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So viel wird eine Nintendo Switch wirklich kosten

Die Nintendo Switch kostet 329 Euro, dafür gibt es aber nur Basis-Kost.
Die Nintendo Switch kostet 329 Euro, dafür gibt es aber nur Basis-Kost. (©YouTube/gameranx 2017)

Die Nintendo Switch kostet zum Release 299 US-Dollar, hierzulande wohl 329 Euro. Im Lieferumfang enthalten sind die grundsätzlichen Komponenten, die für den Start der Konsole ausreichen. Wer das volle Potenzial der Hybrid-Konsole nutzen will, muss deutlich mehr auf den Tisch legen – und deswegen wird die Nintendo Switch für viele Gamer deutlich teurer.

Am 3. März erfolgt der Release der heiß erwarteten Nintendo Switch. In den USA beträgt die unverbindliche Preisempfehlung 299 US-Dollar zuzüglich Steuern, hierzulande können die Händler das selbst entscheiden. Der japanische Konzern hat bislang keine UVP für Deutschland verraten. Bedeutet: Mindestens 329 Euro wirst Du für die Nintendo Switch wohl zahlen müssen. Im Lieferumfang enthalten sind neben Handheld und Dock außerdem zwei Joy-Con-Controller, eine Halterung, Handgelenkschlaufen sowie ein HDMI-Kabel und ein Netzteil. Das reicht aus, um die Konsole in Betrieb zu nehmen. Für unbegrenzten Spielspaß musst Du jedoch zahlreiches Zubehör erwerben.

1. microSD-Karte mit 64 GB: 20 Euro

Starten wir mit einer naheliegenden Tatsache: Der interne Speicher der Switch ist mit einer Kapazität von 32 GB alles andere als üppig bemessen, für das Download-Zeitalter sogar ziemlich mager. Wer seine Games also nicht nur in physischer Form kauft, sondern Spiele auch digital herunterlädt, wird schnell an die Grenzen kommen. Allein der Starttitel "Zelda: Breath of the Wild" soll 13,4 GB des freien Speichers belegen, also knapp 42 Prozent der gesamten Speicherkapazität – den reservierten Platz für das Betriebssystem nicht einmal einberechnet.

 Der interne Speicher der Switch beträgt gerade einmal 32 GB. fullscreen
Der interne Speicher der Switch beträgt gerade einmal 32 GB. (©TURN ON 2017)

Zum Glück lässt sich der Speicher mithilfe einer microSD-Karte um bis zu 2 TB erweitern. Wer beispielsweise zu einer Speicherkarte mit 64 GB greift, muss dafür etwa 20 Euro veranschlagen. Erhältlich sind microSD-Karten derzeit maximal mit bis zu 256 GB Speicher. Kostenpunkt: rund 150 Euro. Externe USB-Festplatten werden zum Release nicht unterstützt. Der Support dafür könnte laut Nintendo aber später nachgereicht werden.

2. Zusätzliche Joy-Con-Controller: 80 Euro

 Für echten Multiplayer-Spaß muss ein zweites Paar Joy-Con her. fullscreen
Für echten Multiplayer-Spaß muss ein zweites Paar Joy-Con her. (©Nintendo 2017)

Ein Paar Joy-Con-Controller liegt zwar im Lieferumfang bei, doch für ordentlich Multiplayer-Spaß benötigt man zumindest ein zweites Paar – und dieses schlägt mit rund 80 Euro zu Buche. Zwar werden auch für andere Konsolen mehrere Gamepads benötigt, doch für einen zusätzlichen Xbox One-Controller musst Du nicht einmal 50 Euro bezahlen. Zwar kann man aus einem Set Joy-Con-Controller auch zwei Einzelne machen. Doch aufgrund der kleinen Maße ist das höchstens eine Alternative für den kurzen Spielspaß zwischendurch, bestimmte Games benötigen auch ein vollständiges Joy-Con-Set pro Spieler.

3. Nintendo Switch Pro Controller: 70 Euro

 Profi-Gamer dürften den Pro Controller bevorzugen. fullscreen
Profi-Gamer dürften den Pro Controller bevorzugen. (©Nintendo 2017)

Ohne Frage, sind die beiden Joy-Con an der Halterung befestigt, lässt sich damit einigermaßen gut spielen – wie nicht zuletzt unser Hands-on-Test gezeigt hat. Dennoch: Echte Gamer werden höchstwahrscheinlich zu einem guten und vor allem ergonomischen Gamepad greifen. Mit dem Switch Pro Controller bietet Nintendo ein solches Exemplar zum Start an. Der Preis: 70 Euro. Eine Investition, die früher oder später viele Spieler wohl oder übel tätigen werden. Damit allerdings ist der Pro Controller der teuerste Vertreter, verglichen mit den Standard-Gamepads für die PS4 und Xbox One. Dafür dürfte dieser aber spezielle Features bieten, die den Joy-Cons fehlen.

4. Nintendo Switch Joy-Con-Aufladehalterung: 30 Euro

 Wer ein zweites Paar Joy-Con besitzt, muss für die Verbindung eine Aufladehalterung kaufen. fullscreen
Wer ein zweites Paar Joy-Con besitzt, muss für die Verbindung eine Aufladehalterung kaufen. (©Nintendo 2017)

Wer ein zweites Set Joy-Con sein Eigen nennt, wird spätestens dann zweifeln, wenn es darum geht, beide Teile zu einer Einheit zu verbinden. Denn: Bekanntlich liegt dem Lieferumfang nur eine Halterung bei, die auch derzeit nicht nachgekauft werden kann. Wer stattdessen ein zweites Paar zu einem Controller zusammensetzen will, muss die Joy-Con-Aufladehalterung für 30 Euro kaufen. Diese bietet zwar im Vergleich zur herkömmlichen Halterung eine Aufladefunktion. Doch damit sind die Spieler auch gezwungen, für ein Feature zu zahlen, das sie eventuell gar nicht unbedingt benötigen.

5. "Zelda: Breath of the Wild": 65 Euro

Klar, ohne Games ist eine Konsole sinnlos. Dabei handelt es sich natürlich nicht um versteckte Kosten. Aber ein Starttitel liegt nicht bei, anders als beispielsweise seinerzeit bei der Wii. Der Boss von Nintendo Amerika begründete dies mit dem Preisaspekt. Man wollte die Konsole unbedingt für 299 US-Dollar anbieten, mit einem beigelegten Spiel wäre diese Grenze überschritten worden. Zum Start dürften die meisten Gamer wohl zu "Zelda: Breath of the Wild" greifen, das derzeit für 65 Euro vorbestellt werden kann. Aber auch die Minigames-Collection "1-2 Switch" ist mit 50 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Da aber nicht mal eine Demo beiliegen wird, muss man auf jeden Fall einige Euro investieren.

6. So viel kostet die Nintendo Switch wirklich: 595 Euro

Rechnet man alle zusätzlichen Kosten zusammen, kommt man auf rund 265 Euro – zusätzlich zur eigentlichen Konsole, die wohl 330 kosten dürfte. Macht zusammen 595 Euro, wenn man einigermaßen gut ausgestattet loslegen will. Ob Nintendo mit der Switch angesichts der überraschenden Preispolitik die erhofften Erfolge feiern wird, bleibt abzuwarten. Auch das Lineup zum Launch ist äußerst mager, wenngleich für das laufende Jahr noch einige Perlen angekündigt wurden.

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