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Welche VR-Grafikkarte brauchst Du für Oculus Rift & HTC Vive?

VR-Brillen wie die HTC Vive brauchen jede Menge Grafikpower.
VR-Brillen wie die HTC Vive brauchen jede Menge Grafikpower. (©TURN ON 2017)

Virtual Reality stellt hohe Anforderungen an die Grafikkarte. Welche GPU für VR mit Oculus Rift und HTC Vive geeignet ist, erfährst Du hier. Du musst zum Glück kein Vermögen ausgeben, um Deinen PC VR-Fit zu machen.

Für die VR-Brillen Oculus Rift und HTC Vive müssen Deine Games zumindest mit 90 Bildern in der Sekunde (FPS) bei einer Auflösung von 2160 x 1200 Pixeln laufen. Doch keine Panik: Wenn Deine Grafikkarte die Mindestanforderungen von Oculus und HTC erfüllt, dann sollten die Spiele zumindest flüssig laufen, wenn auch nicht unbedingt in den höchsten Einstellungen.

1. Minimale Systemanforderungen

Die Oculus Rift hat die niedrigeren Systemanforderungen. Für sie genügen bereits eine GTX 960 oder 1050 Ti aus dem Nvidia-Lager oder eine Radeon R9 290 oder RX 470 von AMD. Zwar läuft Oculus Rift mit diesen Karten, wenn Du bereits eine davon besitzt, aber wir empfehlen hier in der Regel keinen Neukauf mehr. Dafür fehlt einfach die Zukunftssicherheit.

 Mit einer Karte wie der AMD Radeon RX 480 ist VR-Gaming flüssig möglich. fullscreen
Mit einer Karte wie der AMD Radeon RX 480 ist VR-Gaming flüssig möglich. (©YouTube / Linus Tech Tips 2017)

Die HTC Vive legt noch eine Schippe drauf. Hier benötigst Du bereits eine GTX 1060 oder eine AMD Radeon RX 480 für den flüssigen Einstieg in Virtuelle Realitäten. Im Folgenden haben wir Grafikkarten zusammengestellt, die für beide Systeme gut geeignet sind.

2. Guter Einstieg

Wir raten inzwischen generell von Grafikkarten ab, die weniger als 4 GB Grafikspeicher (auch "Videospeicher" genannt) haben. Neue Spiele sind oft sehr gierig, was diesen Speicher angeht. VR-Erlebnisse sind schon in ansprechender Form mit der AMD Radeon RX 580 mit 8 GB Videospeicher oder mit der älteren R9 390X möglich. Ähnlich viel Leistung bieten die GTX 980 oder die neuere GTX 1060 mit 6 GB Videospeicher von Nvidia.

In der Regel kannst Du hier den Preis Deine Wahl bestimmen lassen, allerdings ist im Zweifelsfall eine Karte mit einem Grafikspeicher ab 6 GB vorzuziehen. Die GTX 1060 und die AMD RX 580 gibt es zum Beispiel ab 300 Euro,

 Die GTX 980 ist etwas schneller als die GTX 1060, dafür hat die 1060 einen größeren Grafikspeicher. fullscreen
Die GTX 980 ist etwas schneller als die GTX 1060, dafür hat die 1060 einen größeren Grafikspeicher. (©YouTube / Linus Tech Tips 2017)

3. Flotte Mittelklasse

Abgesehen von der 1200 Euro teuren AMD Radeon Vega Frontier Edition befinden sich die schnellsten AMD-Karten in der Mittelklasse: Die R9 Nano und die R9 Fury, angeführt von der Fury X. Bei den meisten Spielen zieht die Nvidia-Konkurrenz vorbei: Die GTX 980 Ti oder die noch etwas schnellere GTX 1070 wären bei gleichem Preis also zu bevorzugen. Die GTX 1070 gibt es aktuell ab 460 Euro.

 Die AMD Fury X hat einen Wasserkühler, aber die GTX 1070 ist auch ohne schneller. fullscreen
Die AMD Fury X hat einen Wasserkühler, aber die GTX 1070 ist auch ohne schneller. (©YouTube / Linus Tech Tips 2017)

4. Zukunftssichere Oberklasse

Die Oberklasse besteht im Moment nur aus einer Grafikkarte: Der Nvidia GTX 1080. Diese ist schnell genug für aktuelle Spiele bei mittleren Einstellungen in 4K-Auflösung. Du bekommst eine Karte mit einer gewissen Zukunftssicherheit. Auch die Nachfolger der HTC Vive und der Oculus Rift dürften mit der GTX 1080 noch ein brauchbares Ergebnis erzielen können, falls sie nicht erst in vielen Jahren erscheinen. Die GTX 1080 ist im Moment ab 580 Euro zu haben.

 Mit der GTX 1080 laufen auch einige Spiele in 4K flüssig. fullscreen
Mit der GTX 1080 laufen auch einige Spiele in 4K flüssig. (©Asus 2017)

5. High-End-Immersion

Die GTX 1080 Ti ist die einzige "echte" 4K-Grafikkarte, die mit dieser Auflösung aktuelle Spiele mit höheren Einstellungen auf den Bildschirm wirft. Somit eignet sie sich auch einwandfrei für VR-Spiele in den höchsten Einstellungen. Die Zukunftssicherheit ist hier noch spürbar mehr gegeben als mit der GTX 1080. Allerdings hat die GTX 1080 Ti momentan mit 750 Euro einen Mindestpreis, der vielen für eine Grafikkarte schon zu hoch sein dürfte.

 Die Nvidia GTX 1080 Ti hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter den High-End-Grafikkarten. fullscreen
Die Nvidia GTX 1080 Ti hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter den High-End-Grafikkarten. (©Nvidia 2017)

6. Die Luxus-Klasse

Für den durchschnittlichen Gamer gibt es über der GTX 1080 Ti keine sinnvolle Grafikkarte mehr. Der Grund: Für eine Handvoll FPS zahlst Du viele Hundert Euro drauf. Das gilt auf jeden Fall für die 1300 Euro teure Nvidia Titan Xp. Die Leistung der neuen AMD Radeon Vega Frontier Edition für 1200 Euro sowie der übertakteten Vega-Karten, die danach auf den Markt kommen, lässt sich noch kaum einschätzen.

 Die Leistung der AMD Vega Frontier Edition kann aufgrund eines veralteten Treibers noch nicht eindeutig bestimmt werden. fullscreen
Die Leistung der AMD Vega Frontier Edition kann aufgrund eines veralteten Treibers noch nicht eindeutig bestimmt werden. (©AMD 2017)

Das Problem liegt beim unfertigen AMD-Grafiktreiber. Erste Benchmarks ordnen das AMD-Flaggschiff etwas unter der GTX 1080 ein. Auch wenn sie mit dem neuen Treiber viel schneller läuft, dürfte sie ihre 1200 Euro aus Gaming-Leistungssicht eher nicht wert sein. Wir werden sehen.

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