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Oscars 2017: So kam es zum Best-Picture-Fail

Blöde Panne: "Moonlight"-Darsteller Mahershala Ali tröstet Emma Stone, die plötzlich doch nicht mehr im besten Film des Jahres mitgespielt hatte. "La La Land"-Hauptdarsteller Ryan Gosling schaut auch nicht so ganz glücklich.
Blöde Panne: "Moonlight"-Darsteller Mahershala Ali tröstet Emma Stone, die plötzlich doch nicht mehr im besten Film des Jahres mitgespielt hatte. "La La Land"-Hauptdarsteller Ryan Gosling schaut auch nicht so ganz glücklich. (©picture alliance/AP Photo 2017)

Bei den Oscars 2017 wurde erst "La La Land" als bester Film ausgerufen, dann folgte die Korrektur und die Trophäe ging an "Moonlight". So kam es zu der peinlichen Panne bei den Academy Awards.

Das gab's bei den Oscars noch nie: Versehentlich wurde der falsche Film zum Gewinner erklärt – und das ausgerechnet in der Hauptkategorie "Bester Film"! Was war passiert?

Karte vertauscht: Peinliche Panne bei den Oscars 2017

Die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway waren als Laudatoren für die Kategorie damit beauftragt, den Gewinner von einer Karte abzulesen. Beatty las die Karte, machte eine kurze Pause und reichte den Umschlag an Dunaway weiter – die dann "La La Land" als Sieger verkündete. Das Team des Musicalfilms kam auf die Bühne und hielt bereits seine Dankesreden, da korrigierte die Academy die Entscheidung: "Moonlight" wurde stattdessen zum besten Film gekürt. Die Panne passierte, weil Beatty offenbar fälschlich die Karte für die Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" erhalten hatte. Darauf stand "Emma Stone, 'La La Land'". Der Preis war zwar schon vergeben worden (und mit ihm die Karte), die Karten gibt es aber zur Sicherheit doppelt. Beattys kurze Pause beim Vorlesen war wohl der Verwirrung über den Namen der Schauspielerin geschuldet. Dann lasen er und Faye Dunaway aber den Filmtitel vor – und sorgten für Chaos.

"La La Land" nimmt trotzdem sechs Oscars mit nach Hause

Für die "Moonlight"-Crew war der Fehler ein Grund zur Freude, für das "La La Land"-Team, das den Preis mitten in seinen Danksagungen wieder abgeben musste, war er ein Schock. Allerdings dürfen sich Regisseur Damien Chazelle, Emma Stone, Ryan Gosling und Co. mit sechs anderen Trophäen trösten: Die Oscars für die beste Regie, die beste Hauptdarstellerin, die beste Kamera, die beste Filmmusik, den besten Filmsong und das beste Szenenbild machten den Film auch ohne den Preis für den besten Film zum großen Gewinner des Abends.

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