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PlayStation 5: Alles, was wir über den PS5-Release wissen

Konzeptbild: Alle bekannten Infos zur PS5.

Die PlayStation 5 wird kommen, das wurde bereits offiziell von Sony bestätigt. Wann genau die neue PlayStation in den Läden stehen wird und wie hoch der Preis für die neue Konsole wird, ist allerdings noch nicht sicher. Einige Infos gibt es aber bereits! Wir klären, was Gamer von der PS5 erwarten können.

Release: Wann kommt die PS5?

Das Erscheinungsdatum der PS5 gehört wohl zu den am besten gehüteten Geheimnissen in der Spieleindustrie. In einem Exklusivinterview mit Wired im Oktober 2019 bestätigte Sony-Interactive-Entertainment-Geschäftsführer Jim Ryan nun immerhin das Weihnachtsgeschäft 2020 als Release-Zeitraum der nächsten Sony-Konsole unter dem Namen PlayStation 5. Insider scheinen aber schon mehr zu wissen: Der heißeste Kandidat für die Vorstellung der PS5 ist momentan das "PlayStation Meeting"-Event am 12. Februar 2020. Dort soll auch über Exklusivtitel wie "The Last of Us Part 2" und "Ghost of Tsushima" gesprochen werden.

Anderen Leaks zufolge könnte Sony die PS5 bereits auf der hauseigenen Gaming-Messe PSX im Dezember 2019 präsentieren. Dort sollen aber, wie damals bei der PS4, nur rudimentäre Informationen genannt werden. Eine ausführliche Vorstellung der neuen Sony-Konsole könnte dann im Juni zur E3 2020 erfolgen.

Im Gespräch hinter verschlossenen Türen berichtete uns eine Quelle aus Publisher-Kreisen, dass Sony die PS5 "für den Sommer 2020 einplane". Das würde sich zumindest mit einer detaillierten Vorstellung auf der E3 2020 oder der Gamescom 2020 decken.

Design: Wie sieht die PS5 aus?

Mittlerweile sind auch Bilder der PS5-Entwicklerversion aufgetaucht, deren Echtheit auch von Entwicklern bestätigt wurde. Besonders auffällig an den Patentskizzen ist der futuristische Look der Konsole, der sich aber bei der finalen Version der Konsole noch ändern dürfte. Traditionell sehen Entwicklerversionen, genannt Dev-Kit, meist völlig anders aus, als die Geräte, die im Handel landen. Auch das Dev-Kit der PS4 hat mit dem bekannten Design kaum Gemeinsamkeiten:

Einen Vorgeschmack darauf, wie die PS5 am Ende wirklich aussehen wird, gibt dieser Leak also in keinster Weise. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass Sony beim Design auf Extravaganz setzt – die PS5 soll immerhin in möglichst jedes internationale Wohnzimmer passen. Peter Rubin von Wired, der bereits auf einem PS5-Dev-Kit spielen durfte konnte Sony keinerlei Hinweise auf das Äußere der Konsole entlocken.

PS5 Render Dev-Kit
PS5 Render Dev-Kit
Ungefähr so wie dieser digitale Nachbau soll das DevKit der PS5 auch in der Realität aussehen.

Preis: Wie viel wird die PS5 kosten?

Der Verkaufspreis der PlayStation 5 ist noch Gegenstand von Vermutungen und Spekulation. Leaks sprechen von einem etwas höheren Release-Preis gegenüber der PS4, die 2013 etwa 500 US-Dollar gekostet hat. Der berüchtigte Analyst Michael Pachter zweifelt dagegen daran, dass Sony den Preis der PS5 in die Höhe schrauben wird: "Es gibt eine gewisse Hartnäckigkeit bei den Kunden, nicht mehr als 300 bis 400 Dollar für eine Konsole zu zahlen", sagte er schon Ende 2017.

"Die PS3 ist bei 600 Dollar gestartet und gefloppt. Die Xbox One ist bei 500 gestartet und hat nicht funktioniert. Erst als sie Kinect aus dem Paket genommen haben und die Kosten auf 400 gesunken sind, hat sie sich verkauft." Die Xbox One X war auch mit einem Preis von 500 Dollar an den Start gegangen, genaue Verkaufszahlen gab Microsoft bisher nicht heraus. Aber ein absoluter Verkaufsschlager scheint die leistungsstarke Konsole bisher nicht zu sein.

