"Bright": Kontroverse um Netflix' Fantasy-Copmovie geht weiter

Mensch und Ork als Team? Das überzeugt nicht alle Zuschauer von "Bright".
Mensch und Ork als Team? Das überzeugt nicht alle Zuschauer von "Bright". (©Matt Kennedy / Netflix 2017)
Meliha Dikmen Gruselt sich auch bei FSK-12-Filmen.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Wenn es jedoch um Netflix' neues Fantasy-Crime-Werk "Bright" geht, gehen Kritiker und Fans offenbar auf die Barrikaden. Während es scheinbar wenig Fans des Filmes unter den Experten gibt, malen die Zuschauerzahlen ein etwas anderes Bild.

Nicht nur "Star Wars"-Star John Boyega scheint sich den Copmovie mit Fantasyelementen angesehen zu haben. Allein elf Millionen Netflix-Abonennten sollen sich den "Bright" mit Will Smith und Joel Edgerton als ungleiches Cop-Gespann in den ersten drei Tagen seit Veröffentlichung angesehen haben, wie Variety unter Berufung auf den Marketing- und Medieninformationsdienst Nielsen berichtet.

Finanzieller Erfolg für Netflix?

Laut Nielsen ist "Bright" damit erfolgreicher als die Staffel-2-Premiere von "The Crown", kann jedoch nicht an die Ergebnisse der letzten Season von "Stranger Things" heranreichen, die in den ersten drei Tagen fast 16 Millionen US-Zuschauer vor die Bildschirme lockte. Allerdings trackt Nielsen nur die Zuschauerzahlen auf dem TV und lässt so Zugriffe von Computern oder mobilen Devices außen vor.

Außerdem misst der Medieninformationsdienst bislang nur die Zuschauer in den USA. Es könnten also weitaus mehr Menschen eingeschaltet haben, als Nielsen erfassen kann. Wie viele Menschen "Bright" wirklich gesehen haben, weiß nur Netflix selbst, doch der Streamingdienst macht wie gewohnt ein Geheimnis um den Erfolg oder Misserfolg seiner Eigenproduktionen.

"Bright" begeistert Zuschauer, jedoch nicht die Kritiker

Doch auch wenn sich "Bright" selbst bei Produktionskosten von 100 Millionen US-Dollar für Netflix rein finanziell wohl lohnen könnte, fiel der Crime-Fantasy-Hybrid bei Kritikern auf ganzer Linie durch. Auf der Filmratingseite Rotten Tomatoes erzielte der Copmovie nur ein bescheidenes Rating von 29 Prozent. Dazu heißt es: "'Bright' versucht Fantasy, ein knallhartes Cop-Drama und einen Sozialkommentar zu verschmelzen – und versagt qualvoll an allen drei Fronten." Die Zuschauer scheinen das jedoch anders zu sehen: 88 Prozent mochten den Film und gaben ihm auf Rotten Tomatoes ein durchschnittliches Rating von 4,3 von 5.

Sendehinweis
Letztlich muss sich jeder selbst überzeugen. "Bright" ist seit dem 22. Dezember auf Netflix abrufbar.

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