Meinung

"Star Wars: Battlefront 2" & Co.: 8 EA-Highlights von der E3 2017

Auf der EA Play zur E3 2017 gab es leider nur wenige Überraschungen.
Auf der EA Play zur E3 2017 gab es leider nur wenige Überraschungen. (©Electronic Arts 2017)

Was war das denn? Das diesjährige EA-Event zur Spielemesse E3 2017 verblüffte die internationalen Zuschauer mit wenigen Überraschungen, einer angetäuschten Sensation und einer eigenartigen Werbestrategie. Wir zeigen die acht E3-Highlights von Electronic Arts.

1. "Madden 18": Jetzt mit Story-Modus

Hierzulande mag die traditionsreiche American-Football-Simulation ein Nischendasein pflegen, für Electronic Arts ist dieser Franchise allerdings eine der erträglichsten Reihen im Angebot. Entwickler EA Tiburon hat sich für dieses Jahr den erfolgreichen Story-Mode aus hauseigenen Spielen wie "FIFA" abgeguckt und integriert nun mit "Longshot" eine entsprechende Singleplayer-Kampagne in "Madden 18". Release von "Madden 18" ist am 25. August 2017.

2. "Battlefield 1": Die Russen kommen

Für den erfolgreichen Weltkriegs-Shooter "Battlefield 1" hat Electronic Arts nicht nur zwei neue Nacht-Maps für diesen Sommer im Angebot, sondern verriet im Zuge der DLC-Präsentation von "In the Name of the Tsar" auch neue Details zur Einführung der russischen Fraktion ins Spiel. Im Rahmen des Updates sollen ab September sechs weitere Maps für "Battlefield 1" erscheinen.

3. "FIFA 18": Alex Hunter kehrt zurück

Dass Cristiano Ronaldo in diesem Jahr Coverstar von "FIFA 18" wird, wurde bereits vor der E3 2017 bekannt gegeben. Größte Überraschung während des Events war wohl, dass der Story-Modus "The Journey" mit Hauptfigur Alex Hunter fortgesetzt wird. Haufenweise Fußball-Prominenz mutmaßte im Video über die Zukunft des Spielers. Es sieht danach aus, dass der Story-Modus in "FIFA 18" nicht mehr nur auf die englische Liga beschränkt ist – sogar die Bundesliga fand als möglicher Schauplatz Erwähnung.

4. "Need for Speed: Payback": Fehlt nur noch Vin Diesel...

Das neue Rennspiel von Electronic Arts wird in einer Open-World-Umgebung stattfinden und soll vor allem mit einer mitreißenden Story überzeugen. Tatsächlich erinnert die Optik stark an die erfolgreichen "Fast and Furious"-Filme – Crashs in Zeitlupe, auffällige Supercars und jede Menge Möglichkeiten zum Aufpimpen der Autos locken Adrenalin-Junkies ab dem 10. November auf die virtuelle Straße.

5. "A Way Out": Innovativer Koop-Titel

Entwickler Hazelight Studios zeigte dann mal eine echte Überraschung: Schöpfer Jesef Fares eroberte auf sympathische Art die Bühne und sprach über sein neues Spiel "A Way Out". Fares war sichtlich aufgeregt und präsentierte das reine Multiplayer-Game mit echtem Enthusiasmus. Darin brechen zwei Spieler im Splitscreen-Koop aus einem Gefängnis aus, das Abenteuer lässt sich nur zu zweit lösen und erinnerte vom Look her ein wenig an "Uncharted 4". Der Release soll Anfang 2018 für PS4, Xbox One und PC erfolgen.

