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Gaming-Maus: Auf diese 7 Dinge solltest Du beim Kauf achten

Sollte eine Gamer-Maus kabellos sein wie Logitechs PowerPlay-Mäuse?
Sollte eine Gamer-Maus kabellos sein wie Logitechs PowerPlay-Mäuse? (©TURN ON 2017)

Welche ist die beste Gaming-Maus für Dich? Im Vergleich zu Office-Mäusen liegen die Exemplare für Gamer besser in der Hand, sind genauer und lassen sich individuell anpassen. Nach unseren Tests erklären wir sieben Dinge, worauf Gamer beim Kauf achten sollten.

1. Mit oder ohne Kabel?

Früher waren kabellose Mäuse langsam und Eingaben wurden nur verzögert an den PC weitergeleitet. Die Zeiten sind vorbei. Heute funktionieren Wireless-Mäuse genauso präzise wie kabelgebundene Varianten. Eines hat sich aber nicht geändert: Kabellose Funkmäuse kosten spürbar mehr Geld. Sie haben die Vorteile, dass das Kabel nicht beim Spielen stört und dass Du sie flexibler, etwa auch auf der Couch, einsetzen kannst.

Der Nachteil besteht bei den meisten Wireless-Mäusen – bis auf die empfehlenswerten Logitech-Powerplay-Exemplare – darin, dass Du ihren Akku gelegentlich aufladen musst, sonst geht Dir mitten im Spiel die Puste aus. Ob Dich das Kabel beim Zocken überhaupt stört, musst Du selbst ausprobieren – wenn nicht, sparst Du Geld. Eine empfehlenswerte Kabelmaus ist die Roccat Kone EMP oder ihr Nachfolger Kone Aimo, und die wohl beste Wireless-Maus ist die Logitech G903 oder, falls Du das Powerplay-Mauspad zum kabellosen Laden nicht brauchst, ihr Vorgänger Logitech G900 Chaos Spectrum.

 Die Logitech G703 und die G903 sind die ersten Gaming-Mäuse, die Du dank des Lade-Mauspads nie eigenhändig aufladen musst. fullscreen
Die Logitech G703 und die G903 sind die ersten Gaming-Mäuse, die Du dank des Lade-Mauspads nie eigenhändig aufladen musst. (©TURN ON 2017)

2. Laser oder optisch?

Sind Mäuse mit sogenannter Laser-Abtastung oder jene mit optischer Abtastung besser? So dramatisch unterscheiden sich die beiden Typen gar nicht. Eigentlich sind "Laser"-Mäuse nämlich keine wirklichen Laser-Mäuse, sondern es handelt sich um eine spezielle Variante der optischen LED-Mäuse, die mit roten LEDs funktionieren.

Das Infrarot-Licht der "Laser"-Mäuse hat eine andere Wellenlänge und reicht tiefer in die Struktur des Materials, auf dem die Maus liegt, hinunter. Beide Maus-Varianten zeichnen tausende Bilder pro Sekunde mit ihrem CMOS-Sensor auf und vergleichen die Bilder der jeweiligen Oberfläche, um die Bewegung zu bestimmen.

Da bei Mäusen nur die Bewegungsdistanz zählt und die Materialstruktur völlig egal ist, erfassen "Laser"-Sensoren viele unnötige Informationen. Darum sind optische Mäuse für ihren Zweck unter Umständen etwas genauer. Legst Du die Mäuse auf eine geeignete Oberfläche wie ein Mauspad, hebt sich der Unterschied jedoch auf.

 Die Razer Mamba Chroma Wireless hat einen Laser-Sensor. fullscreen
Die Razer Mamba Chroma Wireless hat einen Laser-Sensor. (©Razer 2017)

3. Genauigkeit: Sind mehr DPI besser?

Wie eine Kamera mit mehr Megapixeln nicht unbedingt die besseren Fotos macht, sind auch Mäuse mit einem höher aufgelösten Sensor nicht unbedingt genauer. Es kommt darauf an, wie der Hersteller an die höheren DPI der neuen Maus gekommen ist. Nutzt er denselben Sensor wie zuvor und hat einfach die ursprüngliche Auflösung in kleinere Einheiten unterteilt oder hat er einen neueren und genaueren Sensor verbaut?

Wenn Du Dir eine neue Maus für mehr Präzision kaufen möchtest, solltest Du also darauf achten, ob auch ein neuerer und besserer Sensor an Bord ist oder ob einfach mehr DPI auf der Verpackung stehen. In letzterem Fall kann die Maus sogar weniger genau sein als ihr Vorgänger, weil der Sensor relevante Informationen nicht mehr von weißem Rauschen unterscheiden kann. Die aktuellen Maus-Sensoren von Gaming-Mäusen haben generell ein hohes Niveau erreicht, falls Du nicht zu wenig Geld (unter 50 Euro) ausgibst.

 Die Razer Deathadder Chroma gehört mit ihrem 16.000-DPI-Sensor zu den besten Gaming-Mäusen – aber nicht wegen der DPI-Menge. fullscreen
Die Razer Deathadder Chroma gehört mit ihrem 16.000-DPI-Sensor zu den besten Gaming-Mäusen – aber nicht wegen der DPI-Menge. (©Razer 2017)

4. Besondere Features: Beleuchtung, Gewichte und Co.

Braucht eine Gaming-Maus Features wie Zusatzbuttons an den Seiten, Gewichte zum Einsetzen und eine RGB-Beleuchtung? Die meisten Spieler werden darauf verzichten können, aber es gibt sicher Profi-Gamer, die bestimmte Maus-Buttons programmieren und das Gewicht an ihre Handstärke anpassen, damit die Maus nicht zu schnell und nicht zu langsam über das Pad rutscht.

Die RGB-Beleuchtung dient allenfalls dazu, dass Du die Maus im Dunkeln erkennst. Die Beleuchtung sieht außerdem stilvoll aus und Du kannst sie mit jener einer RGB-Tastatur synchronisieren und vielleicht auch mit der PC-Beleuchtung.

 Das Gewicht der Logitech G903 kannst Du anpassen. fullscreen
Das Gewicht der Logitech G903 kannst Du anpassen. (©TURN ON 2017)

5. MMO: Mäuse für bestimmte Genres?

Inzwischen gibt es spezielle Gaming-Mäuse für MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena), RTS (Echtzeitstrategie) und für MMOs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game, z.B. "World of Warcraft"). MMO-Mäuse wie die Corsair Scimitar Pro RGB unterscheiden sich am meisten von anderen Mäusen, denn sie bieten ein Nummernfeld mit mehreren Reihen an der linken Seite. Die Scimitar Pro RGB kommt auf ganze 17 Tasten.

Hierzu musst Du wissen, dass Spiele für die Eingabegeräte angepasst werden, welche die meisten Gamer verwenden. Und das sind keine Mäuse mit 17 Tasten. Trotzdem gibt es MMO-Spieler, die auf solche Mäuse schwören. Falls sie dich interessieren und Du Dich mit der Konfiguration der Maus-Buttons befassen möchtest, solltest Du sie einmal ausprobieren – ein Must-Have sind sie nicht.

 MMO-Mäuse wie die Corsair Scimitar Pro RGB bieten zahlreiche programmierbare Buttons an der Seite. fullscreen
MMO-Mäuse wie die Corsair Scimitar Pro RGB bieten zahlreiche programmierbare Buttons an der Seite. (©TURN ON 2017)

6. Ergonomie: Passt sie in Deine Hand?

Es gibt unterschiedlich große Gamer-Mäuse: Welche für Deine Hand am besten geeignet ist, solltest Du am besten im örtlichen Elektronikmarkt ausprobieren. Außerdem sollten Linkshänder unbedingt darauf achten, dass die Gaming-Maus auch für sie optimiert ist. Ein Beispiel für eine gute Beidhänder-Maus ist die Steelseries Sensei 310.

 Die Steelseries Sensei 310 ist auch für Linkshänder geeignet. fullscreen
Die Steelseries Sensei 310 ist auch für Linkshänder geeignet. (©Steelseries 2017)

7. Preis: Nicht zu heiß und nicht zu kalt

Schließlich spielt auch der Preis eine Rolle, denn wenn Du zu wenig ausgibst, taugt die Maus nichts und Du kannst Dir bald eine neue besorgen. Gibst Du zu viel aus, hast Du weniger Geld für andere wichtige Dinge. Eine relativ günstige und gute Gaming-Maus mit sinnvollen Features ist die Kingston HyperX Pulsefire für ungefähr 50 Euro. Für um die 70 Euro gibt es die Razer DeathAdder Elite, die oftmals sogar zu den besten Gaming-Mäusen gezählt wird. Für 80 Euro ist die Roccat Kone EMP erhältlich, die für Gamer mit großen Händen optimal ist.

 Die meisten Gamer werden mit der präzisen und günstigen Kingston HyperX Pulsefire zufrieden sein. fullscreen
Die meisten Gamer werden mit der präzisen und günstigen Kingston HyperX Pulsefire zufrieden sein. (©Kingston 2017)

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