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Kosten? Egal! Netflix gibt 2018 mehr Geld aus als Hollywoods Studios

Netflix produziert auf Hochtouren Original-Inhalte – und scheut dabei weder Kosten noch Mühen.
Netflix produziert auf Hochtouren Original-Inhalte – und scheut dabei weder Kosten noch Mühen. (©Netflix 2018)

Keiner nimmt 2018 so viel Geld in die Hand wie die Verantwortlichen bei Netflix. Der Streamingriese, der von den klassischen Filmstudios zu Beginn noch belächelt wurde, ist mit seinen Eigenproduktionen längst eine ernst zunehmende Konkurrenz für die Filmemacher in Hollywood geworden – und jetzt fährt Netflix noch schwerere Geschütze auf.

Satte 13 Milliarden US-Dollar wird Netflix 2018 in seine Originalproduktionen investieren. Dazu zählen neben Filmen auch Serien, Dokumentationen und Show-Reihen. Damit gibt der Streamingdienst laut The Economist in diesem Jahr weit mehr Geld für seine Inhalte aus, als jedes Hollywoodstudio und jeder TV-Sender. Und auch der Output von Netflix wird somit deutlich höher ausfallen.

Netflix lässt die Branchenriesen alt aussehen

So wird Netflix 2018 allein 82 Filme veröffentlichen. Zum Vergleich: Filmstudio Warner Bros. kommt gerade einmal auf 23 Filme in diesem Jahr, Maus-Konzern Disney sogar nur auf zehn. Und die Blockbuster sind nicht Netflix' einziges Augenmerk: Nebenbei entwickelt und produziert der Streaminggigant aktuell 700 (!) Showformate, inklusive mehr als hundert Drama- und Comedy-Serien.

Jeder Penny wird investiert

Der Haken: Netflix gibt momentan mehr Geld aus, als es auf der hohen Kante hat. Laut Economist belaufen sich die Schulden des Streamingservices auf etwa 8,5 Milliarden Dollar. Die Nutzer müssen sich dennoch keine Sorgen machen: Allein im ersten Quartal konnte Netflix rund 7,4 Millionen neue User für sich gewinnen. Insgesamt nutzen bis dato knapp 125 Millionen Menschen weltweit das Portal. Die Einnahmen des Unternehmens belaufen sich somit auf um die 14 Milliarden Dollar pro Jahr.

Bedenkt man allerdings, dass Netflix laut Expertenschätzungen 2022 bereits 22,5 Milliarden Dollar in neue Formate investieren wird, müssen wohl noch einige neue Nutzer hinzukommen ...

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