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Retro-Games: Diese 7 Dinge haben in alten Spielen richtig genervt

Da kann "Super Mario Bros." noch so kultig sein: Wenn Du kurz vor dem Bosskampf Dein letztes Leben verlierst, wirst Du das Game verfluchen!
Da kann "Super Mario Bros." noch so kultig sein: Wenn Du kurz vor dem Bosskampf Dein letztes Leben verlierst, wirst Du das Game verfluchen! (©YouTube/Master0fHyrule 2017)

Alte Spiele konnten einige Vorzüge für sich verbuchen: Es gab keine Mikrotransaktionen, die Retro-Games waren vollständig statt DLCs nachzureichen und sie liefen auch ohne Day-One-Patch ohne grobe Fehler. Aber die Klassiker auf alten Spielekonsolen und PCs haben uns mit diesen sieben Features auch richtig genervt.

1. Game Over

 Einst bedeutete "Game Over" wirklich, dass Du das gesamte Spiel noch einmal von Neuem spielen musstest. fullscreen
Einst bedeutete "Game Over" wirklich, dass Du das gesamte Spiel noch einmal von Neuem spielen musstest. (©Sega via YouTube / GameOverContinue3 2017)

Wenn Du in den alten 2D-Klassikern wie den ersten "Sonic"-Spielen alle Leben aufgebraucht hattest, warst Du tot. So richtig tot. Auf eine Weise tot, die Dich nicht wieder beim letzten Rücksetzpunkt anfangen ließ. Stattdessen musstest Du das gesamte Spiel noch einmal durchzocken. Wer kurz vorm Bezwingen des Endgegners das Zeitliche segnete, knallte da schon mal gerne das Joypad an die Wand.

Der Joypad-Verschleiß ist heute geringer geworden – und Du musst die Konsole nicht mehr ein paar Tage anlassen, während Du verreist, damit Dein Spielstand nicht verloren geht. Gut, dass diese sadistische Art von "Game Over" das Zeitliche gesegnet hat. Nur die "Dark Souls"-Spiele erinnern noch ein wenig an jene düstere Epoche.

2. Kein richtiges Ende

 Du hast es geschafft und so... Wenigstens erscheint nach dem Text am Ende von "Doom 1" noch ein Bild von einem toten Kaninchen. Na ja. fullscreen
Du hast es geschafft und so... Wenigstens erscheint nach dem Text am Ende von "Doom 1" noch ein Bild von einem toten Kaninchen. Na ja. (©ID Software via YouTube / iPhantom 3D 2017)

Heute darfst Du von Spielen ein richtiges Ende mit aufwendigen Videos und einem "Game Plus"-Modus erwarten, der den Wiederspielwert erhöht. Früher gab es allenfalls eine simple Animation und anschließend liefen die Credits über den Bildschirm – oder es wurde sogar nur ein Textblock wie im ersten "Doom" spendiert, der Dich über das weitere Geschehen informierte. So warst Du stets zunächst erfreut und dann enttäuscht, nachdem Du den Endgegner besiegt hattest.

3. Klon-Armee

 Hier kämpfen Ken und Ryu aus "Street Fighter 1" gegen Ken und Ryu aus "Street Fighter 2" – und alle bewegen sich genau gleich. fullscreen
Hier kämpfen Ken und Ryu aus "Street Fighter 1" gegen Ken und Ryu aus "Street Fighter 2" – und alle bewegen sich genau gleich. (©Capcom via YouTube / Video Game Mod Museum 2017)

Die Wiederverwertung von Figuren war früher noch stärker ausgeprägt als heute. So bewegten sich Ken und Ryu in den ersten "Street Fighter"-Kampfspielen genau auf dieselbe Weise und kloppten mit denselben Moves aufeinander ein. Bestimmte Gegnertypen mit den grundlegend gleichen Eigenschaften gibt es heute noch, aber Feinde ähneln nicht länger einer Klonarmee wie in den "Metal Slug"-Klassikern. Eine ausgefeiltere KI macht ihre Aktionen auch deutlich weniger vorhersehbar.

