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"Bingewatching"? Ein Begriff, den Netflix-Stars nicht benutzen sollen

Guy Pearce wurde von Netflix in Sachen "Bingewatching" streng instruiert.
Guy Pearce wurde von Netflix in Sachen "Bingewatching" streng instruiert. (©Aimee Spinks / Netflix 2018)

Wenn man etwas mit Netflix verbindet, ist es Bingewatching – also die Möglichkeit, etliche Folgen einer Serie am Stück zu gucken. Der Streaminganbieter selbst scheint jedoch seine Probleme mit diesem Ausdruck zu haben – und verbietet seinen Schauspielern sogar, ihn in Zusammenhang mit Netflix-Shows zu verwenden.

Das enthüllte Guy Pearce, der eine Rolle in der Netflix-Serie "The Innocents" innehat, im Empire Film Podcast. Wieso der Streamingsriese den Begriff nicht mag, weiß er aber offenbar auch nicht so genau.

Guy Pearce sollte nicht über Bingewatching reden

"Ich denke nicht, dass Netflix den Begriff 'Binge' mag", so der Darsteller. "Als wir die Promotion für ['The Innocents'] in den USA machten, wurden wir vorher streng instruiert, nicht über Bingewatching zu reden". Direkt hinterher merkte er selber, dass er wohl etwas ins Fettnäpfchen getreten ist. "Jetzt habe ich das zum Thema gemacht". Auf die Frage des Interviewers, welche Terminologie Netflix empfiehlt, war Pierce überfragt. "Ich weiß es nicht, ich bin mir nicht sicher (...) Du musst [Netflix] fragen".

Distanziert sich Netflix von der Terminologie?

Netflix' Haltung scheint umso erstaunlicher, da die Möglichkeit zum Bingewatching einer der großen Vorzüge des Streaminganbieters ist. In einer Pressemitteilung vom Dezember 2013 stellte Netflix sogar eine Studie vor, die besagte, dass sich Bingewatching immer mehr durchsetzt.

Doch es könnte einen anderen Grund geben, wieso die Verantwortlichen nicht möchten, dass "Binge" und Netflix in Zusammenhang gesetzt werden. Das Wort "Binge" allein bedeutet so viel wie Exzess und wird im englischen Sprachgebrauch auch in Zusammenhang mit Essstörungen (Binge-Eating) und Alkoholexzessen (Binge-Drinking) verwendet, wie IndieWire anmerkt.

Doch egal, wie man es nennen will: Dass wir weiter seinen Content verschlingen, dagegen hat Netflix ganz bestimmt nichts einzuwenden. So etwa die Sci-Fi-Serie " The Innocents" mit Guy Pearce, in der eine junge Ausreißerin entdeckt, dass sie eine Wandlerin ist.

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