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Hacker bedrohen Familien der Sony Pictures-Mitarbeiter

Die Hacker, die sich selbst "Guardians of Peace" nennen, gehen immer weiter: Jetzt bedrohen sie Sony Pictures-Angestellte und deren Familien.
Der Betrieb bei Sony Pictures läuft derzeit alles andere als normal.
Der Betrieb bei Sony Pictures läuft derzeit alles andere als normal. (©CC: Flickr/Ivan David Gomez Arce 2014)

Die Hacker, die sich selbst "Guardians of Peace" nennen, gehen immer weiter: Jetzt bedrohen sie Sony Pictures-Angestellte und deren Familien. In einer E-Mail an den US-amerikanischen Film- und Fernsehvertrieb kündigten die Cyberkriminellen an, das Unternehmen vernichten zu wollen. Nordkorea dementierte derweil, in den Angriff involviert zu sein.

Der Hackerangriff auf Sony Pictures zieht immer weitere Kreise. Während die Veröffentlichung der geklauten Filme vor allem das Unternehmen selbst traf, geraten nun anscheinend auch die Mitarbeiter und deren Familien in die Schusslinie der Hacker. Wie Variety berichtet, schrieb die Hackergruppe #GOP eine E-Mail an die Sony-Tochter, worin sie mit der Vernichtung des Unternehmens drohte. Allerdings richteten sich die Hacker auch an die Mitarbeiter direkt und forderten sie dazu auf, sich mit ihrem Namen gegen die falschen Tätigkeiten der Firma zu stellen. "Machst Du das nicht, wirst nicht nur Du, sondern auch Deine Familie in Gefahr sein", ist in der von Variety veröffentlichten E-Mail zu lesen.

Sony-Mitarbeiter sollen ihre Smartphones ausschalten

Von Sony Pictures gab es bisher nur ein kurzes offizielles Statement: "Wir sind uns der Lage bewusst und arbeiten mit dem Gesetzesvollzug zusammen." Ein Insider berichtete Variety zudem, dass das Unternehmen seine Mitarbeiter dazu aufforderte, die Smartphones auszuschalten.

Am Donnerstag dementierte Nordkorea, dass es in den Hackerangriff auf Sony Pictures involviert sei. Dennoch wird das FBI wohl auch weiterhin in diese Richtung ermitteln. Denn die Malware, die den Film- und Fernsehvertrieb Ende November lahmlegte, wurde nachweislich an einem Computer mit koreanischer Spracheinstellung erstellt. Das asiatische Land hatte Sony Pictures mit Rache gedroht, sollte die Veröffentlichung des Films "The Interview" nicht gestoppt werden. Darin wird ein Anschlag auf den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un geplant.

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