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Ikonen der Videospielgeschichte: 10 krasse Videospiel-Heldinnen

Die Protagonistin Aloy aus "Horizon Zero Dawn" könnte zu einer neuen Videospiel-Ikone werden.
Die Protagonistin Aloy aus "Horizon Zero Dawn" könnte zu einer neuen Videospiel-Ikone werden. (©Sony 2017)

Coole Heldinnen statt Muskel-Machos: Lara Croft, Jill Valentine, Chun Li – wir stellen 10 weibliche Videospielcharaktere vor, die der Männerwelt zeigen, wo es lang geht!

Unbestätigten Gerüchten zufolge sind Videospiele meist von Männerhand für Männer gemacht. Weibliche Figuren haben in Games oftmals nur eine Nebenrolle. Doch zum Glück gibt es einige Ausnahmen. Denn: So manche Heldinnen zählen zu den besten Charakteren, die jemals über die Bildschirme flimmerten. Wir geben einen Überblick über 10 Ausnahmeerscheinungen.

1. Aloy – "Horizon Zero Dawn" (2017)

Sie hat das Zeug, eine neue Generation von Heldinnen anzuführen: die rothaarige Jägerin Aloy aus dem Action-RPG "Horizon Zero Dawn". In einer riesigen, postapokalyptischen Open-World kämpft die unerschrockene Draufgängerin fernab von Spiele-Klischees und einer reinen Sexualisierung ihrer Figur gegen gigantische Maschinen ums Überleben. Laut den Entwicklern ließ man sich für Aloy von Ripley aus "Alien", Ygritte aus "Game of Thrones" und Sarah Connor aus "Terminator" inspirieren.

2. Lara Croft – "Tomb Raider" (1996)

Die Schatzjägerin Lara Croft ist die wohl bekannteste weibliche Games-Hauptfigur und eine der ersten überhaupt. Während die Actionheldin in früheren Titeln der Spielereihe "Tomb Raider" mit ihrem übertriebenen XXL-Busen und kaum vorhandener Bekleidung eher eine Projektion männlicher Begehrlichkeiten war, "reifte" sie nach dem Reboot 2012 zu einem echten, ambivalenten Charakter mit Tiefgang, mit dem man(n) noch viele weitere Abenteuer erleben möchte – eben nicht nur, weil sie gut aussieht.

3. Faith Connors – "Mirror's Edge" (2008)

In "Mirror's Edge", einer Kombination aus Action-Adventure, Jump 'n' Run und Ego-Shooter, muss Faith Connors in einer dystopischen Welt eine Verschwörung aufklären. Zum Release 2008 gab es in den Medien – zu Recht – viel Lob für die mutige Entscheidung, mal wieder eine starke Frau die Hauptrolle spielen zu lassen. Ihr Widerstand gegen das Staatsregime ist aus Gender-Perspektive auch als Auflehnung gegen (männliche) Standards der Videospielbranche zu interpretieren.

4. Chun Li – "Street Fighter II" (1991)

Mit ihr sollte man(n) sich lieber nicht anlegen! Chun Li aus "Street Fighter II" zählt definitiv zu den coolsten Heldinnen der Games-Geschichte. Ihr optisch stilvoll-elegantes Japan-Outfit täuscht: Die Dame ist mit ihrer herausragenden Beweglichkeit eine waschechte Elitekämpferin! Und: Chun Li war der erste weibliche Charakter in einem Prügelspiel. Anno 1991 löste sie einen kleinen Hype aus und ebnete damit erst den Weg für Lara Croft und Co.

5. Commander Shepard – "Mass Effect" (2007)

"Sie sind mehr als ein Soldat. Sie sind ein Symbol", heißt es in "Mass Effect" über Commander Shepard. Dabei hört man fast ausschließlich den Namen John Shepard. Allerdings lässt sich die Science-Fiction-Action-Reihe auch mit Jane Shepard spielen, was vielleicht manchmal in Vergessenheit gerät. Empfehlenswert, weil sehr mitreißend: In der Originalfassung von "Mass Effect" verleiht die kanadische Schauspielerin und Synchronsprecherin Jennifer Hale der heroischen Powerfrau auf ziemlich geniale Weise ihre Stimme und erweckt so die Heldin erst richtig zum Leben.

6. Rayne – "Bloodrayne" (2002)

Blutrünstige Anti-Heldin, die Anfang der 2000er-Jahre Genre-Gepflogenheiten auf den Kopf stellte: Die Halb-Vampirin Rayne ist in "Boodrayne" ziemlich sexy, aber vor allem moralisch flexibel – und genau deshalb macht es so viel Spaß, mit ihr auf die Jagd zu ziehen.

7. Bayonetta – "Bayonetta" (2009)

Die Hexe Bayonetta wirkt mit ihren langen und nicht selten gespreizten Modelbeinen und der insgesamt etwas übertriebenen Zeichnung wie ein Rückfall in "alte Zeiten", in denen weibliche Videospielfiguren eher als Anschauungsobjekte sexualisiert wurden. Allerdings ist die durchaus tiefgründige Heldin aus der gleichnamigen Videospielreihe auch dank etlicher sarkastischer Sprüche eher als ironisch überspitze Figur zu deuten, die in Wahrheit den Männern zeigt, wer die Hosen anhat.

8. Aye Brea –  "Parasite Eve" (1998)

Ein furchtloser und knallharter Cop muss nicht immer ein Mann sein: Das beweist die Polizistin Aye Brea, die Protagonistin in "Parasite Eve". Im ersten Action-Rollenspiel der Reihe, das auf einem japanischen Roman basiert, muss sie die Welt vor mutierten Kräften retten. Bahnbrechend waren für damalige Zeiten die FMV-Sequenzen (Full Motion Video), die auch Aye Brea durchaus nett in Szene setzten.

9. Jill Valentine – "Resident Evil" (1996)

Was wäre die "Resident Evil"-Reihe bloß ohne Jill Valentine? Richtig, ziemlich einseitig! Schon im ersten Teil der Kult-Survival-Horror-Spiele konnten Gamer wahlweise in die Rolle der taffen Spezialagenten schlüpfen – für das Jahr 1996 alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Außerdem verfügte sie seit Anbeginn über eine "echte" Persönlichkeit – anders als etwa Lara Croft.

10. Cortana – "Halo: Combat Evolved" (2001)

Womöglich der Traum eines jeden alleinstehenden Technik-Nerds: Die überaus sympathische Künstliche Intelligenz Cortana aus "Halo", augenscheinlich inspiriert durch die stilprägenden Zwillinge Pris und Zhora in "Blade Runner", wurde auf Anhieb Kult. Die Faszination war sogar so groß, dass sich Microsoft dazu entschloss, seine Windows-Sprachsteuerung Cortana zu nennen.

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