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Die Kino-Revolution? Oculus dreht jetzt eigene VR-Filme

"So gefallen mir Filme mit Channing Tatum am besten!" - Oculus will Virtuelle Realität auch im Kino etablieren.
"So gefallen mir Filme mit Channing Tatum am besten!" - Oculus will Virtuelle Realität auch im Kino etablieren. (©Facebook/Oculus VR 2015)

Mittendrin sein in seinem Lieblingsfilm, statt ihn einfach nur passiv von der Couch aus zu verfolgen: Oculus will die Träume von Filmfreaks wahr werden lassen. Der Experte in Sachen Virtuelle Realität dreht nun die ersten VR-Filme.

Story Studio heißt das Filmstudio, das sich um die Konzeptionierung und Umsetzung von Virtual-Reality-Filmen bei Oculus kümmern wird. Um die VR-Technik mit typischem Hollywood-Zauber zu verbinden, heuerte Oculus eine Handvoll ehemaliger Pixar-Veteranen an. Story Studio wird geleitet vom Creative Director Saschka Unseld, der sechs Jahre bei Pixar arbeitete und dort unter anderem den Kurzfilm "Der Blaue Regenschirm" drehte. Ihm zur Seite stehen der Suprivising Technical Director Max Planck, der Animationsprobleme in Kinohits wie "Oben" oder "Wall-E" löste. Insgesamt besteht das Team der Story Studios aus 10 Personen.

Erster VR-Film "Lost" auf dem Sundance Festival

Der erste Film der Story-Studios, "Lost", wird auf dem Sundance Festival im amerikanischen Utah zu sehen sein. Die Kollegen von TechCrunch konnten den VR-Film aber schon jetzt begutachten.

Und die zeigen sich beeindruckt, aber noch nicht begeistert: Zwar sei das liebevoll gezeichnete Abenteuer von einer Roboterhand, die ihren Körper sucht, toll inszeniert und ziemlich niedlich, dafür aber nicht sonderlich interaktiv. Im Grunde, schreibt TechCrunch, würde "Lost" auch ohne Virtual-Reality-Brille auf der Nase funktionieren. Und das sei einigermaßen enttäuschend, da sich Oculus und das Story Studio doch eigentlich die VR-Revolution auf die Fahnen geschrieben haben.

Aber vielleicht kommt mit einem der nächsten Filme der erhoffte "Wow"-Effekt, denn Story Studio dreht schon fleißig weiter: "Dear Angelica" wird den Betrachter in einen Comic hineinversetzen, in "Bullfighter" stellt man sich einem wütenden Stier und "Henry" handelt von einem Igel, der Luftballons liebt.

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