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Böse Überraschung für die Russos: "Avengers: Infinity War" zensiert

Da fährt auch der Black Panther gereizt die Krallen aus – "Infinity War" wurde offenbar ohne Einbezug der Regisseure zensiert.
Da fährt auch der Black Panther gereizt die Krallen aus – "Infinity War" wurde offenbar ohne Einbezug der Regisseure zensiert. (©Marvel Studios 2018)

Erst kürzlich wurde die offizielle Laufzeit von "Avengers: Infinity War" enthüllt. Demnach dürfen sich die Fans auf satte zweieinhalb Stunden Superhelden-Spektakel freuen – zumindest in den meisten Locations. Denn wie nun bekannt wurde, werden andernorts komplette Szenen des Films nicht zu sehen sein.

Während eines Pressetermins in Singapur wurde "Avengers: Infinity War"-Regisseur Joe Russo mit einer pikanten Neuigkeit überrumpelt: In Indonesien werden rund sieben Filmminuten des kommenden Marvel-Films nicht in den Kinos zu sehen sein.

Dabei erscheint "Infinity War" keinesfalls mit einem R-Rating à la "Logan – The Wolverine" oder "Deadpool", sondern als jugendfreie PG-13-Version. Den strengen Ansprüchen des indonesischen Filminstituts wurde die finale Fassung offenbar dennoch nicht gerecht, sodass der Blockbuster kurzerhand zensiert wurde.

Änderungen ohne Rücksprache mit den Regisseuren

Joe Russo ahnte von der "Infinity War"-Zensur allem Anschein nach nichts, bis er auf dem Event darauf angesprochen wurde. Er könne sich nicht vorstellen, welche Parts eine Änderung erforderlich gemacht hätten, so Russo in dem Livestream von CNA Lifestyle (via The Wrap). "Es ist das erste Mal, dass wir davon hören, also sind wir etwas verblüfft", erklärte der Filmemacher. "Als Künstler willst du natürlich nicht, dass irgendwer irgendwas zensiert oder aus dem Film nimmt. Das ist ein PG-13-Film, es ist ja nicht so, als wäre es ein Stück von radikalen Inhalten, deshalb bin ich etwas schockiert."

Darum könnte der "Avengers: Infinity War"-Cut schwerwiegende Folgen haben

Eine siebenminütige Zensur mag zunächst nach keinen größeren Einschränkungen klingen. Wenn man jedoch bedenkt, wie oft sich bereits kleinste Details im Marvel Cinematic Universe als bedeutungsvolle Hinweise auf zukünftige Filme entpuppten, erscheint die Besorgnis von Joe Russo nur allzu verständlich. Schließlich soll der noch unbetitelte "Avengers 4", der 2019 in die Kinos kommt, direkt auf der Handlung von "Avengers: Infinity War" aufbauen – und nicht einmal die Russo-Brüder wissen bislang, welche möglicherweise wichtigen Szenen das indonesische Film Censorship Institute schlicht entfernt hat.

Kinostart
Hierzulande dürfte "Avengers: Infinity War" am 26. April gänzlich ohne Einschnitte in den Kinos anlaufen.

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