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Marvel fürchtet um Hulk & Rocket: CGI-Zoff in Hollywood

Marvel steht aktuell für seine CGI-Charaktere unter Beschuss.
Marvel steht aktuell für seine CGI-Charaktere unter Beschuss. (©Marvel Studios 2017)

Was wären die Guardians of the Galaxy ohne den beliebten Marvel-Waschbären Rocket Racoon? Wer sich dies gar nicht vorstellen mag, wird sich angesichts des jüngsten Streits in Hollywood ans andere Ende der Galaxis wünschen.

Dank modernster Techniken wirkt die Mimik von Marvel's CGI-Charakteren wie dem Hulk in "Thor 3" oder Rocket in "Guardians of the Galaxy" authentischer denn je. Doch ausgerechnet auf diese Helden müssen Fans künftig möglicherweise verzichten. Der Grund: Disney hatte nicht das Recht, die für die lebhafte Mimik benötigte MOVA-Technologie einzusetzen, eine Software, die die Gesichtsausdrücke des Schauspielers für die Umsetzung der CGI-Figuren scannt.

Gestohlene Technik brachte Rocket & Co. auf die Leinwand

Diesen Vorwurf erhebt laut The Hollywood Reporter aktuell der Konzern Rearden LLC gegen Disney sowie gegen die Studios 20th Century Fox und Paramount. Rearden sieht die Rechte an der genutzten MOVA-Technik bei sich. Ein chinesisches Unternehmen habe die Technologie gestohlen und unerlaubt an die Hollywood-Giganten weitergegeben. Nun will Rearden die Rechte an der Technologie – und an allen Charakteren, die mit ihr erstellt wurden – einklagen. Sollten die Ansprüche des Konzerns bestätigt werden, hätte dies weitreichende Konsequenzen für zahlreiche Marvel-Filmhelden wie Deadpool, Hulk oder Rocket.

Streitfrage: CGI-Charaktere, ein Produkt des Menschen oder des Programms?

Die Studios wiederum wiegeln ab. Zwar wurde das Programm in großem Umfang genutzt, doch die finale Figur auf der Leinwand sei in erster Linie ein Produkt der Ideen der Filmemacher und der Leistung des Schauspielers. Das Programm sei nur ein Mittel zum Zweck. Ein Recht an den fertigen Charakteren habe Rearden deshalb nicht. Schließlich könne Microsoft auch nicht die Rechte an jedem Buch für sich beanspruchen, das mithilfe von Word geschrieben wurde. Rearden hingegen argumentiert, das Programm übernehme den "Löwenanteil" der Arbeit.
Die Filmstudios haben aktuell noch die Möglichkeit, sich mit dem Kläger zu einigen. Sollte dies nicht geschehen, muss ein Gericht ein offizielles Urteil fällen.

In welchem Ausmaß die CGI-Technik vor allem bei Comicverfilmungen zum Einsatz kommt, wird aktuell wieder in "Thor 3: Tag der Entscheidung" deutlich. Ab 31. Oktober können die deutschen Fans einen genauen Blick auf Hulks aufwendige Mimik werfen.

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