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"Game of Thrones": Wissenschaftler knöpft sich die Drachen vor

Sehr detailliert und gar nicht so unrealistisch: die Drachen aus "Game of Thrones".
Sehr detailliert und gar nicht so unrealistisch: die Drachen aus "Game of Thrones". (©Helen Sloan/HBO 2017)

Eines muss man der siebten "Game of Thrones"-Staffel lassen: Die Drachen waren ziemlich cool und wurden mit viel Liebe zum Detail designt. Trotzdem gab es viele kritische Stimmen, die den Realismus der Riesenechsen infrage stellten. Damit räumt nun aber einer auf, der es besser weiß: Astrophysiker Neil deGrasse Tyson.

Neil deGrasse Tyson ist vor allem in den USA ein bekannter Name, da der studierte Physiker und Astronom oft im Fernsehen auftritt und seine wissenschaftliche Meinung zu popkulturellen Themen kundtut. So meldete er sich jüngst auch zu Staffel 7 von "Game of Thrones" zu Wort und analysierte, was die Fantasy-Serie gut und was sie nicht so gut gemacht hat – in physikalischer Hinsicht.

"Game of Thrones"-Drachen sind gut recherchiert

Dass die drei Drachen von Daenerys zum Beispiel so gigantisch große Flügel haben, ist für den Astrophysiker absolut plausibel. "Die Drachenflügel sind ausreichend groß, um das enorme Körpergewicht in die Lüfte bringen zu können", resümierte deGrasse Tyson via Twitter. Die riesigen Flügel stellte er den kleinen Flügeln von Putten aus der Renaissance gegenüber, die er als "völlig nutzlos" bezeichnete.

Ein weiterer Pluspunkt in der jüngsten "Game of Thrones"-Staffel: die Physiognomie der Drachen. "Gute Biologie", hebt Neil deGrasse Tyson hervor. "Wie schon in 'Herr der Ringe' haben Drachen ihre Vordergliedmaßen aufgegeben, damit daraus Flügel werden können, wie Vögel und Fledermäuse."

Dafür hakt es an anderen Stellen

Und wie sieht es mit dem Feuer aus, das Drogon und Viserion in unterschiedlichen Farben durch die Gegend speien? "Blauer Drachenatem wäre dreimal heißer als roter Drachenatem." Na, wenn das kein Fakt zum Angeben ist.

Doch nicht alles ist physikalisch korrekt in "Game of Thrones", wie es deGrasse Tyson aufgefallen ist. "Einen Drachen aus einem See ziehen? Dafür müssten die Ketten gespannt sein und nicht kurvig bergauf und bergab gehen."

Sendehinweis
Wer Staffel 7 von "Game of Thrones" noch nicht gesehen hat, kann dies nach wie vor beim deutschen Pay-TV-Sender Sky nachholen.

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