Kritik an Marvel: James Cameron hofft auf Ende der "Avengers"

... und plant 4 "Avatar"-Sequels, die thematisch an "Der Pate" (!) erinnern sollen.
Von Marvels Avengers hat James Cameron inzwischen genug, von "Avatar" jedoch noch lange nicht.
Von Marvels Avengers hat James Cameron inzwischen genug, von "Avatar" jedoch noch lange nicht. (©20th Century Fox 2017)
Meliha Dikmen Gruselt sich auch bei FSK-12-Filmen.

Gefühlt alle paar Monate kommt ein neuer Marvel-Film in die Kinos. Was viele Comic-Fans freut, ist für Regisseur James Cameron inzwischen ein Dorn im Auge. Der Macher von "Avatar", der sein Franchise in den nächsten Jahren auch gehörig aufstocken wird, ist der Heldenfilme müde und erlaubt sich eine Spitze in Richtung Tony Stark, Hulk und Co.

Diese ließ der Erfolgsregisseur bei der Promotion der Dokumentation "AMC Visionaries: James Cameron’s Story of Science Fiction" in Manhattan Beach, Kalifornien los, wie Entertainment Weekly (EW) berichtet.

Kritik von Cameron – Marvel-Produzent Feige nimmt's mit Humor

"Ich hoffe, dass wir alle der 'Avengers'-Müdigkeit anheimfallen", so Cameron. "Nicht, dass ich die Filme nicht liebe. Es ist nur ... kommt schon Leute, es gibt andere Geschichten, die man erzählen kann, abseits von zeugungsunfähigen Männern ohne Familie, die zwei Stunden lang todesmutige Dinge tun und dabei Städte zerstören." Solche harten Worte sind auch schnell MCU-Prodzent Kevin Feige zu Ohren gekommen.

So ließ es sich ein Journalist von Vulture nicht nehmen, Feige auf den Kommentar anzusprechen. Der Produzent wiederholte nur ungläubig "zeugungsunfähig?". Darüber hinaus konzentrierte er sich jedoch auf den positiven Teil des Zitats. "Oh, er liebt die Filme!", soll er sich mit einem Grinsen gefreut haben. "Das ist großartig. Wow, James Cameron liebt unsere Filme. Das ist aufregend."

"Avatar"-Filme werden zu Familiensaga wie "Der Pate"

Mit seiner "Avatar"-Filreihe möchte Cameron offenbar einen ganz anderen Weg einschlagen. Statt mit Einzelgängern im Fokus sollen die vier Sequels eine "generationenübergreifende Familiensaga" und damit ganz anders als der erste Film werden, der schon 2009 erschien. "Es ist eine Fortführung mit den gleichen Charakteren. Aber was passiert, wenn diese Krieger (...) erwachsen werden und ihre eigenen Kinder haben? Es wird eine ganz andere Geschichte", so Cameron.

Nun würden die Kinder die Risiken eingehen. Er vergleicht die fünf "Avatar"-Filme sogar mit der Gangstertrilogie "Der Pate" (1972-1990). "Es ist ganz offensichtlich ein ganz anderes Genre, aber ich war fasziniert von dieser Idee ['Avatar' als Familiendrama]. Und das ist, was es wirklich ist. Eine Mehrgenerationen-Familiensaga". Cameron beklagt, dass der Fokus auf die Familie in den großen, erfolgreichen Franchises bislang fehlt.

Kinostart
Einen ersten Einblick in die Sci-Fi-Familiensaga bekommen wir ab dem 17. Dezember 2020, wenn "Avatar 2" uns erneut nach Pandora entführt.

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