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Mario in 3D: 8 Dinge, die Du nicht über "Super Mario 64" wusstest

In "Super Mario 64" ging Mario 1996 erstmals in 3D auf Sternjagd.
In "Super Mario 64" ging Mario 1996 erstmals in 3D auf Sternjagd. (©Youtube/sonicpacker 2017)

Im Jahr 1996 betrat Nintendos Klempner Mario erstmals die dritte Dimension. "Super Mario 64" setzte mit großen 3D-Welten neue Maßstäbe im Jump 'n' Run-Genre und hat bis heute eine große Fangemeinde. Hier sind acht Fakten zu dem Game, die auch eingefleischte Nintendo-Fans noch überraschen könnten.

1. Mario sollte schon früher in 3D eintauchen

 Der SNES-Controller ist für Spiele im dreidimensionalen Raum nur bedingt geeignet. fullscreen
Der SNES-Controller ist für Spiele im dreidimensionalen Raum nur bedingt geeignet. (©CC: Wikimedia/JCD1981NL (cropped) 2017)

Bereits zu SNES-Zeiten gab es Pläne, ein "Super Mario"-Spiel in einer dreidimensionalen Welt anzusiedeln. Technisch wäre das wohl möglich gewesen – im Spiel "StarWing" etwa steuerte man seinen Raumgleiter ebenfalls bereits durch eine 3D-Umgebung. Das Open-World-Konzept und die vielen Aktionsmöglichkeiten von Mario hätten aber nicht gut mit dem SNES-Controller harmoniert, der zu wenig Buttons und keinen Analog-Stick hatte. Daher entschied sich Nintendo, das Spiel erst für die nächste Konsolengeneration, die Nintendo 64, zu entwickeln. In der Folge hat Mario eine ganze Reihe von 3D-Abenteuern erlebt. Ende 2017 kommt mit "Super Mario Odyssey" ein neues Open-World-Spiel für die Nintendo Switch dazu.

2. "Super Mario 64" wurde mit einem Sega-Controller entwickelt

 Der Zweck heiligt die Mittel: Bei der Entwicklung von "Super Mario 64" arbeitete Nintendo mit Hardware vom Konkurrenten Sega. fullscreen
Der Zweck heiligt die Mittel: Bei der Entwicklung von "Super Mario 64" arbeitete Nintendo mit Hardware vom Konkurrenten Sega. (©CC: Wikimedia/Evan-Amos 2017)

Sega und Nintendo waren in den 1990er-Jahren erbitterte Konkurrenten am Konsolenmarkt, weshalb dieser Fakt vielleicht überrascht: Bei der Entwicklung von" Super Mario 64" kam ein modifizierter Controller für die Sega Saturn zum Einsatz! Die Nintendo 64 war noch in einem frühen Entwicklungsstadium, als die Arbeit an dem Spiel begann, und nicht einmal das Gamepad-Design stand fest. Da die Funktionalität des SNES-Controllers aber nicht ausreichte (siehe oben: kein Analog-Stick), griff man als vorübergehende Notlösung eben auf ein Produkt der Konkurrenz zurück – aber natürlich nur heimlich.

3. Nintendo strich die Flagge

 In "Super Mario 64" fehlte die Fahne am Levelende. In "Super Mario 3D World" für die Wii U durfte der Klempner wieder auf dem Flaggenmast turnen – auch in 3D. fullscreen
In "Super Mario 64" fehlte die Fahne am Levelende. In "Super Mario 3D World" für die Wii U durfte der Klempner wieder auf dem Flaggenmast turnen – auch in 3D. (©Nintendo 2017)

In den klassischen 2D-Mario-Spielen war ein Flaggenmast das ersehnte Ziel am Levelende und ein definitives Wiedererkennungsmerkmal. Ursprünglich sollte das auch in "Super Mario 64" so bleiben, doch Nintendo entschied sich später dagegen. Der Grund: Die Zielflagge hätte zu viel Fokus auf das schnelle Beenden der Levels gelegt und die Spieler vielleicht davon abgehalten, die offen gestalteten Welten nach versteckten Items und anderen Geheimnissen zu durchsuchen. Aus demselben Grund gibt es in "Super Mario 64" auch kein Zeitlimit zum Beenden der Levels.

