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"Dunkirk": Christopher Nolan wollte den Film ohne Script drehen

Zum Glück für Schauspieler Kenneth Branagh gab es mehr als nur Regieanweisungen von Christopher Nolan beim Dreh zu "Dunkirk".
Zum Glück für Schauspieler Kenneth Branagh gab es mehr als nur Regieanweisungen von Christopher Nolan beim Dreh zu "Dunkirk". (©Melinda Sue Gordon/Warner Bros. 2016)

Wer schon in den Genuss gekommen ist, das Kriegsepos "Dunkirk" auf den Kinoleinwänden zu bewundern, weiß, dass der Film nicht gerade dialoglastig ist. Ursprünglich wollte Regisseur und Drehbuchautor Christopher Nolan sogar ganz auf ein Drehbuch verzichten.

Das geht aus einem Gespräch Nolans mit seinem Bruder Jonathan hervor, das unlängst gemeinsam mit dem Drehbuch zum Kriegsfilm veröffentlicht wurde, wie The Hollywood Reporter berichtet.

Christopher Nolan plante ein Abfilmen ohne Drehbuch

In dem Gespräch offenbart Christopher Nolan, dass er während der Recherche so in die Details der historischen Begebenheit versunken ist, dass er eine Herangehensweise ohne Drehbuch an den Stoff in Erwägung zog. Doch als er mit der Idee an seine Frau und Produktionspartnerin Emma Thomas sowie den Produktionsdesigner Nathan Crowley herantrat, waren diese von der Idee nicht überzeugt. "Ich sagte, ich will kein Drehbuch, weil ich es nur zeigen möchte. Ich möchte es fast nur inszenieren und abfilmen", äußerte er gegenüber seinen Produktionspartnern. Doch seine Frau sagte ihm klipp und klar, dass das nicht funktionieren würde.

"Dunkirk": Drehbuch mit drei Zeitebenen und Standorten

Also setzte sich Nolan doch an das Script, das mit 76 Seiten ohnehin knapp ausgefallen ist, und schrieb es "sehr, sehr schnell" fertig, nachdem er die drei Zeitstrukturen des Films zu Wasser, in der Luft und auf dem Festland  geplant hatte. Eines hat Nolan dennoch umgesetzt: Statt intensiver Charakterzeichnung wie in seinen vorigen Werken steht ganz allein die visuelle Gestaltung der Geschichte im Mittelpunkt. "Dunkirk" beleuchtet die "Operation Dynamo", bei der im Zweiten Weltkrieg ein Großteil der britischen Truppen erfolgreich aus der von den Deutschen eingekesselten französischen Hafenstadt evakuiert wurde.

"Dunkirk" ist seit dem 27. Juli in den deutschen Kinos zu sehen.

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