Schön war's: Diese vier Serien von Telltale Games fanden wir am besten

Telltale Games schließt. Wir danken für die vielen tollen Geschichten.
Telltale Games schließt. Wir danken für die vielen tollen Geschichten. (©YouTube/Telltale Games 2018)
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Schweren Herzens nehmen Adventure-Fans Abschied von Telltale Games: Das Studio machte sich mit mitreißenden Erzähl-Adventures einen Namen, nun musste es schließen. Wir schauen noch einmal zurück – auf die vier Spiele,  die uns am besten gefallen haben.

Telltale Games hat mit seinen Titeln bewiesen, wie auch mit wenigen und einfachen Spielmechaniken spannende Geschichten erzählt werden können. Gerade weil das Element des Spielens in den Games in den Hintergrund trat, wurde das Storytelling besonders ins Rampenlicht gerückt. Wir schauen zurück auf unsere vier Favoriten und bedanken uns für viele schöne Momente.

"The Wolf Among Us"

"The Wolf Among Us" basiert auf der amerikanischen Comicserie "Fables" und ist ein Prequel der Serie. Im Spiel übernimmst Du die Rolle von Bigby Wolf. Bigby ist Sheriff von Fabletown, einer Stadt voller Wesen aus Märchen und Sagen. Seine Aufgabe ist es, die kleine Gemeinde vor dem Rest der Welt zu verstecken und Recht und Ordnung zu wahren. In insgesamt fünf Episoden begleitest Du Bigby bei der Aufklärung einer Mordserie in Fabletown.

Telltale Games hat es mit "The Wolf Among Us" geschafft, eine originelle Geschichte auf Basis des "Fables"-Universums zu schaffen. Besonders gut hat uns das Erzähltempo des Spiels gefallen: Ruhige Szenen, in denen wir Hinweise sammeln und Gespräche führen, stehen in einem guten Verhältnis zu actionreichen Sequenzen, in denen wir verdächtige Personen verfolgen oder uns mit Gegnern prügeln. Eine zweite Season von "The Wolf Among Us" war schon in Planung, wird nun aber leider nicht mehr erscheinen.

"Tales from the Borderlands"

Mit "Tales from the Borderlands" versuchte sich Telltale Games an der Space-Western-Reihe "Borderlands" von 2K Games. Bei der Handlung knüpft das Spiel direkt an die Ereignisse aus "Borderlands 2" an. Die Geschichte findet größtenteils auf dem Planeten Pandora statt, der für seine vielen Schätze bekannt ist. Die Protagonisten des Games sind der ehemalige Hyperion-Angestellte Rhys und die Trickbetrügerin Fiona. Zu Beginn des Spiels haben beide eine eher feindselige Beziehung, erfahren dann aber zufällig von der Existenz einer Schatzkammer und begeben sich gemeinsam auf die Suche. Die stellt sich als echtes Abenteuer mit allerlei Gefahren heraus.

Besonders gut an "Tales from the Borderlands" gefielen uns die sympathischen Charaktere, die kreative Geschichte im "Borderlands"-Universum und der Humor, der uns an vielen Stellen herzlich zum Lachen gebracht hat.

"Batman – The Enemy Within"

"Batman – The Enemy Within" war bereits das zweite Spiel aus der Feder von Telltale Games, in dem der Held aus Gotham City die Hauptrolle spielt. Das Spiel knüpft direkt an den den Vorgänger "Batman – The Telltale Series" an. Der Riddler ist nach Gotham zurückgekehrt und die Sicherheit der Stadt ist in Gefahr. Bei der Jagd nach dem Kriminellen ist Bruce Wayne dazu gezwungen, mit John Doe, dem späteren Joker, zu kooperieren. Der Riddler ist aber nicht die einzige Gefahr ...

Besonders gut an "Batman – The Enemy Within" war die Möglichkeit, Einfluss auf die Entwicklung von John Doe nehmen zu können. Das Spiel gab uns das Gefühl, dass es in unserer Hand liegt, ob John Doe zum Superbösewicht Joker mutiert. Es zeigte uns außerdem eine Seite vom Joker, die wir bisher so nicht gesehen hatten.

"The Walking Dead: The Final Season"

Stellvertretend für die komplette "The Walking Dead"-Reihe von Telltale Games muss an dieser Stelle natürlich "The Walking Dead: The Final Season" stehen. Während wir am Anfang noch Lee Everett bei seiner Reise durch die Zombie-Apokalypse begleiteten, wechselte nach seinem Tod die Protagonistenrolle zu Clementine.

Seit Season 2 kämpften wir uns mit Clementine durch die brutale, postapokalyptische Welt und trafen schwerwiegende Entscheidungen, an die wir uns jetzt noch erinnern. Über mehrere Episoden konnten wir ihre Entwicklung vom verängstigten Mädchen zur kampferprobten Teenagerin miterleben. Mit "The Walking Dead: The Final Season" hätte ihre Reise eigentlich ein würdiges Ende finden sollen.

Leider veröffentlichte Telltale Games aber nur die ersten beiden Episoden der finalen Season. Die plötzliche Schließung des Studios war für viele Fans eine böse Überraschung. Ob die letzte Season irgendwie doch noch abgeschlossen wird, steht in den Sternen. Einen Hoffnungsschimmer scheint es aber noch zu geben – in Form von externen Partnern, die Interesse am Abschluss der Serie haben.

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