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Vergleich: 5 Dinge, die PS5 von Xbox Scorpio übernehmen könnte

Wird die Xbox Scorpio so aussehen? Zur E3 wissen wir vermutlich mehr ...
Wird die Xbox Scorpio so aussehen? Zur E3 wissen wir vermutlich mehr ... (©Twitter / 16 Blocks x Trza 2017)

Schon seit Jahren gibt es Spekulationen, wie eine PS5 aussehen und was sie "können" sollte. Mit der Xbox Scorpio bekommen solche Spekulationen nun neue Nahrung. Vor allem aber wird die neue Microsoft-Konsole Maßstäbe setzen, an denen sich Sony beim Entwickeln der PS5 orientieren muss.

Wenn Microsoft mit der Xbox Scorpio eine neue Superkonsole auf den Markt bringt, die die PlayStation 4 locker übertrifft, kann Sony nicht einfach die Füße still halten, sondern muss reagieren. Aber die reine Hardware-Leistung wird es nicht sein, die den Konsolen-Krieg entscheidet, sondern auch viele andere Faktoren. Es kommt auf die verfügbaren Spiele an, aber auch noch auf einige andere Dinge – und da hat Microsoft in letzter Zeit einige gute Entscheidungen getroffen. In dieser Liste führt TURN ON auf, was Sony von Microsoft lernen kann, bis die PlayStation 5 auf den Markt kommt.

1. Die Abwärtskompatibilität

Eigentlich ein Feature, das Microsoft sich von Sony geklaut hat. Wer kann sich noch daran erinnern, dass die PS2 damals mit (fast) voller Abwärtskompatibilität auf den Markt kam? Es gab nur ganz wenige originale PlayStation-Titel, die nicht auch auf der PS2 liefen und vermutlich hat das erheblich zum Erfolg der neuen Konsole beigetragen.  Für die Xbox One ist die Abwärtskompatibilität, die es jetzt seit zwei Jahren für etliche Titel gibt, bestimmt kein entscheidendes Verkaufsargument – aber sie ist dennoch wichtig. Diese Maßnahme schafft nämlich das Vertrauen des Kunden in das gesamte Spiele-Ökosystem des Herstellers. Die Xbox Scorpio wird voll mit der Xbox One kompatibel sein, ob Sony mit der PS5 nach der PS4 Pro eine ähnliche Strategie verfolgt, ist fraglich.

 Die Xbox One ist abwärtskompatibel. fullscreen
Die Xbox One ist abwärtskompatibel. (©Marco Verch 2015)

2. Das Spiele-Ökosystem

Spieler merken, dass der Plattform-Hersteller sich um ihre Belange kümmert, wenn eben auch verschiedene Plattformen wie Windows 10 und Xbox One zusammenkommen. Microsoft hat bereits auf der E3 2015 angefangen, das Betriebssystem Windows 10 als Spiele-Plattform neu zu entdecken und nach und nach mit der Xbox One zu verschmelzen. Damit sind auch PC-Spiele wieder wichtiger geworden. Sony ist hier noch nicht so weit und hat dieses Thema in den letzten Jahren technologisch eher stiefmütterlich behandelt. Mit der PS4 hat Sony das integrierte System etwa von PS3 und PS Vita aufgegeben und das Feld Microsoft überlassen. Warum eigentlich?

3. Den Xbox Game Pass

Geniale Idee, muss man sagen: Demnächst wird es mit dem Xbox Game Pass ein Spiele-Abo von Microsoft geben, das Zugriff auf 100 immer rotierende Xbox-Spiele gewährt. Eine Testphase bis Ende April verlief erfolgreich, und der Start des Dienstes für jedermann steht unmittelbar bevor. Das Microsoft-Angebot ähnelt dem Modell von EA Access und ist deutlich besser als PS Now, Sony sollte hier dringend nachbessern, um konkurrenzfähig zu bleiben. Und das wäre technisch auch jetzt schon möglich, man müsste dafür nicht auf eine noch nebulöse PlayStation 5 warten.

4. Cross Plattform-Play

Das vermutlich wichtigste Feature und die Beschränkung, die am meisten nervt. Warum soll man identische Spiele nicht auf verschiedenen Plattformen miteinander spielen können? Microsoft hat sehr lautstark die Xbox One dafür geöffnet, Sony hat sich dagegen nicht gerührt. Natürlich gibt es in Sachen Steuerung Plattform-abhängige Nachteile, aber das könnte man doch einfach auch der Entscheidung der Spieler überlassen. Wer bereit ist, diese Nachteile in Kauf zu nehmen, der kann sich auf gemischten Netzwerken tummeln – wer das nicht möchte, lässt es einfach bleiben. Und bei etlichen Titeln würde es keine Nachteile geben, etwa im Sportbereich, weil man da eh auch am PC mit Gamepad spielt. Sonys Haltung zum Thema scheint eher strategischer Natur zu sein, ob sich dies mit der PS5 ändern wird?

 PlayStation Now ist mit dem Xbox Games Pass nicht vergleichbar. fullscreen
PlayStation Now ist mit dem Xbox Games Pass nicht vergleichbar. (©Youtube / PlayStation EU 2017)

5. Die schnelle digitale Rückgabe

Microsoft hat kürzlich ein System eingeführt, mit dem sich Spiele sehr unkompliziert sowohl bei Xbox One wie auch unter Windows 10 zurückgeben lassen, falls das Spiel beispielsweise nicht läuft. Wer das Spiel weniger als zwei Stunden gespielt hat, kann es in den ersten 14 Tagen nach dem Kauf einfach so zurückgeben. Das ist ideal um zu testen ob der Titel läuft oder dem Geschmack des Spielers entspricht. Auch dies ist für sich kein wichtiges Feature, aber ebenfalls eines, das Vertrauen schafft. Hier könnte Sony auch noch einiges nachbessern und auch das schnell und nicht erst mit der PS5.

Fazit: Microsoft holt mächtig auf, Sony muss etwas tun

Wenn die PlayStation 5 auf den Markt kommt, wird sie natürlich leistungsfähiger sein, als die Xbox Scorpio - das ist klar. Aber das Drumherum aus Spielen und Service für die Gamer wird mit entscheidend sein dafür, welche Konsole sich durchsetzt. Sony hat mit seiner PlayStation das Rennen hier immer angeführt. Microsoft hat aber in den letzten zwei, drei Jahren viel unternommen, um wieder aufzuholen. Auch das Thema Exklusiv-Titel hat Microsoft mittlerweile als Problem erkannt, ob die Japaner hier langfristig den großen Vorsprung bewahren können, wird sich zeigen.

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