News

George A. Romero verstorben: Abschied vom Vater des Zombiefilms

Der Meister der Untoten: George A. Romero posiert neben einem Poster seines Durchbruch-Films, "Die Nacht der lebenden Toten".
Der Meister der Untoten: George A. Romero posiert neben einem Poster seines Durchbruch-Films, "Die Nacht der lebenden Toten". (©picture alliance / Photoshot 2017)

Mit George A. Romero, dem Regisseur des Horrorklassikers "Die Nacht der lebenden Toten", ist am gestrigen Sonntag einer der einflussreichsten Filmemacher unserer Zeit von uns gegangen. Bereits kurz darauf haben sich unzählige Genregrößen, die von Romero  beeinflusst wurden, zu Wort gemeldet.

George A. Romero starb am Sonntag, dem 16. Juli 2017, in Toronto, Kanada. Laut der Los Angeles Times ließ Romeros Familie vermelden, dass er "einen kurzen, aber aggressiven Kampf mit dem Lungenkrebs verlor".  Der gebürtige New Yorker wurde 77 Jahre alt. Romero starb im Schlaf und im Beisein seiner Familie: seiner Frau  Suzanne Desrocher Romero und seiner Tochter Tina Romero. Im Hintergrund lief der Soundtrack zu "Der Sieger", der zu Romeros Lieblingsfilmen zählte.

Romeros Durchbruch: "Die Nacht der lebenden Toten"

George A. Romero gilt als Begründer des modernen Zombiefilms. "Die Nacht der lebenden Toten", eine 114.000-Dollar-Produktion, zog 1968 trotz schlechter Kritiken die Massen in die Kinos.  Heute gilt der Zombiefilm als Kultklassiker und ist unter anderem Teil der Filmsammlung des Museum of Modern Art in New York.

"Die Nacht der lebenden Toten" war der erste Film, in dem die Toten nicht durch Magie reanimiert wurden. Stattdessen stiegen sie selbsttätig aus ihren Gräbern, um den Menschen nach dem Leben zu trachten. Im immer noch schrecklich gruseligen Schwarz-Weiß-Film verschanzt sich eine Gruppe Überlebender in einem Landhaus, während draußen die Untoten umherwandeln.

"Zombie" und weitere Kultfilme

Fast noch bekannter und einflussreicher als "Die Nacht der lebenden Toten" ist die 1978er Fortsetzung "Zombie", die im Original "Dawn of the Dead" heißt und in Deutschland auch als "Zombies im Kaufhaus" bekannt ist.  Eine andere Gruppe Überlebender flüchtet hier in ein Einkaufszentrum, wo sie sich angesichts der üppigen Auswahl an Lebensmitteln und Ausrüstung sicher glaubt.

Der Film überzeugt noch heute mit seiner unglaublich dichten Atmosphäre, die unter dem eindringlichen Score der italienischen Electro-Band Goblin zu verdanken ist. Gleichzeitig zeigte George A. Romero hier auch, dass er mit seinen Filmen mehr als nur unterhalten will: Dass die Untoten wie aus Gewohnheit zum Kaufhaus schlurfen, war ganz bewusst als Konsumkritik gedacht.

Wegbereiter für den Zombie-Hype

Ihren Abschluss fand die sogenannte "Dead"-Trilogie 1985 mit "Zombie – Das Letzte Kapitel" (Originaltitel: "Day of the Dead"). In den 2000ern folgten drei weitere Zombiefilme des Altmeisters: "Land of the Dead" (2005), "Diary of the Dead" (2007) und "Survival of the Dead" (2009).

Ganz gleich ob "Resident Evil" , "Shaun of the Dead" oder auch "The Walking Dead": Ohne Romeros Vorarbeit wären moderne Spiele, Filme und Serien mit gruseligen Untoten kaum vorstellbar. Wir sagen Danke und gute Reise, George A. Romero.

Auch zahlreiche Größen des Horrorgenres trauern um den Horror-Meister und haben sich kurz nach der traurigen Nachricht von seinem Tod zu Wort gemeldet. Darunter sind zum Beispiel Romeros Regie-Kollege John Carpenter ("The Fog", "The Thing"), Special-Effects-Meister Tom Savini ("From Dusk Till Dawn") und Kultautor Stephen King.

Artikel-Themen

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben