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Gaming-Monitor: Diese 7 Features sind wirklich wichtig

Ein neuer Gaming-Monitor soll auf Deinem Schreibtisch stehen – doch welche Features braucht ein Monitor für Gamer wirklich? Hier erklären wir alles von G-Sync über IPS bis hin zu 144 Hz und nennen dabei empfehlenswerte Monitore für PC-Spieler. Auf diese 7 Features solltest Du für Deinen Gaming-Monitor achten.

1. Bildwiederholfrequenz: Über 100 Hz

Falls Du schnelle Games wie Shooter und Rennspiele zockst, sollte Dein Monitor mit einer Bildwiederholfrequenz von über 100 Hertz ausgestattet sein. Den Unterschied zwischen 60 und über 100 Hertz bemerkst Du bereits auf dem Desktop beim Fenster-Verschieben.

Monitore mit über 100 Hz helfen gegen Tearing, Inputlag und Bewegungsunschärfe und sorgen somit für ein ruhigeres Bild und für eine schnellere Umsetzung Deiner Eingaben. Ob ein Monitor derweil 100 Hz, 120 Hz, 144 Hz oder gar 240 Hz anzeigen kann, ist weniger entscheidend. Der ViewSonic XG2401 mit 144 Hz und FreeSync-Support bietet trotz TN-Panel einen hohen Kontrast mit akkuraten Farben. Ähnlich gut ist der Asus MG248Q mit den grundlegend gleichen Features. Die Monitore bewegen sich im Preisbereich von um die 270 bis 320 Euro.

 Der Asus MG248W ist dank 144 Hz und G-Sync für schnelle Spiele gerüstet. fullscreen
Der Asus MG248W ist dank 144 Hz und G-Sync für schnelle Spiele gerüstet. (©Asus 2017)

2. Reaktionszeit: 1-6 Millisekunden

Wichtig ist auch eine geringe Reaktionszeit der Monitore, die in Millisekunden angegeben wird. Früher war die Reaktionszeit von IPS-Monitoren zu niedrig für flotte Spiele, aber heute haben Gaming-Monitore praktisch alle schnelle Reaktionszeiten von einer bis sechs Millisekunden. Bei einem Grafik- oder Officemonitor kann die Reaktionszeit aber weiterhin zu niedrig sein.

3. G-Sync oder FreeSync: Für ein flüssiges Bild

G-Sync und FreeSync synchronisieren die Bildwiederholrate des Monitors mit der Bildausgaberate der Grafikkarte. So werden Darstellungsfehler wie Tearing vermieden. Dank dieser Technologien laufen alle Spiele flüssiger und fehlerfreier über den Bildschirm. Für schnelle Spiele empfiehlt sich aber trotzdem ein Monitor mit über 100 Hz. Ob dieser außerdem G-Sync oder FreeSync unterstützt, ist nicht so wichtig, falls Du sowieso in Deinen Spielen über 60 FPS erreichst. Andernfalls bietet sich eine Kombination der Technologien an. Mehr über G-Sync und FreeSync erfährst Du hier.

Unter den G-Sync-Monitoren empfehlen wir etwa den Asus ROG Swift PG258Q. Der 24-Zoll-TN-Monitor löst zwar nur mit Full-HD auf, aber in Hinblick auf die Gaming-Leistung müssen hier keine Abstriche gemacht werden und auch die Bildqualität ist sehr ordentlich. Der Monitor bietet für seine rund 560 Euro sogar eine Bildwiederholrate von 240 Hz. Für um die 750 Euro gibt es den AOC AG271QG, ein 27 Zoll großer QHD-Monitor mit IPS-Panel, G-Sync und 165 Hz noch oben drauf. Hier überzeugen neben der Gaming-Leistung auch Helligkeit, Kontrast und Farben, weshalb der Preis angemessen erscheint. Einige FreeSync-Monitor-Tipps gibt es oben unter "Bildwiederholfrequenz".

 Der AOC-AG271QG bietet das volle Gaming-Paket mit G-Sync, 165 Hz und Co. fullscreen
Der AOC-AG271QG bietet das volle Gaming-Paket mit G-Sync, 165 Hz und Co. (©AOC 2017)

4. Auflösung: Muss es 4K sein?

Eine hohe Auflösung wie 4K sieht beeindruckend aus. Die Spielwelt wirkt viel echter und greifbarer. Allerdings sind moderne Spiele mit 4K-Auflösung extrem fordernd und höchstens die über 700 Euro teure Grafikkarte Nvidia GTX 1080 Ti bringt aktuelle Spiele in 4K halbwegs flüssig auf den Bildschirm. Daher empfiehlt sich aktuell in der Regel eher ein QHD-Monitor, wobei sich die Pixeldichte eines 27 Zoll großen QHD-Monitors nicht allzu sehr von der eines 24 Zoll großen Full-HD-Monitors unterscheidet. Ein größerer Monitor zieht den Spieler mehr ins Geschehen hinein.

