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"Game of Thrones": Psychologe legt die Charaktere auf seine Couch

Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß: Ramsay Bolton ist ein sadistischer Psychopath!
Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß: Ramsay Bolton ist ein sadistischer Psychopath! (©©2016 Home Box Office, Intl. All rights reserved. HBO® and related service marks are the property of Home Box Office, Inc. 2016)

Dass viele "Game of Thrones"-Charaktere nicht unbedingt ein gesundes Verhalten im Umgang mit sich und ihren Mitmenschen an den Tag legen, ist wohl unumstritten. Ein Psychologe hat sich der HBO-Serie nun aus seiner beruflichen Perspektive genähert und einige Diagnosen gestellt.

Dr. Kirk Honda arbeitet eigentlich als Ehe- und Familientherapeut, kennt sich aber offenbar auch mit den psychischen Krankheiten fiktionaler Charaktere aus. Ferndiagnosen sind zwar in der Psychologie überhaupt nicht verlässlich, für seinen Podcast "Psychology in Seattle" ließ Honda trotzdem einige "Game of Thrones"-Charaktere auf seiner Couch Platz nehmen, wie Businessinsider berichtet.

Profi-Einblicke in die Psyche von "Game of Thrones"-Bösewichten

Was er in der Psyche der Westeros-Bewohner zum Vorschein bringt, legt dabei nahe, dass einige von ihnen wirklich mal einen Besuch beim Psychologen nötig hätten – das hätte wohl zahlreiche Menschenleben gerettet. Die Ferndiagnose von Oberfiesling Ramsay Bolton liest sich etwa sehr bedenklich: Honda attestiert ihm sexuellen Sadismus und eine psychopathische Persönlichkeitsstörung – denn er empfinde "größte Freude daran, andere zu verletzen". Auch Joffrey Lannister zeigt Honda zufolge sadistische Züge und ein gestörtes Sozialverhalten, allerdings lässt der Psychologe hier Vorsicht walten: Weil der Thronfolger noch ein Heranwachsender sei, lasse sich noch keine finale Diagnose stellen.

Ramsay, Joffrey, Cersei und Theon auf der Couch

Joffreys Mutter Cersei Lannister habe zwar psychopathische und antisoziale Züge, diese könnten aber auf ihre Position als Frau in einem von Männern dominierten Machtkampf zurückzuführen sein. Akte der Brutalität könnten daher reiner Überlebensinstinkt sein – und nicht wie bei Joffrey und Ramsay aus bloßem Spaß am Quälen anderer stammen. Außerdem könnte sie ein Alkoholproblem haben – genau wie Sandor "Der Hund" Clegane, bei dem Honda außerdem eine posttraumatische Belastungsstörung vermutet. Theon Graufreud schließlich attestiert der Psychologe ein Stockholm-Syndrom, das bei Entführungsopfern manchmal beobachtet wird. Sie bauen dabei eine emotionale Verbindung zu ihren Peinigern auf, was im Falle des von Ramsay Bolton gekidnappten Theon dazu geführt habe, dass er "immense Schuld" fühle und glaubt, er "verdiene es, bestraft zu werden".

Neues aus der mittelalterlichen Welt der Sadisten und Psychopathen gibt es ab dem 16. Juli beim Sender HBO und einen Tag später hierzulande beim Bezahlsender Sky. Dann startet "Game of Thrones" mit neuen Folgen in Staffel 7.

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