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Edgar Wright erklärt, warum er die "Ant-Man"-Regie aufgab

Nur der "Ant-Man"-Regisseur zu sein, war Edgar Wright eine Nummer zu klein.
Nur der "Ant-Man"-Regisseur zu sein, war Edgar Wright eine Nummer zu klein. (©picture alliance / AP / Invision 2017)

Jahrelang hatte Filmemacher und Drehbuchautor Edgar Wright am Skript zum 2015 erschienenen Marvel-Film "Ant-Man" gewerkelt, doch kurz vor Drehbeginn verließ der Regisseur das Projekt. Seine Gründe dafür waren lange unklar. Nun meldet sich Wright selbst zu seinem Rückzug zu Wort.

Offenbar hatte das Filmstudio kurz vor dem Beginn der Dreharbeiten seine Meinung geändert: Edgar Wright sollte nicht mehr in der Doppelrolle des Autors und Regisseurs fungieren. Stattdessen wollte Marvel einen weiteren Drehbuch-Entwurf von einem anderen Autor einholen. Wright hätte dann nur noch Regie geführt – ein No-Go für den "The World's End"-Macher.

Kein echter Edgar-Wright-Film

In einem Interview mit dem Magazin Variety erinnert sich Edgar Wright an den Konflikt rund um "Ant-Man" zurück – und versucht, sich äußerst vorsichtig auszudrücken. "Ich denke, die diplomatischste Antwort ist: Ich wollte einen Marvel-Film machen, aber ich glaube nicht, dass sie wirklich einen Edgar-Wright-Film machen wollten", so der Regisseur.

"Es war wirklich eine herzzerreißende Entscheidung, wegzugehen, nachdem ich so lange daran gearbeitet habe", gibt Wright zu. "Aber ich wäre der Autor-Regisseur [von 'Ant-Man'] gewesen und dann wollten sie einen Entwurf ohne mich machen. Da ich alle meine anderen Filme selbst geschrieben habe, war das eine harte Sache für mich. Ich dachte: Wenn ich einen dieser Filme mache, möchte ich gerne Autor und Regisseur sein." Zudem befürchtete Wright, weniger emotional involviert zu sein, wenn er nur das Drehbuch eines anderen umsetzt. Statt Marvels "Ant-Man" zu verfilmen, machte er sich daraufhin an seinen Thriller "Baby Driver", der am 27. Juli 2017 in die deutschen Kinos kommen soll.

Nicht nur "Ant-Man" kämpft mit Regisseur-Verlusten

Kreative Differenzen dieser Art sind bei großen Hollywood-Produktionen nicht unbedingt eine Seltenheit. Erst vor wenigen Tagen kam es auch am Set des kommenden "Star Wars: Han Solo"-Spin-offs zu einem Regiewechsel. Phil Lord und Christopher Miller ("21 Jump Street", "The Lego Movie") mussten den Platz auf dem Regiestuhl kurz vor Ende der Dreharbeiten räumen. Der Grund: "kreative Differenzen" mit Screenwriter und Produzent Lawrence Kasdan sowie den Verantwortlichen des Studios. Ein hochkarätiger Ersatz war jedoch schnell gefunden.

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