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Neill Blomkamp lässt Fans über nächsten Film entscheiden

Neill Blomkamp lässt die Fans entscheiden.
Neill Blomkamp lässt die Fans entscheiden. (©picture alliance/abaca 2017)

Ein ungewöhnlicher Ansatz für einen ungewöhnlichen Mann: Neill Blomkamp will sich für sein nächstes Filmprojekt offenbar nicht auf das Geschäftsmodell eines großen Filmstudios verlassen. Stattdessen fragt der Regisseur die Fans, was sie sich wünschen – und hofft auf mögliche finanzielle Unterstützung.

Neill Blomkamp ist nicht gerade ein Neuling in Sachen Filmemacherei. Der Regisseur von "District 9" und "Chappie" hat bereits mit Hollywood-Größen wie Peter Jackson, Sigourney Weaver und Hugh Jackman gearbeitet und für Columbia Pictures gedreht. Doch jetzt will er den großen Filmstudios den Rücken kehren.

Neill Blomkamp will unabhängig sein

Um das zu bewerkstelligen, hat sich der Regisseur mit seinen Oats Studios in einer alten Lagerhalle eingenistet. Dort drehen die kreativen Köpfe rund um Neill Blomkamp fleißig mehr oder weniger experimentelle Kurzfilme. Und diese werden völlig kostenlos auf YouTube veröffentlicht. Trotzdem müssen Fans nicht mit irgendwelchen Laiendarstellern vorliebnehmen. Im ersten Kurzfilm "Rakka" ließ der Regisseur immerhin Sigourney Weaver gegen Aliens kämpfen.

Fans sollen das Projekt unterstützen

Die Fans sollen nun entscheiden, wie es mit dem Projekt des Regisseurs weitergeht – und es möglichst auch finanzieren. "Wir sprechen intern gerade verschiedene Möglichkeiten durch", erklärt Blomkamp dazu gegenüber Nerdist. "Es gibt vier Filme in [Oats Studios] 'Volume 1' und es gibt noch weitere seltsame, kleinere Teile dazwischen. Wenn 'Volume 1' abgeschlossen ist, die Zuschauer vier Filme gesehen haben und es genug Leute gibt, die es mochten, ist eine Möglichkeit, 'Volume 2' zu machen und dafür Geld zu verlangen, damit wir 'Volume 3' angehen können."

Neill Blomkamp hat aber noch weitere Optionen im Hinterkopf. So könnten alle vier Teile seiner geplanten Filmreihe kostenfrei bleiben. "Alle Teile sind für immer gratis und wir sammeln Geld, um damit einen Film zu machen, der auf dem Kurzfilm basiert, den die Zuschauer am meisten mochten." Dieser solle dann allerdings ganz regulär im Kino laufen – also inklusive Ticketkauf. Mit den Gewinnen wolle Oats Studios schließlich weitere Teile finanzieren.

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