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PS-Plus-Spiel "Bloodborne": Tipps & Grundlagen zum PS4-Klassiker

Verloren in "Bloodborne"? Wir helfen!
Verloren in "Bloodborne"? Wir helfen! (©Sony Computer Entertainment Europe 2018)

Mit "Bloodborne" packt Sony eines der besten PS4-Games aller Zeiten ins PS-Plus-Programm. Das düstere Gothic-RPG wirkt allerdings gerade auf Einsteiger etwas undurchsichtig und erklärt grundlegende Spielmechaniken nur sehr widerspenstig. Wir bringen Licht in die dunklen Gassen von Yharnam und geben Dir schnelle Starthilfe.

Allen Lobgesängen von erfahrenen PS4-Zockern zum Trotz: Der knackige Schwierigkeitsgrad von "Bloodborne", einem spirituellen Nachfolger der Games "Demon Souls" und "Dark Souls" des japanischen Studios From Software, kann durchaus abschreckend wirken. Gerade die Aufnahme in das "Freispiel"-Programm von PS Plus könnte jetzt aber auch neue Spieler zu einer Runde durch die schaurigen Straßen von Yharnam motivieren – nur Mut, wir stehen Dir bei.

Neu hier? Das erwartet Dich in "Bloodborne"

Hast Du bereits "Dark Souls" oder eines der vielen Soulslike-Games, wie etwa "The Surge" gespielt? Ja? Dann weißt Du ungefähr, wie das Gameplay-Prinzip von "Bloodborne" funktioniert und auf welchen "Loop" Du Dich einlassen musst. Nicht? Kein Problem. Grundsätzlich geht es in Spielen wie "Bloodborne" immer ein wenig darum, den eigenen Frust zu besiegen. Vor allem aber glänzen Soulslikes damit, dass sie die Spieler nicht an die Hand nehmen, sondern stattdessen deren Intellekt und Geduld herausfordern. Wichtig ist es also, alle Erwartungen an aktuelle Games über Bord zu werfen und sich auf das herausfordernde Spielprinzip einzulassen – dann wird Dich "Bloodborne" langfristig belohnen.

Alles voller Hinweise: Herzlich willkommen im Online-Modus

Startest Du "Bloodborne", wirst Du zuerst gefragt, ob Du online spielen willst. "Klar, warum nicht?", war meine initiale Reaktion beim ersten Mal – ich empfehle Neueinsteigern mittlerweile allerdings, erst einmal offline zu beginnen. "Bloodborne" erlaubt es den Spielern nämlich, innerhalb der Level Nachrichten zu hinterlassen, die auf dem Boden als leuchtende Hinweise angezeigt werden können. Dazu laufen auch noch überall transparente Geister anderer Spieler herum – ein interessantes System, das allerdings eingangs etwas verwirrend sein kann.

Wozu sind diese Blutechos gut?

Blutechos erhältst Du als eine der Ingame-Währungen von "Bloodborne" vor allem durch das Töten von Gegnern. Damit kannst Du später deinen Charakter aufleveln und Gegenstände kaufen. Stirbst Du im Spiel, verlierst Du alle Blutechos, die Du bis dahin gesammelt hast – das kann frustrierend sein und wird immer wieder passieren. Allerdings kannst Du verlorene Blutechos an der Stelle, an der Du verendet bist, wieder aufsammeln. Ab und zu hebt sie auch ein Gegner auf, den kannst Du dann an seinen leuchtenden Augen erkennen – erlegst Du diesen, erhältst Du auch Deine Blutechos wieder zurück.

Was zum Henker ist mit Einsicht gemeint?

Auch bei Einsicht handelt es sich um eine Ingame-Währung. Mit dieser kannst Du etwa später im Online-Modus andere Spieler in Dein Game einladen, die Dir dann helfen. Dazu benötigst Du eine spezielle Glocke, mit anderen Glocken kannst Du dagegen anderen Spielern helfen. Je mehr Einsicht Du anhäufst, desto mehr verändern sich übrigens Gameplay-Details wie Angriffsmuster bestimmter Feinde – so motiviert "Bloodborne" auch weniger soziale Spieler dazu, die Online-Features auszuprobieren. Außerdem wird Einsicht dazu benötigt, Items zu kaufen und das Level-System freizuschalten, das anfangs nicht verfügbar ist.

