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Gaming-Laptop: 9 Dinge, auf die Du beim Kaufen achten solltest

Du musst zum Zocken unterwegs keine 10.000 Euro für einen Gaming-Laptop wie den Acer Predator 21X ausgeben.
Du musst zum Zocken unterwegs keine 10.000 Euro für einen Gaming-Laptop wie den Acer Predator 21X ausgeben. (©TURN ON 2017)

Gaming-Laptops zum Zocken unterwegs bieten inzwischen eine hohe Leistung. Sie kosten im Vergleich zu Gaming-PCs aber auch deutlich mehr. Du kannst Geld sparen, wenn Du Dir vorher überlegst, welche Features Du brauchst und welche nicht. Auf diese 9 Dinge solltest Du beim Kauf achten.

1. Größe: Muss es ein Großer sein?

Gaming-Laptops sind normalerweise größer, schwerer und dicker als Business-Notebooks. Das liegt daran, dass High-End-Grafikkarten darin unterkommen und gut gekühlt werden müssen, ohne dass die Lärmerzeugung zu hoch wird.

Kleinere Gaming-Notebooks wie das Alienware 13 mit einem 13,3 Zoll großen Bildschirm oder das Razer Blade mit einem 14 Zoll großen Display sind daher nicht mit den leistungsfähigsten mobilen Grafikkarten ausgestattet, sondern mit schwächeren Modellen, die keine Riesenkühler benötigen. Die Nvidia GTX 1060 mit 6 GB Grafikspeicher in diesen beiden Laptops genügt allerdings für das flüssige Zocken der neuesten Spiele in Full HD.

 Kleinere Gaming-Laptops wie das Alienware 13 bieten nicht die schnellste Grafikkarte. fullscreen
Kleinere Gaming-Laptops wie das Alienware 13 bieten nicht die schnellste Grafikkarte. (©Dell 2017)

2. Display: IPS, G-Sync oder gar OLED?

Die höchste Bildqualität bieten die neuen OLED-Displays. Bislang hat nur das 2180 Euro teure Modell des Alienware 13 unter den Gaming-Notebooks ein solches Display. IPS ist die nächstbeste Technik, leidet aber noch häufig unter dem Problem, dass IPS-Screens langsamer schalten und somit für schnelle Action-Spiele weniger geeignet sind als TN-Displays. Allerdings gibt es hier Fortschritte.

Derweil bieten TN-Displays schwächere Farben, schalten aber besonders schnell und eignen sich daher sehr gut für Multiplayer-Shooter und Rennspiele. Nvidia G-Sync passt derweil die Bildwiederholrate des Displays dynamisch an die der Grafikkarte an und sorgt für eine flüssigere Spielerfahrung. Beispielsweise bietet das MSI GT62VR 7RE Dominator Pro eine Kombination aus IPS und G-Sync.

 Das MSI GT62VR 7RE Dominator Pro kombiniert IPS mit G-Sync. fullscreen
Das MSI GT62VR 7RE Dominator Pro kombiniert IPS mit G-Sync. (©MSI 2017)

3. Prozessor: Welcher Chip ist gut fürs Zocken?

Für Computerspiele empfiehlt sich ein Quad-Core-Prozessor von Intel, entweder ein i5-Chip oder ein schnellerer i7-Prozessor. Hyperthreading brauchst Du für Games im Grunde nicht, weil aktuelle Spiele für vier Prozessorkerne angepasst sind. Der Prozessor muss nicht zur neuesten Generation gehören, da die Geschwindigkeitsfortschritte bei neueren Intel-Generationen wenig dramatisch ausfallen. Die energieeffiziente "U"-Version der Intel-Chips ist zum Spielen nicht die erste Wahl.

 Ein Gaming-Laptop sollte zumindest einen Quad-Core-Prozessor von Intel mitbringen wie den Intel Core i7-6700HQ im Acer Predator 17. fullscreen
Ein Gaming-Laptop sollte zumindest einen Quad-Core-Prozessor von Intel mitbringen wie den Intel Core i7-6700HQ im Acer Predator 17. (©Acer 2017)

4. Arbeitsspeicher: Wie viel RAM brauchst Du?

Für das Spielen brauchst Du für aktuelle Games 8 GB Arbeitsspeicher, am besten im Dual-Channel-Betrieb mit zwei Mal 4 GB RAM. Der Arbeitsspeicher sollte auf 1600 MHz oder höher getaktet sein. 16 GB RAM oder mehr brauchst Du Dir nur für das Spielen aktuell nicht zu kaufen.

