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Imperium Disney macht mit "Solo: A Star Wars Story" Millionenverlust

Der finanzielle Absturz von Hans Soloabenteuer ist offenbar unaufhaltsam.
Der finanzielle Absturz von Hans Soloabenteuer ist offenbar unaufhaltsam. (©Jonathan Olley /Lucasfilm Ltd. 2018)

Nicht alles, wo "Star Wars" draufsteht, wird zu Gold. Diese bittere Erfahrung musste "Solo: A Star Wars Story" auf die harte Tour lernen. Das Spin-off rund um die jungen Jahre des ikonischen Weltraumschmugglers enttäuscht an den Kinokassen auf ganzer Linie  – und verpasst Disney damit einen Millionenverlust im zweistelligen Bereich.

Der schwache Kinostart, der selbst von DC-Flop "Justice League" übertroffen wurde, hat es schon angekündigt: "Solo: A Star Wars Story" wird zum Verlustgeschäft für Disney. The Hollywood Reporter rechnet jetzt schon damit, dass das neueste "Star Wars"-Abenteuer mehr als 50 Millionen US-Dollar Verlust machen wird.

Der erste Flop aus der "Star Wars"-Galaxie

Voraussichtlich mit bis zu 80 Millionen US-Dollar und mehr könnte das Spin-off laut THR in die roten Zahlen kommen. Allerdings sind Disneys verhandelte Konditionen für Home Entertainment, TV-Austrahlung und Co. nicht bekannt. Doch auch sie ändern aller Voraussicht nichts daran, dass "Solo: A Star Wars Story" die zweifelhafte Ehre zuteil wird, der erste "Star Wars"-Film zu sein, der Verluste einfährt. Nicht unschuldig an diesem Absturz ist die holprige Produktionsgeschichte des Spin-offs.

So wurde das Regieduo Phil Lord und Christopher Miller wegen kreativer Differenzen mit Lucasfilm mitten in den Dreharbeiten gefeuert und durch Ron Howard ersetzt. Er sollte den Millennium Falken und seine Besatzung wieder auf Kurs bringen, was jedoch mit umfangreichen Zusatzdrehs verbunden war. Dadurch verdoppelten sich die Kosten für die "Star Wars Story" auf schwindelerregende 250 Millionen US-Dollar, das weltweite Marketing noch nicht mit eingerechnet, das mehrere Millionen Dollar gekostet haben dürfte.

"Solo: A Star Wars Story" hat große Konkurrenz

Doch nicht nur dem Ärger bei der Produktion ist der erste "Star Wars"-Flop geschuldet. Möglicherweise ist das Publikum der Abenteuer aus der weit, weit entfernten Galaxie einfach müde. Seit Disney Lucasfilm übernommen hat, kommt seit "Das Erwachen der Macht" jährlich ein "Star Wars"-Film in die Kinos. "Die letzten Jedi" startete erst fünf Monate vor "Solo: A Star Wars Story". Und auch die Konkurrenz in den Kinosälen schläft nicht. Mit "Avengers: Infinity War" und "Deadpool 2" muss sich der junge Solo gegen große Kontrahenten durchsetzen.

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