Charakter aufleveln in "Bloodborne"

Auch hier ist Geduld gefragt: Bis Du den ersten Endboss zu Gesicht bekommst, hast Du keine Möglichkeit, Deine Spielfigur in "Bloodborne" aufzuleveln. Allerdings genügt tatsächlich der Anblick eines Bosses um loszulegen – dazu ist nämlich einfach ein wenig Einsicht nötig, die Du auch schon dadurch erhältst, dass Du Bosse erspähst. Du kannst Dich also direkt vom ersten Endboss, der Kleriker-Bestie, erschlagen lassen – so wachst Du im Traum des Jägers auf, wo auch das Levelsystem aktiviert werden kann. Hierzu musst Du mit der verlassenen Puppe sprechen, bei ihr kannst Du dann Deine Blutechos "kanalisieren" um das Charakterlevel anzuheben.

Wo sind die Speicherpunkte in "Bloodborne"?

Bevor Du lange suchst: Es gibt erst einmal keine. Nachdem Du die Laterne im Zentrum von Yharnam entzündet hast, musst Du erst einen Boss erledigen um einen weiteren Checkpunkt zu erreichen. Auch das gehört zum strammen Spielprinzip eines Soulslikes – stattdessen solltest Du nach Abkürzungen zwischen Level-Abschnitten suchen, die es Dir ersparen, lange Wege immer wieder freikämpfen zu müssen. Diese sind nicht nur hinter verschlossenen Toren zu finden, sondern beispielsweise auch in zugestellten Ecken.

 Der Grabstein im Traum des Jägers bringt Dich zu einem der Checkpunkte im Spiel. fullscreen
Der Grabstein im Traum des Jägers bringt Dich zu einem der Checkpunkte im Spiel. (©Sony Computer Entertainment Europe 2018)

Das Regain-System im Kampf: Schnell, schlag zurück!

Eines der wichtigsten Elemente des "Bloodborne"-Kampfsystems ist das Regain-System: Trifft Dich ein Gegner, wird die Lebensenergie zwar von der Leiste abgezogen. Ein Marker zeigt allerdings die Menge an Energie, die Du sofort zurückerhältst, wenn Du direkt zurückschlägst und den Feind triffst. Dafür steht allerdings immer nur ein kurzer Zeitraum zur Verfügung. Dieses Gameplay-Konzept ermutigt natürlich dazu, sich Hals über Kopf in Attacken zu werfen um Lebensenergie zurück zu erhalten. Wäge trotzdem immer ab, ob der klassische Heilungs-Weg über Blutphiolen vielleicht vernünftiger ist, als alles aufs Spiel zu setzen.

Ausdauer: Ja, "Bloodborne" ist ein Soulslike

Dem grünen Ausdauerbalken gebührt im Kampf besonderes Augenmerk: Wie bei "Demon Souls", "Dark Souls" und ähnlichen Spielen sind Deine Angriffe nur so lange effektiv, bis dieser Balken geleert ist. Auch Ausweichmanöver mit der Kreistaste zehren an der Ausdauer, darum dosiere Deine Attacken klug. Eine der wichtigsten Methoden, um das Kampfsystem von "Bloodborne" zu meistern, ist es, die eigenen Fähigkeiten kennenzulernen. Wie viele Attacken lassen sich zum Beispiel mit dieser speziellen Waffe fahren, bevor die Ausdauer futsch ist? Wie sieht es mit der Reichweite aus? Und mit wie vielen Gegnern gleichzeitig wirst Du auf Deinem aktuellen Level fertig? Auch die unterschiedlichen Feinde solltest Du ausgiebig kennenlernen um ihre Schwächen zu erkennen.

Zuletzt: Nicht den Mut verlieren!

Das Aufsaugen all dieser Details kombiniert mit dem Trial-and-Error-Spielprinzip macht für viele Spieler den Reiz von "Bloodborne" aus. Seien wir aber ehrlich: Trotz unserer Tipps wirst Du im Spiel sterben. Oft. Du wirst jede Menge Blutechos einsammeln und sie verlieren – teils ohne Chance darauf, sie wiederzubekommen. Die Grenze zum Frust ist hier immer hauchdünn, aber gerade dieser Reiz an der Herausforderung macht "Bloodborne" zu einem der besten PS4-Titel bisher.

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