 Das Acer Predator 21X bietet 64 GB Arbeitsspeicher – aber die braucht man auch mit den modernsten Spielen in den höchsten Einstellungen eigentlich nicht. fullscreen
Das Acer Predator 21X bietet 64 GB Arbeitsspeicher – aber die braucht man auch mit den modernsten Spielen in den höchsten Einstellungen eigentlich nicht. (©TURN ON 2017)

5. Festplatte: Muss es eine SSD sein?

Du brauchst nicht unbedingt eine SSD-Festplatte zum Spielen, aber aufgrund der erheblich schnelleren Ladezeiten macht das Zocken schon mehr Spaß damit. Die SSD sollte mindestens 240 GB groß sein, da Du zumindest 120 GB für das Betriebssystem und für andere Dateien als für Spiele freihalten solltest. Welchen Formfaktor die SSDs haben, ob nun 2,5 Zoll oder die kleinen mSata- und M.2-Formfaktoren, ist weniger entscheidend. Die M.2-SSDs sind unter Umständen die schnellsten, aber der Unterschied zu mechanischen Festplatten ist viel größer.

 Eine SSD beschleunigt die Ladezeiten in Spielen erheblich. fullscreen
Eine SSD beschleunigt die Ladezeiten in Spielen erheblich. (©Pixabay / pagefact 2017)

6. Grafikkarte: Brauchst Du die Neueste?

Die Grafikkartenleistung hat dank der aktuellen Nvidia Pascal-Generation einen großen Schritt nach vorne gemacht. Noch erfährt Nvidia im Gegensatz zum Desktop-Bereich keine wirkliche Konkurrenz seitens AMD. Du solltest also tatsächlich eine Grafikkarte der aktuellen Pascal-Generation von Nvidia für Deinen Gaming-Laptop wählen.

Zur Wahl stehen die GTX 1060 (Full HD), 1070 (QHD) oder die GTX 1080 (4K), wobei Laptops mit der 1080 wie der ASUS G701VI-BA032T einen deutlichen Aufpreis haben. Letztlich empfehlen wir den meisten Interessenten daher, einen Gaming-Laptop mit der Nvidia GTX 1060 (6 GB Videospeicher) oder einen mit der GTX 1070 zu kaufen.

 Das ASUS ROG G701VI-BA032T bietet mit der GTX 1080 die leistungsstärkste mobile Grafikkarte. fullscreen
Das ASUS ROG G701VI-BA032T bietet mit der GTX 1080 die leistungsstärkste mobile Grafikkarte. (©Asus 2017)

7. Tastatur: RGB und mechanisch?

Desktop-Gamer schwören auf mechanische Tastaturen, bei denen Du den Tastendruck deutlich spürst und hörst. Für Notebooks ist das aber unter Umständen gar nicht so praktisch, schließlich belästigst Du mit den Klickgeräuschen unterwegs Deine Umgebung.

Die RGB-Beleuchtung hat Vorteile bei schlechten Lichtverhältnissen und hilft, um schnell die passenden Tasten für das jeweilige Spiel zu treffen. Du benötigst in der Regel aber auch dieses Feature nicht unbedingt. Eine Tastenbeleuchtung als solche empfiehlt sich aber für viele Gamer, ebenso hilft eine einfarbige Beleuchtung beim schnellen Tippen auf die richtigen Tasten.

 Das Lenovo IdeaPad Y910 bietet eine mechanische RGB-Tastatur. fullscreen
Das Lenovo IdeaPad Y910 bietet eine mechanische RGB-Tastatur. (©YouTube / Discharged 2017)

8. Preis: Immer noch zu teuer?

Selbst, wenn Du einen Desktop-Gaming-PC, Tastatur, Maus und Monitor kaufst, bleibst Du bei vergleichbarer Leistung trotzdem noch unter dem Preis eines Gaming-Notebooks. Das liegt daran, dass in Laptops leistungsstarke Komponenten auf einem viel kleineren Raum unterkommen müssen.

Zum Beispiel kostet ein Smartphone mit vergleichbarer Leistung erheblich mehr als ein Laptop (übrigens haben Flaggschiff-Smartphones nur bestenfalls die Leistung von Einsteiger-Laptops). Letztlich zahlst Du für die Ingenieurskunst und die Bauteile, die nötig sind, diese Power im Kleinformat unterzubringen und sie mit einem Akku anzutreiben, spürbar drauf.

 Unterwegs spielen ohne dabei ein Vermögen auszugeben klappt auch mit der Nintendo Switch. fullscreen
Unterwegs spielen ohne dabei ein Vermögen auszugeben klappt auch mit der Nintendo Switch. (©Nintendo 2016)

Wenn Du nur zu Hause zockst, solltest Du Dir aus diesem Grund besser einen Desktop-PC kaufen. Diesen kannst Du leichter aufrüsten, er ist günstiger und noch immer etwas leistungsfähiger. Falls Du jedoch unterwegs zocken möchtest und Dir Gaming-Notebooks zu teuer sind, könntest Du über Smartphones zum Spielen nachdenken oder natürlich über die Nintendo Switch.

9. Mehr Tipps von Alex und Jens

Zu guter Letzt möchten wir auf ein Video von Alex und Jens hinweisen. Sie beantworten anhand des HP Omen 15 die Frage, welche Mindestanforderungen ein Gaming-Laptop haben sollte.

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