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SATURN Moments: Mike Singer im Interview – Popstar dank Social Media

Social-Media-Star und Musiker: Mike Singer.
Social-Media-Star und Musiker: Mike Singer.

"Mein Handy ist Number One, das ist immer dabei!" Die Frage nach dem wichtigsten technischen Gerät in seinem Leben kann Mike Singer blitzschnell beantworten. Folgerichtig erwischen wir den Popsänger auch mobil zum Interview: Kurz vor einem Festival-Auftritt sprechen wir mit dem 19-Jährigen über Social Media, virtuelle Gigs und Konzerte mit toten Vorbildern.

TURN ON: Weißt Du noch, welches das erste soziale Netzwerk war, bei dem Du Dich angemeldet hast?

Mike Singer: Das war SchülerVZ, weil meine Eltern mir das irgendwie erlaubt haben. Dann hab ich mich heimlich bei Facebook angemeldet. Ich hatte immer gedacht, dass meine Eltern das nicht wollen. Und irgendwann krieg ich einfach ne Freundschaftsanfrage von meiner Mama und meinem Dad. Das hat die gar nicht interessiert! Die wollten dann halt gucken, was ich so schreibe und poste und so. Die sind da ganz locker mit umgegangen.

Wie viele Netzwerke nutzt Du heute so parallel?

Singer: Instagram, Snapchat, Facebook – wobei, Facebook weniger. Aber Instagram und Snapchat sind zwei Netzwerke, die ich jeden Tag benutze.

Zur Person
Mike Singer wurde über Social Media zum Popstar. 1,5 Millionen Fans folgen ihm auf Instagram, 748.000 Abonnenten schauen seine YouTube-Videos. Das lohnt sich: Singers Alben "Karma" und "Deja Vu" landeten 2017 und 2018 auf Platz 1 der deutschen Alben-Charts. Sein aktuelles Album "Trip"  erschien dieses Jahr und schaffte ebenfalls den Sprung an die Spitze.

Hast Du da einen genauen Plan, welche Informationen und Inhalte Du über welchen Kanal verteilst?

Singer: Eigentlich ist es so, dass ich immer alles bei Instagram und Snapchat poste. Weil es auch Leute gibt, die gucken eben nur Insta-Storys oder Snapchat-Storys und sind nicht bei beiden Netzwerken.

Du bist ja bekannt dafür, sehr viel Fankontakt zu haben. Ist es als Musiker heute überhaupt noch möglich, das anders zu machen oder gehört das fest zum Job dazu?

Singer: Ich glaube, das gehört dazu. Das bringt einfach die Nähe zu den Fans, die sie auch suchen. Es gibt sicher Künstler, die das nicht machen, die gar kein Snapchat oder Instagram nutzen. Aber mir ist es wichtig, dass ich Kontakt mit meinen Fans habe.

Wird das auch mal überfordernd? Ich habe bei Facebook gesehen, wie Dich Leute in Kommentaren zum Beispiel auf Aktionen aufmerksam machen, wo jemand mit einer Krankheit sich ein Treffen mit Dir wünscht. Wie gehst Du damit um? Du kannst ja nicht alles machen ...

Singer: Ja natürlich, man kann nicht alles machen. Ich versuche, so viel zu machen, wie es nur geht. Ich glaube, die Leute haben da schon Verständnis für, dass ich nicht jede Nachricht sehen oder beantworten kann. Deswegen ist das auch okay. Die Leute wissen ja, dass ich viele Nachrichten bekomme, deshalb zeigen sie da auch Verständnis.

Also kriegst Du keine wütenden Nachrichten à la "Ich hab Dir schon tausendmal geschrieben, jetzt antworte mal"?

Singer: Doch, das kommt auch mal vor – aber dann eher lieb gemeint.

Mit Deinen 19 Jahren bist Du ja ein Vertreter der Generation, die eine Welt ohne Internet und Social Media gar nicht kennt. Merkst Du manchmal im Gespräch mit anderen Musikern, dass Du da einen anderen Zugang hast – durch Dein Alter und das Alter Deiner Fans?

Singer: Also ich merke schon, dass ich die Generation irgendwie besser verstehe. Aber zum Beispiel war ich jetzt auch vor ein paar Tagen mit [dem Rapper] Summer Cem zusammen und für den ist Instagram genauso wichtig – obwohl das eine ganz andere Zielgruppe ist. Aber damit findet man eben den Kontakt zu den Fans. Ich glaube, das ist heute bei den meisten Künstlern so.

