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"Power Rangers" mit erster homosexueller Kino-Superheldin

Dean Israelites neuer "Power Rangers"-Film wird erstmals eine lesbische Superheldin auf die Kinoleinwand bringen.
Dean Israelites neuer "Power Rangers"-Film wird erstmals eine lesbische Superheldin auf die Kinoleinwand bringen. (©Lionsgate/Tim Palen 2017)

Superhelden, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, waren im Kino bisher nicht zu finden. Der neue "Power Rangers"-Film wird das ändern – mit einer offen lesbischen Heldin.

Mit einem Reboot als düsterer Superhelden-Blockbuster verpasst Regisseur Dean Israelite dem "Power Rangers"-Franchise ab dem 23. März eine zeitgemäße Überarbeitung. Nun wurde bekannt, dass er sich auch in der Charakterzeichnung von überholten Modellen verabschiedet und die erste offen homosexuelle Superheldin auf die große Leinwand bringt.

Becky G spielt offen lesbische Rangerin

[title="Achtung, Spoiler!" spoiler_stext="Der folgende Absatz enthält kleine Spoiler." spoiler="Gemeint ist die gelbe Rangerin Trini (gespielt von Becky G), die sich in "Power Rangers" erst noch komplett über ihre Sexualität klar werden muss. Im zweiten Akt des Films gibt es laut dem Magazin The Hollywood Reporter eine Szene, in der ein Charakter vermutet, die Heldin habe Probleme mit ihrem Freund – und sich kurz darauf auf "mit ihrer Freundin" korrigiert. Ein kleiner Moment, den Dean Israelite aber als "zentral" für den ganzen Film bezeichnet: "Trini stellt infrage, wer sie eigentlich ist", so der Regisseur gegenüber THR. "Sie hat das noch nicht völlig durchdrungen. Was ich großartig an der Szene finde: Sie sagt 'Das ist völlig okay so.' Der ganze Film sagt 'Das ist okay so', und dass Jugendliche sich und ihre Gleichgesinnten erst einmal finden müssen.""]

"Power Rangers" bringt das Superheldenkino auf den neuesten Stand

Während es in Comics und im Fernsehen schon seit Längerem auch homosexuelle, bisexuelle und transsexuelle Superhelden-Charaktere gibt, sind sie im Kino bisher laut Comicbook.com nicht vertreten. Dass sich Teile des Publikums trotz steigender Akzeptanz von LGBTQ-Menschen in der Gesellschaft mit der Repräsentation von Homosexualität auf der Leinwand immer noch schwertun, zeigt die aktuelle Kontroverse um Disneys "Die Schöne und das Biest": Die Realverfilmung des Zeichentrickklassikers enthält als erster Disney-Film einen schwulen Charakter – und wurde unter anderem in den USA und Russland prompt von Kinos boykottiert und im Netz von Schwulengegnern angefeindet.

Wie Dean Israelite das Thema im neuen "Power Rangers"-Film umsetzt, siehst Du ab dem 23. März in den deutschen Kinos.

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