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Goldene Himbeere 2019: "Holmes und Watson" ist Flop des Jahres

Eigentlich (k)ein Grund zum Feiern: "Holmes und Watson" heimste gleich vier Razzies ein.
Eigentlich (k)ein Grund zum Feiern: "Holmes und Watson" heimste gleich vier Razzies ein.

Bei den diesjährigen Oscars gab es nicht den einen Film, der fast alle Preise abstaubte. Bei der Goldenen Himbeere 2019 sah das etwas anders aus: In den nur zehn Kategorien des Anti-Oscars konnte sich ein Streifen die meisten Razzies sichern – musste sich jedoch teilweise gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten höchstpersönlich geschlagen geben.

Während die Detektivpersiflage "Holmes und Watson" mit Will Ferrell und John C. Reilly in den Titelrollen gleich vier Razzies einheimsen konnte, wurde auch Donald Trump mit zwei Preisen ausgezeichnet. Die Gewinner verkündete die Razzie-Jury auf ihrer Website.

Donald Trump ist "Holmes und Watson" auf den Fersen

Der schlechtes Film, der schlechteste Nebendarsteller, das schlechteste Remake und der schlechteste Regisseur – in all diesen Kategorien hatte "Holmes und Watson" die Nase vorn. Auch für den schlechtesten Hauptdarsteller und das schlechteste Leinwand-Duo war der Blödelfilm nominiert.

Doch in diesen Kategorien zeichneten die respektlosen Razzie-Juroren tatsächlich Donald Trump höchstpersönlich für seine Leistung in den Dokumentarfilmen "Death of a Nation" und "Fahrenheit 9/11" aus. Wer sich jetzt fragt, mit wem sich der US-Präsident den Preis als schlechtestes Duo teilt, wird überrascht sein – nämlich mit sich selbst. Genauer: mit "seiner sich selbst erhaltenden Belanglosigkeit".

Melissa McCarthy bekommt Razzie, verliert den Oscar

Den Preis als schlechteste Hauptdarstellerin bekam Melissa McCarthy für ihre Rollen in "The Happytime Murders" und "Life of the Party". Doch es gibt für die Schauspielerin einen kleinen Silberstreifen am Horizont. Gleichzeitig wurde McCarthy mit dem "Redeemer Award", übersetzt so viel wie "Erlösungs-Award", bedacht. Der Grund: Sie wurde vom Razzie-Darling zur Oscarnominierten für "Can You Ever Forgive Me?". Während es beim Anti-Oscar also einen wahren Preisregen für McCarthy gab, ist sie bei den Oscars 2019 leider leer ausgegangen.

Schließlich wurde noch wenig überraschend "Fifty Shades of Grey - Befreite Lust" als schlechtestes Drehbuch ausgezeichnet, während Kellyanne Conway, die Beraterin des US-Präsidenten, die Goldene Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin bekam. 

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