6. "NBA Live 18": Rückkehr mit Story-Mode

Eigentlich hatte Electronic Arts seine Basketball-Simulation ja fast schon aufgegeben. Seit zwei Jahren gab es keinen neuen Titel zu der Reihe, da die Konkurrenz mit "NBA 2K" uneinholbar erschien. Nun wagt man sich wohl doch an einen Neustart – mit einer überarbeiteten Steuerung, Rap-Megastar Kendrick Lamar im Soundtrack und einem Story-Modus namens "The One". Im August 2017 sollen Basketball-Fans mit einer Demo von der Rückkehr überzeugt werden. Ob das Spiel auch für Nintendo Switch erscheint, ist unklar.

7. "Anthem": Die angetäuschte Sensation

Seit Langem munkelte man über das geheimnisvolle Projekt "Dylan" von "Mass Effect"-Entwickler Bioware. Auf der E3 2017 ließ Electronic Arts die Katze nun aus dem Sack – allerdings nur so halb. Gezeigt wurde lediglich ein kurzes Teaser-Video zu "Anthem", einer Art Open-World-Shooter in Third-Person-Optik. Im "Iron Man"-Exo-Anzug gehen die Spieler hier auf gemeinsame Missionen – aller Wahrscheinlichkeit nach wird es ebenso PvP-Elemente geben. Leider beraubte sich Electronic Arts hier selbst um das absolute Highlight: Richtig gezeigt wurde das Game dann erst auf dem Xbox-E3-Briefing von Microsoft einen Tag später.

8. "Star Wars: Battlefront 2": Kein kostenpflichtiger DLC mehr

Auch keine Überraschung, aber besser als erwartet: Electronic Arts zeigte ausführliches Gameplay-Material zum Multiplayer-Shooter "Star Wars: Battlefront 2". Schauspielerin Janina Zione, die im Story-Modus die Hauptrolle der imperialen Iden Versio spielt, legte zudem eine sympathische Präsentation des Games hin. Ein neues Klassensystem, Schlachten in drei Phasen und viele Charaktere aus allen drei Äras der "Star Wars"-Saga machen neugierig auf mehr.

Etwas fragwürdig war EAs Entscheidung, "Star Wars: Battlefront 2" mit einem kommentierten Live-Gameplay zu präsentieren. Der Verlauf einer solchen Partie ist natürlich kaum vorhersehbar, und ein qualifizierter Live-Kommentar ist eigentlich nur möglich, wenn der Kommentator sehr vertraut mit dem Spiel ist. Stattdessen setzte man ein paar bekannte YouTuber auf die Kommentatoren-Sessel, gab ihnen ein grobes Skript an die Hand und ließ das Spiel einfach mal laufen. Insgesamt wirkte die Demo dadurch leider etwas chaotisch. Trotzdem: "Star Wars: Battlefront 2" hinterlässt einen guten Eindruck, zudem soll sämtlicher DLC nach dem Release am 31. Oktober 2017 kostenfrei zugänglich sein.

Lowlight: Wie man Youtuber nicht in Werbekampagnen integriert

Offenbar hat Electronic Arts bemerkt, dass man um YouTuber und andere Influencer heutzutage nicht mehr herumkommt. Daher flog man einen Haufen an Internet-Persönlichkeiten ein und ließ diese Werbung für die neuesten Spiele machen. An sich ist das ja okay, allerdings ist nicht jeder YouTuber gleichzeitig für Live-Moderationen vor einem Millionenpublikum geeignet, was vereinzelt zu seltsamen Situationen während der Show führte.

YouTuber Jesse Wellens etwa ist eigentlich für Prank-Videos, also alle Arten von Streichen, bekannt und hat über 10 Millionen Abonnenten. Anstatt ihn aber das machen zu lassen, was er am besten kann, sollte er live "Need for Speed: Payback" vorstellen. Das ging leider ziemlich in die Hose, was sowohl ihm als auch seinen Fans und auch EA einen Bärendienst erwiesen hat. Insgesamt konnte man beim Ansehen des Streams das Gefühl bekommen, dass Electronic Arts nicht so recht verstanden hat, warum die bezahlten YouTuber überhaupt so erfolgreich sind.

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