Ob Pachter am Ende recht behalten wird, steht aber noch in den Sternen. Laut den neusten geleakten Benchmarks soll die Grafikleistung der PS5 angeblich auf dem Niveau einer RTX 2070 Super von Nvidia liegen. Diese kostet allein schon mehr als 500 Euro. Ob bei dieser Leistung ein Verkaufspreis zwischen 300 und 500 Euro möglich ist, bleibt abzuwarten.

Specs: Kann die PS5 natives 4K oder sogar mehr?

Offiziellen Angaben von Mark Cerny zufolge wird der Grafikprozessor der PS5 ein AMD-Modell sein und bis zu 8K-Auflösung bieten können. Damit überflügelt die Konsole Microsofts Xbox One X, aktuell die leistungsstärkste Spielekonsole am Markt, wahrscheinlich deutlich. Die (theoretisch) mögliche Bildrate soll bei 8K-Auflösung 120 FPS betragen, wie PlayStation-CEO John Kodera verriet. Diese Aussage ist aber mit Vorsicht zu genießen, da sie sich wohl auf HDMI 2.1 bezieht. Dieser Standard ermöglicht eine Übertragung von 8K-Inhalten mit 120 Bildern pro Sekunde, ob die PS5 so ein Material liefern kann, ist aber unwahrscheinlich.

Ende Mai 2019 gab AMD auf der Computex in Taipeh weitere Details zur Technik unter der Haube der nächsten PlayStation bekannt. Demnach würde der Hersteller in der PS5 Navi-2-GPUs im Custom-Design verbauen, für die eine sogenannte RDNA-Architektur neu entwickelt wurde. Diese soll entscheidende Vorteile bei der Darstellung von Games bringen:

  • 1,5-fache Leistung pro Watt gegenüber vorheriger Architektur
  • 1,25-fache Leistung pro Takt gegenüber vorheriger Architektur
  • Neues Design der Compute Unit mit verbesserter Effizienz und höherer IPC ("Instruktionen pro Zyklus")
  • Multi-Level-Cache-Hierarchie mit reduzierter Latenz, höherer Bandbreite & niedrigerem Energieverbrauch
  • Verbesserte Grafik-Pipeline, optimiert auf Leistung pro Takt & hohe Taktzahlen

Somit werde die Leistung der GPU pro Watt, im Verhältnis zum Vorgänger-Modell Vega, um mindestens 50 Prozent höher ausfallen. Die Leistung pro Takt (IPC) steige um mindestens 25 Prozent an.

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Könnte die PS5 so aussehen?

Angebliche Benchmarks der Gonzalo-APU (Kombination aus CPU und GPU) ermöglichen einen Leistungsvergleich mit PC-Grafikkarten. Im 3DMark-Benchmark erreichte die APU mehr als 20.000 Punkte. Das ist viermal mehr als die APU der PS4 und sogar mehr als eine GTX 1080.

Der neuste Leak von Anfang August bescheinigt der GPU der PS5 eine Taktfrequenz von 2 GHz. Zum Vergleich: Die Taktfrequenzen der PS4 und PS4 Pro liegen  bei 0,8 GHz und 0,911 GHz.

Ebenfalls von Cerny offiziell bestätigt ist, dass die PS5 auf Hardware basierendes Raytracing bieten wird. Das Sony-eigene Studio Polyphony Digital, das traditionell an den Rennspielen der "Gran Turismo"-Reihe arbeitet, hatte bei einer Entwicklerkonferenz bereits vor längerer Zeit Pläne für eine proprietäre Raytracing-Technologie vorgestellt. Diese Methode der realistischen Lichtstrahlen-Berechnung wurde bisher nur von Nvidia-Grafikchips der neuesten Generation unterstützt, wird aber offenbar auch auf der AMD-Hardware in der PS5 laufen.

