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Hardware-Hunger: 8 Games, die den PC total ausgereizt haben

"Supreme Commander" ist auch Jahre nach dem Erscheinen noch eine Herausforderung für PCs.
"Supreme Commander" ist auch Jahre nach dem Erscheinen noch eine Herausforderung für PCs. (©THQ 2015)

PC-Hardware muss vor allem deshalb immer leistungsfähiger werden, weil Spiele immer mehr Power voraussetzen. Seit Jahren treiben die Games-Entwickler daher auch den Fortschritt bei Prozessoren, Speichern und vor allem Grafikkarten voran.

Es gab immer wieder und es gibt nach wie vor Games, die trotz aller Hardware-Power selbst auf den teuersten und schnellsten Rechnern einfach nicht ruckelfrei laufen. Nicht selten sind solche Games zwar dem Namen nach Knaller, aber verbuggt ohne Ende, so dass sich nur ein Diaschau-Spielvergnügen in Einzelbildern einstellen will. Und das ist keins.

Wir sind für Dich in die Tiefen der Games-Geschichte hinabgeklettert und haben recherchiert, welche acht Spiele eigentlich die schlimmsten Hardware-Fresser ihrer Zeit waren. Dabei sind wir auf altbekannte Titel gestoßen – aber auch auf die eine oder andere Überraschung. Eine Rangliste stellt unsere Sammlung natürlich nicht dar, weil auch die einzelnen Titel untereinander schwer vergleichbar sind.

1. "Minecraft"

Was? Das Klötzchenspiel soll Hardware-Hunger haben? Allerdings, und das nicht zu knapp: Zwar nicht in der originalen Version. Wenn man aber die eine oder andere Modifikation installiert, können die pixeligen Würfel Deinen PC schnell in die Knie zwingen. Besonders Shader-Mods, mit denen sich die Optik des Titels verbessern lässt, reizen auch moderne PCs zuverlässig bis an die Grenzen aus.

2. "Wing Commander 3 - Heart of the Tiger"

"Wing Commander" ist der Klassiker, bei dessen Erscheinen die Zocker stets schnell die PC-Läden gestürmt haben. Um die ganze, für damalige Verhältnisse gigantische 3D-Grafikpracht auch ruckelfrei genießen zu können, reichte selbst ein nagelneuer Pentium nicht aus. Der empfohlene 486er war sowieso chancenlos.

3. "Outcast"

"Outcast" war ein ganz besonderes Spiel, das verschiedene Grafiktechniken geschickt kombinierte, um anno 1999 ein gewaltiges optisches Feuerwerk abzubrennen. Aber: Wer so mit dem Feuer spielt... Es gab kaum einen PC, der beim Erscheinen des auch spielerisch anspruchsvollen Titels mithalten konnte. Denn statt mit der Grafikkarte wurden die aufwendigen Bilder bei "Outcast" hauptsächlich per Hauptprozessor berechnet, was dort wieder für neue Engpässe sorgte. Dafür war aber immerhin keine besonders teure Grafikkarte nötig.

4. "Crysis"

Die Spiele aus dem deutschen Crytek-Studio sind oft genug übelste Hardware-Killer, so auch "Crysis", das im Jahr 2007 auf den Markt kam. Um die Grafikpracht bewundern zu können, waren ein Zweikern-Prozessor, 2 GB RAM und eine leistungsfähige GeForce-Grafikkarte notwendig. So ein System war damals richtig teuer. Auch der 2013 erschienene Nachfolger "Crysis 3" war zu dem Zeitpunkt das hardware-hungrigste Spiel auf dem Markt.

5. "Sim City 4"

Als "Sim City 4" 2003 auf den Markt kam, waren die Erwartungen gewaltig. Es löste das in die Jahre gekommene "Sim City 3000" ab  – nur spielen konnte man es kaum. Selbst mit einem Top-Rechner wurde die Simulation nach und nach immer langsamer und lief mit zunehmender Spieldauer irgendwann im Zeitlupentempo ab. Erst ein Update und eine neue Rechnergeneration ließen ein dauerhaft flottes Spielen zu.

6. "Ultima 9: Ascension"

Als "Ultima 9: Ascension" im Jahr 1999 auf den Markt kam, war es nicht nur wegen der absurd hohen Hardware-Anforderungen fast unspielbar, es war auch verbuggt ohne Ende. Die Entwicklung hatte wegen eines kompletten Redesigns zu lange gedauert und Publisher Electronic Arts drückte den Titel mit Macht viel zu früh in den Handel. Erst 2012 (!) kam ein Patch auf den Markt, der die Performance verbesserte. Vorher war der Titel nur auf High-End-Rechnern halbwegs spielbar.

7. "Strike Commander"

Als "Strike Commander" 1993 auf den Markt kam, war es wegen der hohen Hardware-Anforderungen nahezu unspielbar. Man brauchte einen für damalige Verhältnisse teuren und schnellen 486DX2-Rechner mit sage und schreibe 8 MB Arbeitsspeicher. Das Spiel selbst kam nach vier Jahren Entwicklungszeit mit zwei Jahren Verspätung in die Läden und zeigte dafür erstmals realistisch wirkende Umgebungen.

8. "Supreme Commander"

"Supreme Commander" kam 2007 heraus und war auch Jahre danach noch kaum spielbar – jedenfalls nicht mit den optisch besten Einstellungen. Der Hunger des Games nach Hardware ist happig: Mindestens ein 3-Gigahertz-Prozessor, 8 GB Platz auf der Festplatte plus eine entsprechende Grafikkarte. Die vielen Einheiten, die gigantische Sichtweite und die riesige Welt zehren heftig an den Ressourcen des PCs.

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