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Jetzt also doch? Deal zwischen Disney und Fox so gut wie sicher

Ein Deal zwischen Disney und Fox würde nicht alle in der Filmbranche glücklich machen.
Ein Deal zwischen Disney und Fox würde nicht alle in der Filmbranche glücklich machen. (©Disney 2017)

Anfang November hielt eine News die ganze Filmbranche in Atem: Disney sei daran interessiert, das Filmstudio 20th Century Fox zu übernehmen. Gerieten damals die Verhandlungen offenbar ins Stocken, sieht es jetzt so aus, als ob der Jahrhundertdeal doch zustande kommen könnte.

Nicht nur, dass die Gespräche zwischen dem Mäusekonzern und Fox wieder aufgenommen wurden, der Deal könnte laut CNBC schon nächste Woche offiziell verkündet werden.

Fox hat Film- und TV-Studios im Angebot

Die Vermögenswerte der Posten, an denen Disney interessiert ist, umfassen mehr als 60 Milliarden US-Dollar, was gut 50, 5 Milliarden Euro entspricht. Unter diesen befinden sich vor allem Fox' Film- und TV-Studios und Anteile an den Fernsehnetzwerken Sky und Hulu. Behalten möchte 21. Century Fox, das sich Berichten zufolge entschlacken und neu aufstellen möchte, nur seine Nachrichten-, Sport- und Rundfunk-Networks. Laut Screenrant haben auch Comcast und Sony Pictures Interesse an dem Deal bekundet, doch allem Anschein nach hat Disney sich gegen die Konkurrenz durchsetzen können. Doch nicht alle in der Branche sehen dem Zusammenschluss mit positiven Gefühlen entgegen.

Disney würde Monopolposition ausbauen

Zwar würden Franchises wie "X-Men", "Fantastic Four" und Co. unter Disneys Fittiche kommen und damit wieder mit den Disney-eigenen Marvel Studios vereint werden. Doch könnte der Mäusekonzern nach dem Ankauf seine Monopolposition in der Filmbranche weiter ausbauen. Immerhin gehören auch schon Lucasfilms und damit das "Star Wars"-Franchise, Marvel Studios, das das MCU zum Leben bringt, sowie Pixar zum Multimediakonzern. Sollte Fox ein Subunternehmen von Disney werden, könnte das die Ausrichtung seiner Filmstudios komplett neu ausrichten, gibt Collider zu bedenken.

War Fox bislang bekannt dafür, auch anspruchsvollen und ambitionierten Filmen eine Plattform zu geben, könnten in Zukunft Projekte wie "A Cure for Wellness" möglicherweise kein Studio mehr finden. Auf lange Sicht würde so die Vielfalt in der Filmwelt leiden. Die bislang sechs großen Filmstudios Hollywoods – Walt Disney, Warner Bros., 20th Century, Universal Studios, Sony Pictures Entertainment und Paramount Pictures – wären nach dem Zusammenschluss auf fünf reduziert, was Filmemachern weniger Möglichkeiten für die Verwirklichung ihrer Filme böte.

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