Die technische Leistung der PS5 könnte allerdings gar nicht durch die Power ihrer GPU limitiert sein. Es ist äußerst wahrscheinlich, dass Sony bei der nächsten PlayStation ebenso auf Cloud-Technologie zurückgreifen wird, wie es auch Microsoft mit seinem Projekt xCloud zurzeit vorhat. Besonders rechenintensive PS5-Games könnten so zumindest teilweise in der Cloud gerendert werden – Technologien dieser Art sind derzeit bei so gut wie allen wichtigen Unternehmen der Gaming-Branche in Arbeit.

Äußerungen von Sony-Präsident John Kodera zur PS5 deuten ebenfalls auf ein Streaming-Modell hin, dass das Spielen von PlayStation-5-Games auf Mobilgeräten ermöglichen könnte: Angeblich führe Sony Feldversuche durch, bei denen die PS5 in enger Verbindung zu portablen Geräten stehe. Außerdem könnte Sony den Cloud-Dienst PS Now weiter ausbauen, im Herbst hat das Unternehmen bereits den Abo-Preis für den Service gesenkt und attraktive neue Spiele integriert.

Ladebildschirme: Wie schnell wird die PS5 Spiele laden?

Laut Sony sollen Ladebildschirme mit der PS5 Teil der Vergangenheit werden. Während einer Präsentation demonstrierte Sony die Ladegeschwindigkeit der PS5 anhand "Marvel's Spider-Man": Auf der PS4 Pro lud eine Beispielszene des Exklusivspiels in 8,1 Sekunden. Die neue Konsole schaffte das in 0,83 Sekunden.

Der Hersteller will dies wohl in erster Linie mit Hilfe von SSD-Speichern der neuesten Generation erreichen. Außerdem wurde ein Sony-Patent öffentlich, das ein proprietäres Software-Verfahren zur Reduzierung von Ladevorgängen beschreibt. Anscheinend lädt dieses System dynamisch die Teile von Games in einen virtuellen Zwischenspeicher, die vom Spieler höchstwahrscheinlich als nächstes gebraucht werden.

Games: Wird die PS5 abwärtskompatibel?

Laut Mark Cerny wird die PS5 abwärtskompatibel sein und auch PS4-Spiele abspielen können. Ob das einfach über das Einlegen der entsprechenden Discs oder den Download der Games funktioniert oder ob dafür besondere Vorkehrungen nötig sind, bleibt abzuwarten. Sony könnte je nach Umsetzbarkeit etwa auch alle PS4-Spiele auf einen Schlag in den eigenen Cloud-Streaming-Dienst PS Now integrieren und sie so auf der PS5 nutzbar machen.

Welche PS5-Spiele wird es geben?

Es ist davon auszugehen, dass Sony auch bei der PS5 wieder stark auf Exklusivspiele seiner eigenen Studios setzt, allen voran Naughty Dog, Sony Santa Monica, Guerilla Games, Sucker Punch, Bend Studio und Insomniac Games, die erst kürzlich von Sony gekauft wurden. Vor allem sollen große PS4-Titel gerüchteweise ebenfalls auf der PS5 erscheinen, die Rede war hier bisher vor allem von: "The Last of Us Part 2", "Ghost of Tsushima", "Knack 3" und dem nächsten "Gran Turismo". Sehr wahrscheinlich ist auch, dass Hideo Kojimas "Death Stranding" sowohl für PS4 als auch für den Nachfolger erscheint.

Aber auch Drittentwickler schmieden bereits Pläne für die nächste PlayStation: Bungie arbeitet wohl an "Destiny 3", Bethesda an "Starfield" und dem nächsten "The Elder Scrolls". Auch Square Enix ließ schon verlauten, dass sie Pläne für die PS5 haben und das polnische Entwicklerstudio Techland versicherte, dass "Dying Light 2" ein Cross-Generation-Titel wird.

PS5-Controller: Was kann der nächste DualShock?

Das grundsätzliche Design des PS5-Controllers wird sich wahrscheinlich nicht allzu sehr vom bisherigen DualShock 4 unterscheiden. Form und Haptik sind traditionell mit der Marke PlayStation verwachsen – noch immer lässt sich das Design des ersten PlayStation-Controllers bei der aktuellen Generation wiedererkennen.

