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IMAX plant sechs VR-Kinos auf der ganzen Welt

IMAX möchte mit seinen VR-Kinos Virtual Reality für Zuhause überbieten.
IMAX möchte mit seinen VR-Kinos Virtual Reality für Zuhause überbieten. (©Sony 2016)

IMAX plant die Eröffnung von sechs VR-Installationen weltweit bis zum Ende des Jahres 2016. Die kleinen Virtual Reality-Kinos sollen das VR-Erlebnis von Zuhause überbieten. Die Filme werden allerdings mit einer Länge von bis zu zehn Minuten sehr kurz ausfallen. Dafür werden 7 bis 10 US-Dollar fällig.

Die VR-Technik ermöglicht zu Hause ein Kino-Erlebnis mit der Illusion einer großen Leinwand vor den Augen. Aber gibt es einen guten Grund, ins Kino zu gehen, um dort die VR-Illusion eines Kinosaals zu erleben? Der Kinobetreiber IMAX sieht das so. Wie das Wall Street Journal berichtet, wird der Kinobetreiber bis Ende des Jahres sechs VR-Einrichtungen in Einkaufszentren und Kinos eröffnen.

Die VR-Headsets in den kleinen Kinos werden von Acer und Starbreeze entwickelt. Im Gegensatz zu den 110 Grad von Oculus Rift und dem HTC Vive bieten die IMAX-Headsets ein Sichtfeld von 210 Grad. Das soll eine stärkere Immersion ermöglichen. IMAX-Chef Richard Gelfond sagte gegenüber dem Wall Street Journal, dass der VR-Inhalt an bestehende Film-Marken gebunden sei.  Die Filme werden um die zehn Minuten lang sein und zwischen sieben und zehn US-Dollar kosten.

Um fünf Jahre voraus

Ein weiteres Argument für die VR-Kinos sei laut Gelfond die "soziale Erfahrung", mit anderen VR-Kinogängern zusammen einen Film anzusehen. Dem Starbreeze-Geschäftsführer Bo Andersson Klint zufolge "werden wir der VR-Erfahrung der meisten Menschen von Zuhause um fünf Jahre voraus sein." Die bisher geplanten Inhalte für die IMAX-VR-Filme sieht The Verge jedoch eher kritisch.

So soll man die VR-Filme mit Disneys Virtual Reality-App auf Steam für das HTC Vive vergleichen können. Der zugehörige VR-Clip zu "The Avengers: Civil War" ist beispielsweise nur eine 360-Grad-Ansicht von der Filmpremiere auf dem roten Teppich. Mit anderen Worten scheinen die VR-Kinofilme zunächst nur Marketing-Clips für "echte" Filme zu werden. Die technischen Möglichkeiten geben zumindest einiges her – einiges mehr als das.

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