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"Justice League": Millionenschwere Reshoots sorgen für Trubel

Die Reshoots zu DCs "Justice League" werden umfangreicher als gedacht.
Die Reshoots zu DCs "Justice League" werden umfangreicher als gedacht. (©Warner Bros. Pictures 2017)

Eigentlich waren die Dreharbeiten zu "Justice League" bereits abgeschlossen, lediglich einige Reshoots standen noch aus. Genau diese fallen jetzt allerdings umfangreicher aus, als ursprünglich geplant. Das führt nicht nur zu zusätzlichen Kosten, sondern auch zu Terminproblemen bei den Darstellern.

Der neue "Justice League"-Trailer, den Warner Bros. jüngst auf der San Diego Comic-Con 2017 präsentierte, rief durchweg positive Reaktionen bei den Fans hervor. Der kommende Ensemble-Film aus dem Hause DC avancierte sogar prompt zu dem Blockbuster, über den während des Fan-Events am meisten getwittert wurde. Dennoch scheint Filmemacher Joss Whedon, der die Nachbearbeitung des Blockbusters anstelle von Regisseur Zack Snyder übernahm, noch nicht zufrieden zu sein. Wie Variety berichtet, sollen die Reshoots statt der üblichen zwei Wochen ganze zwei Monate in Anspruch nehmen und statt sechs bis zehn Millionen US-Dollar rund 25 Millionen kosten.

"Justice League"-Cast bekommt Terminprobleme

Einige der DC-Schauspieler könnten durch diese verlängerten Dreharbeiten Schwierigkeiten bekommen, ihren Terminplan einzuhalten. So überschneiden sich unter anderem für die Flash- und Superman-Darsteller Ezra Miller und Henry Cavill mehrere Jobs: Während Miller seit Sommeranfang für das Sequel von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" vor der Kamera steht, muss Cavill die Reshoots für "Justice League" mit den Arbeiten am sechsten Teil der "Mission: Impossible"-Reihe unter einen Hut bringen.

Letzteres führte bereits dazu, dass zwischen Warner Bros. und Paramount ein regelrechter Schnurrbart-Streit ausbrach: Für seine Rolle in "Mission: Impossible" muss Cavill nämlich seine Gesichtsbehaarung behalten, sodass der Bart in der Post-Production zu "Justice League" aufwendig digital entfernt werden muss.

Snyder vs. Whedon

Weiterhin stellt sich angesichts der zahlreichen neu gedrehten Szenen die Frage, wessen Film die Fans ab November eigentlich zu sehen bekommen: Müsste Joss Whedon angesichts seiner umfangreichen Veränderungen nicht als Co-Regisseur genannt werden? Offenbar nicht: Laut Variety ist es wahrscheinlicher, dass Snyder als Regisseur, Whedon jedoch als mitwirkender Produzent genannt wird.

Ob sich die teuren Reshoots am Ende bezahlt machen, können Kinogänger ab dem 16. November 2017 entscheiden. Dann startet "Justice League" in Deutschland.

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