4. Autoscrolling

Viele alte Spiele wie "Balloon Kid" und einzelne Level in Games wie den alten "Sonic"- und "Mario"-Spielen setzten auf automatisch scrollende Level. Manchmal wurde Deine Spielfigur mitbewegt, manchmal wurde sie getötet, sobald sie zurückblieb. Das ergab überhaupt keinen Sinn. Die reale Welt ist auch nicht ständig hinter Dir her und tötet Dich, wenn Du nicht schnell genug läufst. Wenigstens musst Du heute in der Regel nicht mehr der Spielwelt entkommen, um ein frühes Ableben zu vermeiden.

5. Multiplayer für einen Spieler zugleich

 "Super Mario World" konntest Du auf dem SNES auch zu Zweit spielen – aber nur abwechselnd. fullscreen
"Super Mario World" konntest Du auf dem SNES auch zu Zweit spielen – aber nur abwechselnd. (©Nintendo 2017)

Spiele wie "Super Mario World" hatten einen Mehrspielermodus für nur einen Spieler zur selben Zeit. Die beiden Spieler wechselten sich nämlich beim Zocken ab und die Level, die einer absolvierte, galten auch für den anderen als geschafft. Außerdem konntest Du mit der Schultertaste Leben an den zweiten Spieler übertragen. Im Grunde konnte man solche "Multiplayer"-Modi auch alleine durchspielen. Und wer jemals als mittelmäßig begabter Jump'n'Run-Zocker mit einem echten Controller-Pro zusammengespielt hat, kennt das Gefühl, sich beim ewigen Warten auf den eigenen Einsatz elend zu langweilen.

6. Wasserlevel

 Wasserlevel wie in "Earthworm Jim" waren zwar eine nette Abwechslung aber kein großer Spaß. fullscreen
Wasserlevel wie in "Earthworm Jim" waren zwar eine nette Abwechslung aber kein großer Spaß. (©Shiny via YouTube / JohnnyDfox 2017)

Die Wasserlevel in 2D-Klassikern wie "Sonic CD" oder "Earthworm Jim" waren aufgrund der frischen Szenerie und Spielweise zunächst willkommen. Aber allzu viel Spaß haben sie eigentlich nicht gemacht: Sonic etwa war immer kurz vor dem Ersticken und so musstest Du, begleitet von Panik-Musik, schnell Luftblasen ausfindig machen. Die Steuerung war dazu im kühlen Nass träge und ungenau. Alles in allem waren Wasserlevels eigentlich nur in dem Moment eine echte Freude, in dem der rettende Ausgang zum Greifen nah war.

7. Filmumsetzungen fast ohne Zusammenhang zum Film

 "E.T. the Extra-Terrestrial" für den Atari 2600 gilt als eines der schlechtesten Spiele aller Zeiten. fullscreen
"E.T. the Extra-Terrestrial" für den Atari 2600 gilt als eines der schlechtesten Spiele aller Zeiten. (©Atari via YouTube / J.C. 2017)

Weißt Du noch, als E.T. in Steven Spielbergs Filmklassiker immer wieder in einen Abgrund gefallen ist und seinen langen Hals ausstrecken musste, um wieder emporzusteigen? Nein? Jedenfalls war dies ein wichtiger Spielaspekt in der Game-Adaption des Films für den Atari 2600. Kein Wunder, dass einige Tausend nicht verkaufte Module des Spiels tatsächlich in der Wüste von New Mexico vergraben wurden ...

Doch auch andere Filmumsetzungen wie "Total Recall" hatten in weiten Teilen so gut wie nichts mit der Vorlage gemein: Hier kämpfst Du zum Beispiel gegen Feinde in rosafarbenen Jogginganzügen, Killerkatzen und Skelette. Da hatte Schwarzenegger auf dem Mars aber anderes zu tun. Heute sind Spiele zu Filmen immer noch häufig von magerer Qualität, aber wenigstens hängen sie irgendwie mit den Filmvorbildern zusammen.

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