Ratgeber

Diese fünf Game-Controller sind der reine Wahnsinn

Das Controller-Massaker: Diese "Resident Evil"-Kettensäge ist kein Photoshop!
Das Controller-Massaker: Diese "Resident Evil"-Kettensäge ist kein Photoshop! (©YouTube/EniamRej 2015)

Ein Game-Controller muss ergonomisch sein, leicht zu bedienen und jederzeit absolut präzise. Eigentlich. Es geht aber auch anders: Wir haben uns durch das Kuriositätenkabinett der Spielegeschichte gewühlt und präsentieren die wohl verrücktesten Controller, die jemals erschienen sind.

Welcher Controller ist der beste? Ein heikles Thema unter Gamern. Den Einen sind die Analogsticks des PS4-Pads zu wabbelig, den Anderen sitzen die Schulterknöpfe des Xbox-One-Controllers einen Tick zu weit oben oder andersrum –  alles Geschmackssache. Über einen Punkt sind sich aber alle Gamer einig: Wenn man seine Spiele damit nicht präzise steuern kann, ist ein Controller nichts wert. Die hier vorgestellten Exoten beweisen, dass es auch anders geht: Ein abgefahrener Look ist wichtiger als perfekte Kontrolle.

Der blanke Horror: Die "Resident Evil 4"-Kettensäge

Im Horrorspektakel "Resident Evil 4" für Nintendos GameCube sorgte eine Gestalt ganz besonders für Panik unter Spielern: der grunzende Metzgermeister mit dem Jutesack auf dem Kopf. Bei Vielen löst das Geräusch seiner röhrenden Kettensäge bis heute Schweißausbrüche aus. Der wuchtige Controller im Kettensägen-Design ist eine blutige Hommage an den digitalen Schlächter: Alle Funktionen des normalen Gamepads finden sich im Gehäuse einer Plastik-Kettensäge. Das Spiel ist damit absolut spielbar, komfortabel ist der Klopper aber nicht. Zum Glück kommt er in einer formschönen Plastikvitrine – dieses Schmuckstück ist für den Alltagsgebrauch viel zu schade.

Ein Raumschiff als Pistole: "Captain Power"

"Captain Power" war eine kurzlebige Zeichentrickserie aus den späten 80er Jahren und ist heute weitestgehend vergessen. Ein Vermächtnis für die Ewigkeit ist aber das gleichnamige "Videospiel" aus dem Jahr 1987, das mit einer Art Pistole gespielt wurde, die wie ein Raumschiff aussah. Die Anführungszeichen um das Wort Videospiel sind übrigens kein Versehen: Tatsächlich handelte es sich nur um eine VHS-Kassette, die eine schlecht animierte Weltraumschlacht aus der Cockpitperspektive enthielt. Spieler schossen einfach auf alles auf dem Bildschirm und bekamen Punkte – das war's. Da jede Runde logischerweise absolut identisch verlief, langweilte "Captain Power" schon nach dem ersten Durchgang.

Das Pad zum Drehen: NeGcon

Das NeGcon (spricht man übrigens wie Neh-Gee-Con aus) war ein Drittherstellerpad für die PlayStation. Seine beiden Hälften waren über ein kleines Gelenk miteinander verbunden und ließen sich drehen. Wozu das gut sein sollte? Für Rennspiele. Auch wenn's komisch klingt: Racing-Games wie "Ridge Racer" ließen sich nach ein wenig Übung sensationell präzise steuern, indem man angedeutete Lenkbewegungen nachahmte. In der Rückschau ist das nicht mal sonderlich verwunderlich, denn das NeGcon basierte auf analogen Tastenbefehlen – sogar noch, bevor Sony selber seine Pads mit dieser Technik ausstattete. Heute ist das NeGcon ein begehrtes Sammlerstück.

Krieg der Plastikpistolen: SuperScope & Menacer

Schon wieder Plastikpistolen? Ja – denn der SuperScope für das Super NES und Mega Drives Menacer waren das perfekte Sinnbild für den Konsolenkrieg, der Anfang der 90er tobte. Nintendo gegen Sega, da wurde mit harten Bandagen gekämpft. Im Jahr 1992 brachten beide Spielegiganten ihre Version einer "knallharten" Videospielwumme auf den Markt. Der SuperScope erinnerte entfernt an eine Bazooka, Segas Menacer sah dagegen aus wie ... tja, wie eine Plastikpistole, auf die man ein Fernglas montiert hat. Ironie der Geschichte: Beide Geräte waren ziemlich schlecht. Und die paar Spiele, die dafür erschienen, noch schlechter. Heutzutage sind Lightguns kein Thema mehr.

Größer ist keiner: "Steel Battalion"

"Steel Battalion" ist ein Actionspiel, in dem man meterhohe Mechs steuert. Es erschien 2002 für die Xbox und wäre mittlerweile wohl vergessen – gäbe es da nicht den absolut größenwahnsinnigsten Controller der Videospielgeschichte, der nur für diesen Nischentitel entwickelt wurde. Die Bedieneinheit ist der Steuerungskonsole eines "echten" Mechs nachempfunden, hat rund 40 Knöpfe, drei Fußpedale und wiegt mehrere Kilo. Schon das Hochfahren und Starten seines virtuellen Kampf-Robos erfordert mehrere genau definierte Schritte und dauert etwa eine halbe Minute. Dieses Monster kostete schon zum Release 200 Dollar und der Preis ist mittlerweile natürlich um ein Vielfaches gestiegen. Auch wenn dieses überteuerte Stück Plastik völlig überflüssig scheinen mag: Stilvoller kann man nun mal keinen Mech steuern.

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