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Mit exklusiven Serien: ARD baut Mediathek zu Streaming-Dienst aus

Bald weniger Videorekorder und mehr wie Netflix: die ARD Mediathek.
Bald weniger Videorekorder und mehr wie Netflix: die ARD Mediathek.

Die ARD-Mediathek bekommt ein Update: Das Online-Angebot des öffentlich-rechtlichen Senders soll zum eigenständigen Streaming-Dienst ausgebaut werden. Dort soll es dann nicht nur eine Kopie des Fernsehprogramms, sondern eigens produzierte Serien geben.

Dass das klassische Fernsehen in Zeiten von Netflix und Co. zu kämpfen hat, ist kein Geheimnis. Die ARD versucht nun, in Richtung Streaming zu expandieren und das Publikum mit Eigenproduktionen zu locken. Das hat Volker Herres, Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, kürzlich bekannt gegeben, berichtet Golem.

Mediathek momentan nur ein "Videorekorder"

Momentan nutzen die meisten Menschen die Mediathek laut Herres wie einen "Videorekorder" – also nur, um im Fernsehen verpasste Sendungen online nachzuholen. Exklusive Serien-Formate, die nur in der Mediathek gestreamt werden können, sollen das ändern. Fernsehsendungen und Filme, die im Fernsehen ausgestrahlt werden, dürften trotzdem weiterhin online verfügbar bleiben. Der Videorekorder bleibt den durchschnittlich 25 Millionen Zuschauern, die die ARD laut Herre täglich erreicht, wohl erhalten.

Funk-Geschäftsführer soll Streaming-Dienst mit aufbauen

Um das Programm im nächsten Jahr aufzubauen, holt die ARD am 1. Januar 2020 einen Neuzugang in die Programmdirektion: Florian Hager wird stellvertretender Programmdirektor. Hager ist derzeit Programmgeschäftsführer des Content-Netzwerks Funk, das ARD und ZDF gemeinsam produzieren. Funk-Inhalte richten sich an ein 14 bis 29 jähriges Publikum und laufen online auf Plattformen, die diese Zielgruppe vermehrt nutzt: YouTube, Spotify, WhatsApp und Social-Media-Dienste wie Facebook, Instagram und Snapchat.

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