Für ein flüssiges Spielgeschehen sind die FPS, die Bilder pro Sekunde, wichtiger als die Auflösung und mehr FPS erreichst Du bei einer niedrigeren Monitorauflösung. Hier musst Du Dich informieren, was Deine Grafikkarte leisten kann. Falls Deine Grafikkarte mitspielt: Der LG 27UD68P für 540 Euro und der ViewSonic XG2700-4K für um die 700 Euro sind gute 4K-Monitore für Gamer.

 Hast Du eine 4K-fähige Grafikkarte, empfiehlt sich ein Monitor wie der LG 27UD58P. fullscreen
Hast Du eine 4K-fähige Grafikkarte, empfiehlt sich ein Monitor wie der LG 27UD58P. (©LG 2017)

5. Paneltechnik: IPS, TN oder andere?

Theoretisch wäre die kontrastreiche, farbenfrohe und dabei auch noch schnelle OLED-Paneltechnik für Games am besten geeignet. Allerdings gibt es noch keine OLED-Monitore. Der Gaming-Laptop Alienware 13 ist optional mit einem OLED-Display erhältlich und lässt erahnen, was einst auf die Spieler zukommen könnte. Bis dahin bieten IPS-Panels die beste Bildqualität und sind inzwischen auch schnell genug für das Gaming.

Für IPS-Panels mit G-Sync und über 100 Hz zahlst Du allerdings im Vergleich zu TN-Panels drauf. Diese sind dafür nicht so blickwinkelstabil und neigen zu vergleichsweise verwaschenen Farben. Ansonsten gibt es noch VA-Panels, die mehr Kontrast bieten als die anderen, aber weniger blickwinkelstabil sind als IPS-Panels und auch tendenziell die Farben schlechter darstellen. Der Acer Predator Z301CT mit G-Sync und 200 Hz ist ein Beispiel für einen sehr guten Gaming-Monitor mit VA-Panel.

 Der Acer Predator Z301CT bietet neben G-Sync und 200 Hz ein kontrastreiches VA-Panel. fullscreen
Der Acer Predator Z301CT bietet neben G-Sync und 200 Hz ein kontrastreiches VA-Panel. (©Acer 2017)

6. Ergonomie, Anschlüsse und Verarbeitung: Auf Kompatibilität achten

Das Design ist eine Geschmacksfrage, aber einen billigen Plastikmonitor schaltest Du vielleicht weniger gerne an als einen ordentlich verarbeiteten Monitor mit einem verstellbaren Ständer. Auch auf die Anschlussmöglichkeiten solltest Du achten, damit die Ausgänge an Deiner Grafikkarte zu den Eingängen in Deinem Monitor passen. G-Sync funktioniert außerdem nur mit DisplayPort 1.2 oder höher.

Wenn Du auch eine PS4 Pro oder Xbox One X besitzt oder kaufen möchtest, dann sollte der Monitor neben einer 4K-Auflösung einen HDMI-2.0-Anschluss bieten. Über passende Konsolen-Monitore und -Fernseher erfährst Du alles hier.

7. HDR: Braucht das ein Monitor?

Mit dem Dell UltraSharp UP2718Q ist bereits ein erster Monitor mit HDR-Premium-Support im Handel erhältlich. Er kostet jedoch 2000 Euro und richtet sich eher an Grafiker. Im Jahr 2018 erscheinen dann die ersten HDR-Monitore für Gamer mit G-Sync-HDR-Unterstützung oder mit FreeSync 2. Allerdings kosten diese Monitore anfangs mindestens 1500 Euro. Wenn Du kein gut betuchter Early-Adopter bist, solltest Du Dich daher vielleicht eher in Geduld üben, falls Dich HDR interessiert.

 Der HDR-Monitor Asus Rog Swift PG27UQ erscheint erst 2018. fullscreen
Der HDR-Monitor Asus Rog Swift PG27UQ erscheint erst 2018. (©Asus 2017)

Trotz der Vorteile wie einem helleren Bild, mehr Kontrastabstufungen und einen größeren Farbraum hat HDR für PC-Zocker auch einen Nachteil: Die Bilder leuchten Dir mit ihrer hohen Helligkeit direkt in die Augen, weil Du näher vor dem Monitor sitzt. Ein ernsthaftes Urteil lässt sich jedoch erst fällen, wenn die HDR-Monitore wie der Acer Predator X27 oder der Asus ROG Swift PG27UQ nächstes Jahr im Handel erhältlich sind. Es wäre gut möglich, dass HDR auch bei PC-Monitoren, wie heute schon bei Fernsehern, zum neuen Standard wird.

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