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"Legion": Marvel gibt Serienschöpfern ungewohnte Freiheiten

David Haller kämpft mit seinen telepathischen Fähigkeiten.
David Haller kämpft mit seinen telepathischen Fähigkeiten. (©Youtube / Entertainment Access 2017)

Die neue Serie "Legion" soll sich völlig von dem unterscheiden, was Marvel-Fans bisher zu sehen bekommen haben. Dabei genießt Serienschöpfer Noah Hawley offenbar ungeahnte Freiheiten. In einem Interview zum Staffelstart verriet der "Fargo"-Macher nun Details zur Arbeit an der Comicverfilmung.

Das Marvel-Universum besteht aus unzähligen Handlungssträngen, die sich in den Comics seit Jahrzehnten entwickelt haben. Deren Schöpfer wachen mit Adleraugen darüber, wie ihre Stories und Figuren für den Bildschirm oder die Kinoleinwand umgesetzt werden. Bei "Legion", der neuen Serie von Noah Hawley, genießen die Autoren nun aber ungewohnte Freiheiten. Im Gegensatz zu den Abenteuern von "Daredevil" auf Netflix oder den "Avengers"-Verfilmungen muss hier nicht jede Interaktion zwischen den Charakteren von Marvel abgenickt werden – "Legion" entwickelt quasi sein eigenes in sich geschlossenes Mini-Universum. Gegenüber dem Hollywood Reporter sprach Hawley nun über die Entwicklung der neuen Serie.

Marvel reagierte positiv auf "verrückte Story"

Auch bei seiner Serienumsetzung des Kultfilms "Fargo" schaffte es der Autor, aus bekanntem Stoff etwas Eigenständiges zu entwickeln. Aufgrund dieses Erfolges sprang man bei Marvel offenbar über den eigenen Schatten, damit "Legion" gängige Regeln brechen durfte. "Anfangs machte ich noch Witze darüber, wie verstört sie auf die verrückte Story, die ich erzählen will, reagieren würden. Aber das haben sie nicht." Stattdessen entschied man sich, einen neuen Weg einzuschlagen: "Sie hätten auf zwei Arten reagieren können – entweder 'du musst es an das anpassen, was wir sonst auch machen' oder 'es fühlt sich nach einer vollständigen Welt und einer Vision an, die unsere andere Arbeit nicht berührt, damit sie ein eigenständiges Projekt wird'. Sie entschieden sich für den zweiten Weg."

Im Gegensatz zu "Fargo" soll "Legion" aber keine abgeschlossene Miniserie werden, sondern sich im Laufe von mehreren Staffeln entwickeln – zumindest wenn das Zuschauerinteresse es zulässt. In "Legion" geht es um einen Mann namens David Haller, der in psychiatrischer Behandlung ist und vor der Frage steht, ob seine Visionen krankhaft sind oder er in Wahrheit telepathische Fähigkeiten besitzt. Die Serie startet am 8. Februar auf dem US-Sender FX, über einen deutschen Start ist noch nichts bekannt.

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