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"Red Dead Redemption 2"-Gameplay-Details: So wird das Open-World-Game

Es gibt erste Infos zum Gameplay in "Red Dead Redemption 2".
Es gibt erste Infos zum Gameplay in "Red Dead Redemption 2". (©Youtube / PlayStation Europe 2018)

Fast zeitgleich mit dem neuesten Trailer zu "Red Dead Redemption 2" veröffentlichten einige ausgewählte Gaming-Magazine Ersteindrücke aus dem Spiel. Offenbar durften sie einer exklusiven Präsentation einer Demo beiwohnen und enthüllen einige interessante Gameplay-Details.

Die Demo, die den Journalisten gezeigt wurde, dauerte etwa 45 Minuten, durfte aber von den anwesenden Gästen nicht selbst gespielt werden. Trotzdem erfahren wir so einige neue Details zum Gameplay von "Red Dead Redemption 2" – im gestern veröffentlichten Trailer gab es ja fast ausschließlich Bilder zur Story zu sehen. Die Magazine IGN und der britische Telegraph durften zwar keinerlei Bildmaterial aus dem Spiel aufnehmen, die Beschreibungen der lebendigen Open-World sind aber dennoch hochinteressant.

Interaktion mit anderen Spielfiguren

Vor allem die Art und Weise, wie die Spielfigur Arthur Morgan mit seiner Umwelt in "Red Dead Redemption 2" interagiert, soll zu einem viel tieferen Gameplay-Erlebnis führen als in anderen Open-World-Spielen. Figuren, denen er sich nähert, reagieren etwa deutlich darauf, ob Arthur mit gezogener Waffe unterwegs ist und passen ihr Verhalten entsprechend an. Der Spieler wählt über die Controller-Buttons die Art und Weise aus, wie Arthur mit den NPCs kommunizieren soll: Er kann sein Gegenüber etwa einschüchtern, ausrauben, ihm freundlich begegnen oder ihn sogar töten – was ein Kopfgeld nach sich ziehen könnte.

Realismus überall: Alles hängt zusammen

Die Umwelt reagiert aber auch auf darauf, wenn der Spieler etwa einen toten Gesuchten auf seinem Pferd transportiert – Passanten begegnen dem Spieler dann mit einer völlig anderen Einstellung. Der Realismus geht wohl so weit, dass ein im Kampf verlorener Hut auch nicht einfach magisch wieder auftaucht – wer seine Kopfbedeckung verliert, muss sich erst einmal wieder eine neue besorgen. Wenn das Pferd mit Jagdbeute beladen ist, mit der das Banditen-Camp versorgt werden muss, kann es auch sein, dass das Fleisch verrottet, wenn der Spieler sich beim Transport in der Sonne zu viel Zeit lässt. Das wiederum schlägt sich auch auf die Stimmung der Bewohner der Basis nieder.

 Die Spielwelt von "Red Dead Redemption 2" bietet auch landschaftliche Variationen. fullscreen
Die Spielwelt von "Red Dead Redemption 2" bietet auch landschaftliche Variationen. (©Rockstar Games 2018)

Das Camp: Ein lebendiges Ökosystem

Das Banditen-Camp ist den Berichten zufolge nicht nur ein Ort zum Schlafen, sondern eine Art lebendiges Ökosystem: Alle Bewohner gehen täglichen Arbeiten nach und bitten Morgan dabei um Hilfe – als rechte Hand des Anführers Dutch trägt er eine gewisse Verantwortung gegenüber den anderen Gang-Mitgliedern. Der Spieler soll in "Red Dead Redemption 2" durchaus eine Wahl haben, ob er sich um die Belange des Camps schert oder nicht. Zu seinen Aufgaben gehört es dann aber zum Beispiel für den Koch auf Jagd zu gehen.

Lebensecht & herzzerreißend: Die Jagd

Bei der Jagd auf Hirsche, Vögel, Hasen oder Bären kann Arthur beliebige Waffen einsetzen, wobei sich Pfeil und Bogen jedoch besonders anbieten. Zersetzt er das Tier nämlich beispielsweise mit einer deftigen Ladung Schrot, senkt dies den Wert der Beute beträchtlich – was wiederum zu mieser Stimmung im Camp führen kann. Allem Anschein nach ähnelt das Jagd-System in "Red Dead Redemption 2" dem des ersten Teils, fügt aber noch jede Menge Realismus hinzu: Verletzte Tiere geben vor Schmerz bitterliche Laute von sich, bevor der Spieler ihnen den Todesstoß versetzt. Das dürfte zu noch höherer Immersion führen, Tierfreunde werden damit aber möglicherweise ein bisschen zu kämpfen haben.

 Die Jagd scheint ein wichtiger Aspekt im Spiel zu werden. fullscreen
Die Jagd scheint ein wichtiger Aspekt im Spiel zu werden. (©Rockstar Games 2017)

Das Pferd – Deine mobile Basis

Besonderes Augenmerk hat Rockstar Games in "Red Dead Redemption 2" auf das Pferd des Spielers gelegt. War dies den Entwicklern zufolge im ersten Teil eher ein "austauschbares Fahrzeug", soll die Bindung zum individuellen Reittier nun viel stärker werden. Je vertrauter das Pferd mit dem Reiter im Spiel ist, desto besser reagiert es auf Befehle und desto sicherer verhält es sich in Stresssituationen. Das Tier trägt auch Gepäck, Waffen und Ausrüstung, die verloren geht, wenn das Pferd nicht mehr in Reichweite ist. Denn: Der aus dem ersten Spiel vertraute Pfiff nach dem Reittier lässt dieses nur antraben, wenn es sich auch in unmittelbarer Umgebung befindet. Hier ist ein enormer Zuwachs an Realismus zu spüren, der sogar bis hin zu unterschiedlichen Verhaltensweisen verschiedener Pferderassen reicht.

Wild-West bedeutet noch immer Freiheit

Auch sonst ist Realismus ein wichtiger Aspekt im Spiel: Während des Tag-und-Nacht-Zyklus wechseln sich etwa die Wachen des Banditen-Camps regelmäßig ab, andere Bewohner gehen morgens ihren Aufgaben nach und hacken etwa Feuerholz. Die Entwickler versicherten aber auch, dass es sich bei "Red Dead Redemption 2" keinesfalls um ein "Management-Game" handelt – wer will, kann auch einfach tagelang durch die Wildnis streifen und dabei nicht ins Camp zurückkehren. Die Bewohner machen dann zwar eine entsprechende Bemerkung, der Spieler wird dafür aber nicht wirklich bestraft.

 Arthur Morgan (zweiter von links) ist die Spielfigur in "Red Dead Redemption 2". fullscreen
Arthur Morgan (zweiter von links) ist die Spielfigur in "Red Dead Redemption 2". (©Rockstar Games 2018)

Demo lief auf Standard-PS4

Den Kollegen von IGN zufolge sah die immens lebendige Spielwelt wirklich atemberaubend gut und detailliert aus – es gibt sogar kleine Fliegen, die Arthur Morgan beim Ritt durch malerische Landschaften um die Ohren schwirren. Rockstar Games überraschte die anwesenden Gäste dann mit der Aussage, dass das Spiel in diesem Moment auf einer Standard-PS4 liefe, nicht auf einer PS4 Pro oder gar einem Entwickler-PC. Hier haben die Entwickler die Zeit, die sie durch die Verschiebungen gewonnen haben, wohl auch genutzt um die Spiel-Engine weiter zu schärfen.

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