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Nintendo Switch-Vorstellung: Die 11 wichtigsten Tops & Flops

Die Nintendo Switch erscheint weltweit am 3. März.
Die Nintendo Switch erscheint weltweit am 3. März. (©Nintendo 2017)

Die Nintendo Switch ist da: Nintendo hat die neue Konsole per Live-Stream weltweit vorgestellt und nach und nach werden immer mehr Details zum Gerät bekannt, das ab 3. März zu kaufen ist. Was sind Tops, wo hat die Konsole Gerüchte und Erwartungen übertroffen? Auf der anderen Seite: Was sind die dicksten Enttäuschungen, also die Flops bei der Nintendo Switch? Wir fassen das hier einmal zusammen.

1. Preis: Kostet die Konsole noch unter 300 Euro?

In Gerüchten sah es nach weniger aus, also schon ein Flop: Monatelang kursierten Gerüchte zum Preis der Nintendo Switch, in denen es so aussah, als könnte der Preis deutlich unter 300 Euro liegen. Jetzt ist der Preis auf 299 US-Dollar festgelegt worden, was das in Euro bedeutet, ist noch unklar. Nintendo ist in der Vergangenheit ja auch für die betont familienfreundliche Preisgestaltung bei seinen Konsolen bekannt gewesen. Die Nintendo Wii kostete zur Markteinführung 249 Euro, die Wii U war ab 299 Euro zu haben – bringt es die Switch am Ende sogar auf 329  oder 349 Euro? Nach der Präsentation sackte die Nintendo-Aktie auch wegen des zu hohen Preises erst einmal ab.

 Noch ein Geheimnis: Der deutsche Preis der Nintendo Switch. fullscreen
Noch ein Geheimnis: Der deutsche Preis der Nintendo Switch. (©YouTube/Nintendo 2016)

2. Akkulaufzeit: Reichen zweieinhalb bis sechs Stunden?

Sehen wir durchaus als Top: Nintendo sagt, dass Du mit einer Akkuladung bis zu sechs Stunden mobil spielen kannst, bis der Switch der Saft ausgeht. Bei Funkbetrieb und mit anderen zusammen kann es auch kürzer sein. Bei "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" sollen es drei Stunden sein. Wir finden das nicht schlecht, für die U-Bahn reicht es, und in Bahn und Flugzeugen setzen sich Steckdosen immer weiter durch.

3. Launch-Titel: Von "Zelda" bis "Mario Kart" alles dabei

 "The Legend of Zelda Breath of the Wild": Das Game wird ein Starttitel für die Nintendo Switch. fullscreen
"The Legend of Zelda Breath of the Wild": Das Game wird ein Starttitel für die Nintendo Switch. (©Nintendo 2016)

Eindeutig Top: Anders als noch bei der Wii U, wo es zum Start ein eher kümmerliches Sortiment an Launch-Titeln gab, will Nintendo diesen Fehler mit der neuen Konsole anscheinend nicht wiederholen und hat zum Launch der Switch ein schönes Titel-Paket geschnürt, darunter:

  • "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" (3. März 2017)
  • "1, 2, Switch" (3. März 2017)
  • "Rayman Legends" (3. März 2017)
  • "Just Dance 2017" (3. März 2017)
  • "Mario Kart 8 Deluxe" (28. April 2017)
  • "Arms" (Frühjahr 2017)
  • "Splatoon 2" (Sommer 2017)
  • "The Elder Scrolls V: Skyrim" (2017)
  • "Super Mario Odyssey" (Weihnachten 2017)
  • "Xenoblade Chronicles 2" (2017)
  • "Minecraft" (2017)

Insgesamt befinden sich bei verschiedenen Publishern derzeit über 80 Titel für die Nintendo Switch in Arbeit, also ein richtig fettes Paket. Vorausgesetzt natürlich, "Mario Kart 8 Deluxe" kommt dann auch wirklich am 28. April.

4. Joy-Con-Controller: Mit NFC & Bewegungssteuerung, aber zu klein?

Könnte ein Flop werden: Trumpf der neuen Konsole sind natürlich auch die mit Bewegungssteuerung und Infrarot ausgerüsteten abnehmbaren Joy-Con-Controller. Damit die abnehmbaren Pads mobil transportabel sind, dürfen diese natürlich nicht zu groß ausfallen. Ob aber große europäische Männerhände mit den eher zierlichen Pads der Switch klarkommen, muss sich zeigen. Wer zu Hause spielt, kann sich einen zusätzlichen Pro Controller kaufen. Preis dafür: knapp 70 US-Dollar. Immerhin ist in die Pads NFC eingebaut, sodass sich Amiibo-Figuren erkennen lassen.

 Mobiler Betrieb mit den Joy-Cons: Sind die Pads groß genug? fullscreen
Mobiler Betrieb mit den Joy-Cons: Sind die Pads groß genug? (©Youtube / Nintendo 2017)

5. Wii & Wii U: Lassen sich alte Titel auf der Nintendo Switch zocken?

Klarer Flop: Nachdem die Xbox One ja schon vor anderthalb Jahren die Abwärtskompatibilität eingeführt hat, und auch frühere Nintendo-Handhelds mit älteren Modulen bestückt werden konnten, sieht es nicht so aus, als würden beispielsweise alte Wii U-Titel auf der Nintendo Switch laufen.

