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Kopfschmerzen statt CGI: So gelang der "Dark Knight"-Bleistift-Trick

Momente der Kinogeschichte: Heath Ledger als Joker.

Heath Ledgers Performance als Joker in "The Dark Knight" ist ohne Frage beeindruckend.  Die Batman-Verfilmung gilt auch zehn Jahre nach Kinostart noch als eine der besten Comic-Adaptionen. Regisseur Christopher Nolan schaffte es darin immer wieder, den Zuschauer zu überraschen. So auch mit Jokers Bleistift-Zaubertrick, der vor allem einem Stuntman noch länger Kopfschmerzen bereitete.

Als Joker brillierte Heath Ledger in "The Dark Knight" auch ganz ohne spektakuläre Special Effects. Recht zu Anfang des Films aus dem Jahr 2008 stört der Bösewicht ein Treffen verschiedener Gangsterbosse und schockiert Anwesende und Kinobesucher mit einem Bleifstift-Trick: Nachdem er das Schreibgerät aufrecht auf einem Tisch positioniert hat, schlägt er den Kopf eines nahenden Rausschmeißers hart auf die Fläche – der Stift ist verschwunden und der Schläger geht tot zu Boden.

Wie Vulture nun im Interview mit den Beteiligten berichtet, gab es im Vorfeld der Dreharbeiten lange Diskussionen, wie dieser Trick realisiert werden sollte. Wegen Bedenken, dass eine nachträgliche Lösung per CGI (Computer Generated Images) auf der Leinwand erkennbar sein könnte, musste ein klassischer Stunt her. 

Taschenspieler-Trick mit Kopfschmerz-Garantie

Am Ende lag deshalb alles an Stuntman Charles Jarman, im Film das Opfer des Bleistift-Tricks: Er musste mit einer Hand den Stift von der Oberfläche entfernen, bevor er von Ledger mit dem Kopf auf die Tischkante geschlagen wurde. "Wir haben so ungefähr 22 Versuche über zwei Tage verteilt benötigt.

Wir hatten zwei verschiedene Tische. Der, mit dem wir das meiste gedreht haben, hatte eine dicke Gummibeschichtung. [...] Zuerst hatten wir es mit einem normalen Tisch probiert, und ich sag dir, ich glaube mit dem war es viel einfacher. Er war dünner und gab nach. Bei dem Gummitisch fühlte es sich dagegen an, als würde man ein Handtuch über eine Betonwand legen und mit dem Kopf hineinlaufen."

Heath Ledger in "The Dark Knight": Immer in der Rolle

Heath Ledger nahm seine Rolle als Joker dabei enorm ernst. Am Set verließ er nie den Charakter des gruseligen Bösewichts und kam erst kurz bevor die erste Klappe ertönte in den Raum: "Er verließ nur ein mal die Rolle, und zwar als er mich das erste Mal auf den Tisch schlug und ich bewusstlos wurde", so Jarman.

"Als ich zu mir kam, fragte er 'Bist du okay? Bist du okay?' und ich sagte nur 'Ja, alles gut'. Danach war er sofort wieder der Joker." Insgesamt ging Jarman bei den Arbeiten an dieser Szene mindestens drei mal KO – soweit er sich daran noch erinnern kann.

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