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Dieser Gaming-Kram von der CES 2019 ist völlig unnütz

So cool, wie Asus glaubt, ist das ROG Mothership eigentlich nicht.

Auf der CES 2019 haben die Hersteller von Gaming-Hardware einige beeindruckende High-End-Produkte gezeigt. Während Gaming-Monster wie ein 65-Zoll-Monitor, ein 17-Zoll großes Gaming-Tablet und der Alienware-Laptop mit Desktop-Prozessor auf den ersten Blick Eindruck schinden, sind sie jedoch eher unpraktisch. Hier ist das nutzloseste Gaming-Zeug der CES 2019.

Omen X Emperium 65: Ein TV, der ein Monitor sein möchte

Nvidia hat es mit seinen BFGDs (Big Format Gaming Displays) vorgemacht: Computer-Monitore in TV-Größe, die die Vorzüge von HDR-Fernsehern mit jenen von Gaming-Monitoren verbinden. So bietet der 65 Zoll große Omen X Emperium 65 144 Hz, 4K-Auflösung, HDR 1000 und G-Sync noch obendrauf. So etwas passt auf keinen Schreibtisch und ist somit unbrauchbar für alle, die nicht vom Sofa aus PC-Spiele machen. Und das tun nicht viele.

Die wahre Kunst wäre es, all diese Features in einen kleineren und dabei bezahlbaren Monitor zu packen. Bisherige Versuche dieser Art wie der 27 Zoll große HDR-Gaming-Monitor Predator X27 kosten nämlich über 2000 Euro. Stattdessen wird der Emperium 65 jedoch für über 5000 Euro auf den Markt kommen. Ja, man kann so etwas bauen. Muss man aber nicht.

Acer Predator Triton 900: Ein Gaming-Convertible, weil darum!

Der flexible Bildschirm des Acer Predator Triton 900 bietet ungefähr keine echten Vorteile.

Das Acer Predator Triton 900 ist ein Convertible für's Gaming. Das 17,3 Zoll große Gerät lässt sich auch als superschweres Tablet benutzen und dank Unterstützung eines aktiven Eingabestiftes kannst Du auf dem Bildschirm malen – denn das ist es schließlich, was Gamer so machen. Der Xbox Wireless Dongle lässt sich im Gehäuse unterbringen, damit er nicht aus dem Laptop heraussteht. Ein nettes Detail für ein so sinnloses Gerät, das bis zu 4000 US-Dollar kostet.

Asus ROG Mothership: Schweres Gaming-Tablet ohne Touchscreen

5 Kilogramm schweres Gaming-Tablet? Check!

Auch ein 17,3 Zoll großes Gaming-Tablet hat es noch nicht gegeben. Also baute Asus Prozessor, Grafikkarte und Co. aus Gaming-Laptops kurzerhand in einen fetten Bildschirm ein und nennt das "ROG Mothership". Dieser Bildschirm lässt sich mit der mitgelieferten Tastatur zu einem Laptop für unterwegs kombinieren oder Zuhause mit einer mechanischen Tastatur nutzen. Das Tablet wiegt allerdings 5 Kilogramm und muss mit zwei 280-Watt-Netzteilen betrieben werden, was der Mobilität ein klein wenig entgegenstehen mag. Übrigens hat das Gaming-Tablet keinen Touchscreen, denn wer braucht bitte ein Gaming-Tablet? Genau ...

Gigabyte Aero 15: Mit Künstlicher Intelligenz, die offenbar nichts bringt

Grundsätzlich zählt der kompakte Gigabyte Aero 15 zu den besten Gaming-Laptops auf dem Markt. In unserem Test konnte uns das letzte Modell voll überzeugen. Auch das Upgrade mit den neuesten Komponenten, das Gigabyte auf der CES 2019 zeigte, ist als solches zweifellos willkommen. Allerdings warb der Hersteller vielmehr damit, dass das Notebook dank einer Kooperation mit Intel der "erste KI-Laptop" sein soll. Allerdings bringt die KI, beurteilt an der CES-Demo eines unfertigen Systems, gar nichts.

Die Künstliche Intelligenz soll theoretisch Prozessor- und Grafikpower je nach benötigter Rechenkraft verteilen, aber hier sind den Bauteilen normalerweise sowieso keine Grenzen gesetzt und das jeweilige Programm oder Game kann sie voll ausreizen. Gigabyte und Intel bleiben jedenfalls noch den Beweis schuldig, dass die KI irgendeinen Vorteil bietet. Als Gaming-Laptop ist der neue Aero 15 dennoch sehr spannend.

Alienware Area 51m: Innovativ – theoretisch

Alienware-Area-51m fullscreen
Der Dell Alienware 51m ist zwar innovativ, aber wie es mit den Upgrades wirklich aussieht, muss Dell erst noch beweisen.

Zugegeben: Den Alienware Area 51m überhaupt nicht zu mögen, ist schwierig. Schließlich handelt es sich um einen innovativen Gaming-Laptop, der sich voraussichtlich mit neuer Grafikkarte und neuem Prozessor upgraden lässt und es steckt ein vollwertiger Desktop-Prozessor im Inneren.

Leider gibt es jedoch einige Fußnoten: Der Laptop erfordert gleich zwei fette Netzteile, was nicht für die Mobilität spricht, und für ein Upgrade der Grafikkarte ist ein passendes Grafikmodul von Dell erforderlich. Für ein Upgrade des Prozessors muss derweil der Sockel derselbe bleiben, aber den ändert Intel gerne mit neuen Chip-Generationen. Das sorgt bei uns für eine gewisse Skepsis, die Dell in Zukunft besänftigen oder upgraden kann.

Cybershoes: VR-Rollschuhe für 400 US-Dollar

Die "Cybershoes" sind VR-Schuhe, die Du im Sitzen nutzt und die zur Simulation des Laufens in Virtual-Reality-Spielen dienen. Du rollst im Grunde mit den Schuhen auf dem Boden herum, um Distanzen zu überwinden, was Spiele eher zum Rollschuh-Simulator als zum Lauf-Simulator werden lässt. Bei den Cybershoes handelt es sich um ein erfolgreich finanziertes japanisches Kickstarterprojekt und letztlich sollen die VR-Schuhe für 400 US-Dollar auf den Markt kommen. Für ein VR-Gadget, das einen kleinen Vorteil bieten kann oder auch nicht, ist das doch etwas happig.

Das sagt Andreas:
Viele High-End-Geräte auf dieser Liste dienen den Herstellern eher dazu, Eindruck zu schinden und um zu zeigen, was alles möglich ist – geschenkt. Ich hatte mir aber auch einige wirklich nützliche Gaming-Innovationen erhofft und was ist eigentlich mit denen?
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