4. Ewige Treppe, ewige Musik

Um in "Super Mario 64" zum Endkampf mit Bowser zu gelangen, musst Du eine bestimmte Anzahl an  Sternen gesammelt haben und eine Treppe hinauflaufen. Hast Du zu wenig Sterne, geht die Treppe endlos weiter und Du kommst nie bei dem Bösewicht an. Witzigerweise steigt auch die Hintergrundmusik dabei immer weiter an – zumindest klingt es so. Verantwortlich für den hirnverdrehenden Audioeffekt ist ein Phänomen namens "Shepard-Tonleiter", das die Illusion einer in alle Ewigkeit höher werdenden Tonfolge erzeugt.

5. Es gab einen Multiplayer-Modus mit Luigi

 Marios grün gewandeter Bruder Luigi steht regelmäßig im Schatten seines Bruders –so auch in "Super Mario 64", wo er gar nicht vorkommt. fullscreen
Marios grün gewandeter Bruder Luigi steht regelmäßig im Schatten seines Bruders –so auch in "Super Mario 64", wo er gar nicht vorkommt. (©Pixabay 2017)

Armer Luigi! Während sein berühmter Bruder in sein erstes 3D-Abenteuer aufbrach, musste der ewige Zweite der "Super Mario"-Familie zu Hause bleiben. Dabei wäre es beinahe zu einem Multiplayer-Modus gekommen, in dem die Brüder per Split-Screen an unterschiedlichen Stellen eines Levels gestartet wären, um sich später zu treffen. Pläne für diese damals innovative Idee gab es, doch erwies sich das Ganze als technisch nicht umsetzbar. Erst 13 Jahre später realisierte Nintendo die Idee in "New Super Mario Bros. Wii". Vielleicht sehen wir einen 3D-Koop-Modus ja demnächst in "Super Mario Odyssey"?

6. Nach 120 Sternen gibt's Geschenke!

Wer alle 120 Sterne in "Super Mario 64" einsammelt, darf bekanntermaßen Yoshi auf dem Dach von Prinzessin Peachs Palast besuchen und sich von ihm mit 100 Extraleben beschenken lassen. Doch das Spiel hält noch mehr Boni für erfolgreiche Schatzsucher bereit: Wer den Pinguin, gegen den man Bauchrutschrennen veranstalten kann, noch einmal aufsucht, wird zum Beispiel feststellen, dass der Vogel ganz schön Gewicht zugelegt hat und entsprechend schwerer zu schlagen ist. Wer Oberschurke Bowser nochmals herausfordert, bekommt außerdem andere Sprüche von ihm zu hören.

7. Mario sollte ein Pferd bekommen

Das klassische Reittier der "Super Mario"-Reihe ist der kleine Yoshi, doch in "Super Mario 64 hätte der Klempner beinahe ein waschechtes Pferd bekommen! Im Zuge der Entwicklung flog diese Idee zwar raus, doch das Pferd wanderte einfach in ein anderes N64-Spiel hinüber: Link freute sich in "The Legend of Zelda: Ocarina of Time" über einen Gaul namens Epona. Mario durfte in "Super Mario 64" leider nicht einmal auf Yoshis Rücken...

8. Ein Sequel zu "Super Mario 64" war in Planung

Im Jahr 1999 wollte Nintendo an die Erfolgsgeschichte von "Super Mario 64" anknüpfen und einen zweiten Teil des Games veröffentlichen. Dazu kam es allerdings nie: Geplant war, das Spiel für die Nintendo 64DD herauszubringen, eine Hardware-Erweiterung für die Nintendo 64, die unter anderem mehr Speicher und eine frühe Form des Online-Gamings bot. Leider war das Gerät vor allem außerhalb Japans ein totaler Flop, sodass die Entwicklung von "Super Mario 64 2" abgebrochen wurde. Nintendo hat aber angedeutet, dass Teile daraus in die späteren 3D-Mario-Spiele "Super Mario Sunshine", "Super Mario Galaxy" und "Super Mario Galaxy 2" Eingang fanden.

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