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Empörung macht sich breit: Vier Kategorien fehlen bei den Oscars 2019

Gleich vier Kategorien werden uns während der Live-Übertragung der Oscars 2019 vorenthalten.
Gleich vier Kategorien werden uns während der Live-Übertragung der Oscars 2019 vorenthalten.

Bei den Oscars 2019 wird alles anders! Nicht nur, dass die Verleihung gänzlich ohne Moderator auskommt, jetzt gibt es sogar noch einen echten Grund zur Aufregung: Denn die Vergabe der Preise wird den Zuschauern gleich in vier Kategorien komplett vorenthalten.

Wenn es am 24. Februar wieder heißt "And the Oscar goes to ..." werden Zuschauer vor den Bildschirmen nicht alle Gewinner sehen können. Das zumindest verkündete Academy-Präsident John Bailey in einem Statement (via Variety).

Vier Kategorien müssen Werbung weichen

Im Unterschied zum vergangenen Jahr sollen die Oscars 2019 innerhalb eines Zeitfensters von drei Stunden ausgestrahlt werden. Damit das gewährleistet wird, hat sich die Academy dazu entschieden, vier Kategorien nicht während der Live-Übertragung im Fernsehen auszustrahlen.

"Während wir weiterhin die Errungenschaften aller 24 Oscars-Gewinner ehren, werden vier Kategorien während der Werbeunterbrechung ausgezeichnet", heißt es in dem Statement. Die betroffenen Kategorien sind "Beste Kamera", "Bester Filmschnitt", "Bester animierter Kurzfilm" und "Bestes Make-up und Hairstyling". Das Überreichen des Preises sowie die Dankesrede sollen zu einem späteren Zeitpunkt übertragen werden.

ASC empört über die Entscheidung bei den Oscars 2019

Diese Entscheidung hat für die Betroffenen natürlich einen bitteren Beigeschmack. Der Vorsitzende der American Society of Cinematographers (ASC), Kees van Oostrum, sprach im Namen der Mitglieder und empörte sich über den Entschluss der Academy (via Variety): "Nachdem ich viele Kommentare von ASC-Mitgliedern erhalten habe, kann ich wohl im Namen aller sprechen und verkünden, dass es eine äußerst bedauerliche Entscheidung ist."

Das Drehen eines Filmes sei eine gemeinschaftliche Arbeit, bei der die Kompetenzen von Regisseur, Kameramann, Cutter und anderen Bereichen ineinandergreifen. Hinsichtlich der Entscheidung der Academy fügt er noch hinzu: "Wir können diese Entscheidung nicht ohne Protest billigen."

Empörung auch auf Twitter und Co.

Inzwischen haben sich auch diverse Filmschaffende in den sozialen Medien zu Wort gemeldet. Unter anderem kritisierte "Shape of Water"-Regisseur Guillermo del Toro die Entscheidung. Er wolle selbst keine Wertung vornehmen, welche Kategorien während der Werbung gezeigt werden sollten, aber Kamera und Schnitt "sind das Herz unserer Arbeit".

Auch Steven Weintraub von Collider unterstützte diese Sichtweise indem er ganz klar festhielt: "Ein Film existiert nicht ohne Kameramann. Diese Kategorie aus der Live-Übertragung der Oscars auszuschließen, ist mehr als beschämend." Er ging sogar noch weiter und twitterte, dass jede einzelne Person, die mit der Übertragung der Oscars 2019 zu tun hat, gefeuert werden müsste. "Sie lieben Filme nicht."

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