Peter Rubin von Wired durfte bereits mit einem Prototypen des neuen Controllers auf einer PS5-Entwicklerversion spielen. Seiner Beschreibung nach unterscheidet sich das Äußere des Controllers kaum vom bisherigen Gerät. Rubin berichtet von stark verbessertem haptischen Feedback. Laut Produkt-Manager Toshi Aoki habe man überlegt, die Vibrationen bereits bei Einführung der PS4 Pro zu verfeinern. Allerdings hätte das zu einem "geteilten Spielerlebnis" zwischen den Konsolen-Versionen geführt. Außerdem bietet der PS5-Controller adaptive Trigger (Schultertasten), die, je nach Spiel, unterschiedlichen Gegendruck geben können.

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Der PlayStation-Controller hat sich optisch kaum verändert.

Der Lautsprecher des Steuergerätes soll ebenfalls verbessert worden sein, es gibt einen USB-C-Anschluss und der Akku soll deutlich länger halten. Das Gewicht des PS5-Controllers soll noch etwas geringer sein, als das eines Xbox-One-Controllers inklusive Batterien.

In Sachen Touchpad könnte es ebenfalls eine Veränderung geben, auch wenn es im Bericht von Rubin nicht erwähnt wird. Das Steuerelement wurde mit der PlayStation 4 eingeführt und sitzt mittig über den Start- und Select-Tasten des Controllers. Von Spieleentwicklern wurde das Feature aber bisweilen kaum genutzt.

Gerüchteweise könnte Sony bei der nächsten PlayStation an dieser Stelle auf einen Touchscreen setzen, der zusätzlich Infos zum gespielten Game anzeigt. Ein entsprechendes Patent wurde von Sony bereits eingereicht. Kabelloses Laden wäre ein Feature, das viele Spieler beim PS5-Controller sicher sehr nützlich fänden. Allerdings gibt es bisher keine Hinweise auf eine entsprechende Funktion.

Laufwerk: Wird die PS5 4K-DVDs abspielen können?

Bei der PS4 hat Sony auf das recht kostenintensive 4K-Blu-Ray-DVD-Laufwerk verzichtet – die Japaner gingen 2013 davon aus, dass die Zukunft Streaming-Diensten wie Netflix gehören würde. Ein optisches Laufwerk soll laut Mark Cerny definitiv zur Grundausstattung gehören und es soll tatsächlich 4K-Blu-Ray-Disks abspielen.

Spielmodule wie die Nintendo Switch wird die PS5 eher nicht haben.
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Spielmodule wie die Nintendo Switch wird die PS5 nicht bieten. Einige Gerüchte zur PS5 wiesen zwischenzeitlich zwar darauf hin, dass Sony auf Spielmodule setzen könnte, wie Nintendo es bei seiner erfolgreichen Konsole Switch tut. Allerdings stellte sich später heraus, dass die entwickelten Module nicht für eine Spielekonsole, sondern für eine Spielzeugserie von Sony Toio entwickelt wurden.

Slim & Pro: Wird es mehrere Versionen der PS5 geben?

Bisher hatte Sony ältere Versionen seiner Konsolen nach einiger Zeit immer auch in einer verkleinerten Version in den Verkauf gegeben. Mit einer PS5 Slim ist demnach aber noch lange nicht zu rechnen. Allerdings kam zwischenzeitlich das Gerücht auf, Sony könnte an einer neuen Handheld-Konsole nach dem Vorbild der Nintendo Switch arbeiten – quasi einer portablen PS5. Das hat Sony allerdings schon eindeutig dementiert, einen Nachfolger zur PS Vita soll es definitiv nicht geben.

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Doppelpack: PS4 Slim und PS4 Pro im Vergleich.

Ob es eine PS5 Pro direkt zum Launch der nächsten Konsolen-Generation geben wird, ist zurzeit völlig unklar. Ein japanischer Spielejournalist will aber genau das auf einer Entwicklerkonferenz aufgeschnappt haben. Lange Zeit wurde vermutet, dass Konkurrent Microsoft an gleich mehreren Versionen der nächsten Xbox arbeite. Anscheinend soll es nun aber doch nur ein Modell geben.

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