Zur Europawahl gab es ja gerade eine Debatte um die Möglichkeiten und die Verantwortung großer Reichweite. Wenn Privatpersonen sich über Social Media öffentlich positionieren und damit viele Leute erreichen. Wie ist da Dein Blickwinkel? Siehst Du das als Deine Aufgabe, Dich bei bestimmen Dingen auch zu positionieren?

Singer: Es ist auf jeden Fall so, dass ich das für mich privat machen will. Da will ich jetzt niemandem irgendwie meine Meinung sagen oder jemanden in irgendeine Richtung lenken. Jeder soll das so machen, wie er es will und deshalb gehört sich das nicht unbedingt, dass ich das poste oder so. Ich finde, jeder Mensch sollte da das sagen, was er wirklich will.

Nicht nur durch das Smartphone haben wir immer mehr Möglichkeiten, uns zu vernetzen. Techniken wie Virtual Reality oder Augmented Reality werden leichter anwendbar und erschaffen virtuelle Räume, in denen man sich treffen kann. Siehst Du da als Musiker Potenzial, das zu nutzen? Für die Bühnenshow zum Beispiel?

Singer: Wenn wir auf Tour gehen, machen wir immer ein Bühnenbild – jetzt hatten wir etwa LED-Wände dabei. Sowas interessiert mich mega und es ist auch immer spannend zu hören, was die Leute von der Bühnenfirma uns so vorschlagen, weil man da so viel machen kann.

Mich interessiert das aber eher im Gaming: Ich hab früher viel PlayStation gespielt und jetzt ist mein kleiner Bruder da voll dabei. Bei ihm sind es immer Rennspiele. Er hat jetzt ein Lenkrad bekommen, sodass sich das anfühlt, als würdest Du wirklich in VR im Auto sitzen. Das finde ich schon echt unglaublich. Mir ist direkt schlecht geworden, aber mein kleiner Bruder spielt den ganzen Tag!

Apropos Games: Da gab es in letzter Zeit ja einige Überschneidungen mit der Popmusik. Der US-amerikanische Produzent Marshmello etwa ist ja kürzlich in "Fortnite" aufgetreten. Kannst Du Dir sowas vorstellen?

Singer: Auf jeden Fall! Sowas wär schon geil, in der virtuellen Welt aufzutreten. Gerade bei mir, ich spiel selber voll viel. "Fortnite" zwar jetzt nicht, mein kleiner Bruder hat's mir versucht beizubringen, aber ich komm da irgendwie gar nicht klar. Ich spiel gern "Call of Duty" – und "FIFA" spielt das ganze Team. Wenn wir auf Tour sind, haben wir jeden Tag Matches.

Bei "Fortnite" probier ich jetzt ein bisschen reinzukommen, aber das ist bisher nicht so meins. Bei "Call of Duty" kommst Du direkt wieder ins Spiel, aber bei "Fortnite" dauert es immer erst, bis man überhaupt mal wieder jemand getroffen hat.

Ein virtuelles Abbild von Dir gibt es ja schon: Im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in Berlin steht Dein lebensgroßes Hologramm. Erklär mal, wie lief das ab?

Singer: Madame Tussauds hat uns da angefragt. Für mich war das echt unglaublich: Als ich meine Abschlussfahrt hatte, sind wir mit der Klasse nach Berlin gefahren und waren auch im Madame Tussauds. Jetzt haben wir uns da getroffen, haben ein Hologramm aufgenommen. Das geht mit so Kameras, die hochkant filmen – wie Insta-Stories eigentlich, nur in heftiger Qualität. Das wird dann mit einem Projektor rübergebeamt auf so eine Extra-Folie auf Glas. Und das steht jetzt in Berlin. Das ist auf jeden Fall eine Riesenehre für mich.

Seit ein paar Jahren werden ja auch verstorbene Musiker als Hologramme wiederbelebt und gehen dann "auf Tour" ...

Singer: Ja, das hab ich bei Tupac gesehen! Megaheftig!

Wenn Du Dir aussuchen könntest, mit einem Hologramm aufzutreten: Wen würdest Du nehmen?

Singer: Ich denke, ich würde Tupac nehmen. Ich bin riesiger Tupac-Fan! Oder Michael Jackson. Oder Elvis Presley.

SATURN Moments
Das Interview mit Mike Singer kam in Zusammenarbeit mit SATURN Moments zustande. Für sein Konzert am 13. Oktober in Berlin konnten Fans ein exklusives Meet & Greet gewinnen.

SATURN Moments veranstaltet regelmäßig Events, bei denen Fans ihre Stars treffen können. Alle Infos zur Teilnahme gibt's auf der Moments-Website.

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