6. Technische Daten: Wie stark ist die Nintendo Switch?

Eigentlich Flop, aber ...: Es gibt etliche Klagen, dass die Nintendo Switch schwächer ausfällt, aber Nintendo-Geräte waren nie Technik-Boliden. Die Nintendo Switch hat einen mit 32 GB knapp bemessenen internen Speicher, der aber per microSDXC-Karte erweiterbar ist. Während Du mobil unterwegs mit 720p spielst, sind am heimischen TV-Gerät auch 1080p möglich, also Full HD-Auflösung. Das Multi-Touch-Display ist 6,2 Zoll groß und löst mit 1280 x 720 Pixeln auf. Geladen wird per USB-C. Stimmen Gerüchte, dann steckt in dem Gerät ein Nvidia Tegra-Prozessor, der sowohl mobil wie stationär gleich schnell rechnet, damit die Spiele-Logik nicht unterm Stromsparmodus leidet. Obwohl der Tegra der momentan leistungsfähigste Tablet-Prozessor ist, der auch im Nvidia Shield für satte Leistung sorgt, sind das natürlich alles keine Spitzen-Daten. Aber die anderen Konsolen wie PlayStation 4 und Xbox One, die zum Vergleich herangezogen werden, sind eben auch nicht mobil.

 In der Nintendo Switch soll ein Prozessor stecken, der auch in der Nvidia Shield für Power sorgt. fullscreen
In der Nintendo Switch soll ein Prozessor stecken, der auch in der Nvidia Shield für Power sorgt. (©YouTube/ Nvidia 2015)

7. Zubehör: Du musst Dir neue Controller kaufen

Leider natürlich auch ein Flop: Wer massig alte Controller und andere Zusatzgerät besitzt, muss sich die jetzt wieder zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünschen oder das Sparschwein schlachten: Klar, alte Geräte funktionieren mit der neuen Switch natürlich nicht. Stattdessen kann man schon zum Start Zubehör erwerben. Zusätzlich zum Pro Pad für knapp 70 Dollar gibt's zwei Lenkräder, die sich in je einen Joy-Con-Controller einklinken lassen für 14,99 Dollar pro 2er-Set. Extra Joy-Cons kosten im Doppelpack 79,99 Dollar oder einzeln 49,99 Dollar. Für eine zusätzliche Docking-Station müsst ihr 89,99 Dollar anlegen.

8. Spielkonzept: Nintendo hat wieder jede Menge coole Ideen

Absolut Top, keine Frage: In einem coolen Video zeigt Nintendo zum Launch-Titel "1, 2, Switch" ein klasse Cowboy-Duell. Tolle Idee! Und auch andere neue Spielkonzepte funktionieren dank des in den Controllern eingebauten Vibrationseffekts prima.

9. Mehrspieler-Funktionen: Drahtloser Spaß mit Deinen Freunden

Wieder ein typischer Nintendo-Top: Eine Nintendo Switch kann sich nach derzeitigem Stand mit bis zu sieben anderen Konsolen verbinden, sodass die Nutzer gemeinsam zocken können. Etwa "Mario Kart 8 Deluxe" wird sich dann sehr einfach gemeinsam spielen lassen.

10. Design & Hybridkonzept: Endlich auch zum Start in bunt

 Die Joy-Con-Pads bringen Farbe in Nintendos Konsolenwelt. fullscreen
Die Joy-Con-Pads bringen Farbe in Nintendos Konsolenwelt. (©TURN ON 2017)

Bunt ist einfach top: Bislang hat sich Nintendo mit Farbe zum Start seiner Konsolen immer etwas schwer getan. Diesmal gibt's die Switch-Controller in bunt, was ein eindeutiger Pluspunkt ist. Ebenso wie übrigens das gesamte Hybridkonzept von mobiler und stationärer Konsole und den abnehmbare Controllern. Das ist erstmal eine gute Idee, deren Praxistauglichkeit sich natürlich noch zeigen muss.

11. Schade: Multiplayer ist nicht kostenlos

Leider auch ein Flop: Im Gegensatz zu Wii-Zeiten, wo erste Multiplayer-Spiele natürlich kostenlos gezockt werden konnten – wobei es natürlich noch nicht so viele Titel gab – geht Nintendo jetzt mit der Zeit und wird ab Herbst 2017 für den Multiplayer per Internet Abogebühren kassieren. Aber immerhin fällt dafür die Regionalsperre weg. Das bedeutet: Egal wo man in der Welt ein Spiel kauft – es läuft auf der Nintendo Switch.

Nintendo Switch: Mehr Licht als Schatten

Insgesamt bietet Nintendo Switch mehr Tops als Flops – das ist für ein neues Gerät, von dem vieles nach wie vor nicht bekannt ist, gar nicht so schlecht: Das Spieleangebot und die  neuen, erfrischenden Spiel-Ideen stechen heraus. Ob Nintendo mit dem vermutlich recht hohen Preis die mobilen Spieler von den Smartphones zur Switch locken kann, wird man aber noch sehen müssen.

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