition: Auf der Nintendo Switch kommt nur die ältere Originalversion. fullscreen
Skyrim Special Edition: Auf der Nintendo Switch kommt nur die ältere Originalversion. (©Bethesda Softworks 2016)

Während Nintendo-Klassiker ja immerhin in der Pipeline sind, fallen dagegen andere Titel gleich komplett aus: Top-Spiele wie "Mass Effect: Andromeda", "Borderlands" oder andere technisch anspruchsvolle Titel werden auf der Switch vermutlich nicht laufen. Stimmen die Gerüchte, dann wird es von "FIFA 17" nur die abgespeckte Version geben, die etwa auf der Xbox 360 oder der PS3 läuft. Und beim lange erwarteten "The Elder Scrolls V: Skyrim" handelt es sich um die sechs Jahre alte und angestaubte Original-Fassung und nicht um die Remaster-Version. Nintendo bleibt sich damit natürlich treu und schielt nicht auf Leistung und große Namen.

7. Online-Dienst kostet Geld

Anders als bei der Wii passt sich Nintendo in Sachen Online-Anbindung der Konkurrenz bei Sony und Microsoft an und verlangt für das Premium-Abo seines künftigen Online-Dienstes – ohne den kein Online-Multiplayer möglich sein wird – monatliche Gebühren. Dafür soll der Spieler dann auch im Gegenzug Retro-Spiele bekommen. Aber: Diese Titel, das hat der US-Boss von Nintendo Reggie Fils-Aimé letztens bestätigt, sind auch für Premium-Kunden nur einen Monat lang kostenlos verfügbar. Immerhin: Nintendo könnte das leicht ändern.

8. Mobil spielen – bringt's das wirklich?

Wie sich das mobile Spielen mit der Switch letztlich anfühlt, wird man erst noch sehen müssen. Die Nintendo Switch tritt dabei gegen harte Konkurrenz an, die auch noch überall verfügbar ist. Smartphones plus Games stecken in fast jeder Tasche und reichen vielen Zockern zum Daddeln unterwegs absolut aus. Und wer spielt in Bus und Bahn schon auf dem Tablet? Die Idee mit dem Tablet könnte sich als nervig herausstellen, weil man dann ein zweites teures Gerät mit sich herumtragen müsste, das gepflegt und aufgeladen werden will.

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